Friday 5. March 2021
Pfarre Ebensee

Fest Darstellung des Herrn

Das Fest Darstellung des Herrn, das vielfach besser bekannt ist als Maria Lichtmess hat in Ebensee immer eine besondere Bedeutung behalten. Denn üblicherweise werden erst nach diesem Fest die vielen Hauskrippen verräumt.

Zu diesem Fest, das in den vergangenen Jahren der Kirchenchor musikalisch gestaltet hat, macht sich sein Leiter Franz Kasberger Gedanken.

Zum Fest der Darstellung des Herrn 2020, sang der Kirchenchor Ebensee die Messe brève Nr.7 von Charles Gounod. Die Weihnachtskrippe wurde beräuchert während das Ebenseer Krippenlied „Laufet ihr Hirten“ erklang und selbstverständlich durfte traditionellerweise das Lied „Maria ging geschwind“ mit seinem aussagekräftigen Text nicht fehlen. Ein Jahr später sind die Gegebenheiten ganz anders. Die Corona-Pandemie hat uns noch immer fest im Griff, es gibt noch länger keine öffentlichen Gottesdienste, wir als Kirchenchor sind weiterhin „arbeitslos.“ Von daher einige Gedanken zu diesem Fest in Verbindung zur kirchenmusikalischen Praxis, wie sie in der Pfarre Ebensee hoffentlich bald wieder gepflegt wird.

Heuer wäre musikalisch wieder Hermann Kronsteiner mit seinem Proprium zu Mariä Lichtmess im Mittelpunkt des Gottesdienstes gestanden. Hermann Kronsteiner (1914 – 1994) war Priester, Kirchenmusiker und Professor am Linzer Kollegium Petrinum und an der Wiener Musikakademie. Speziell seine Proprien zu den verschiedensten Anlässen im Kirchenjahr haben bei uns in Ebensee eine lange Tradition. Nicht leicht einzustudieren, gar nicht einfach zu intonieren, aber wegen der Melodieführung und der verwendeten Texte sehr ansprechend, gehören sie für uns zum festen Repertoire.

Das Fest „Darstellung des Herrn“ ist uralt und hieß bis 1960 Mariä Reinigung. In der jüdischen Tradition galt eine Frau nach der Entbindung als unrein und sie musste 40 Tage nach der Entbindung in den Tempel kommen, um für rein erklärt zu werden. Darüber hinaus war es auch vorgeschrieben, den männlichen Nachkommen Gott zu weihen und ihn dem Priester zu „präsentieren“. Eine besondere Rolle spielt in dem neutestamentlichen Narrativ der alte Simeon, dem vom Heiligen Geist geoffenbart worden ist, er werde den Tod nicht schauen, bevor er den Messias des Herrn gesehen habe. In visionären Worten bringt Simeon zum Ausdruck, dass dieses Kind Israel verändern werde – „ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Diese Textstelle war der ursprüngliche Grund für eine Lichterprozession vor der Messe, gab noch dazu dem Fest den volkstümlichen Namen „Maria Lichtmess.“ Ganz zentral ist das berühmte „Nunc dimittis“ des Simeon („Nun entlässest du Herr deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden; denn meine Augen haben das Heil geschaut, das du bereitet hast vor aller Völker Angesicht.“) Mit teilweise herausragenden Vertonungen ist dieser Text in die Kirchenmusikgeschichte eingegangen. Hermann Kronsteiner hat ihn in seinem Proprium in den einleitenden Lichtgruß hineingenommen.

„Sion, schmücke dein Brautgemach“; „Sie brachten für ihn dar, dem Herrn: ein Paar Turteltauben oder auch zwei junge Tauben“; „Empfangen haben wir, o Gott, inmitten deines Tempels dein Erbarmen“; „Verheißen ward dem Simeon vom Heiligen Geist“ – so lauten die Eingangsverse der wichtigsten Teile des Propriums von Hermann Kronsteiner. Heuer kann sie jede/jeder unseres Chores nur für sich selbst singen, dafür hoffen wir als engagierte Chorgemeinschaft darauf, dass es 2022 wieder anders sein wird.

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