Wednesday 25. May 2022

Wort des Pfarrers

Das Streben nach Glück

Liebe AstenerInnen!

 

in jedem Menschen ist das Streben nach Glück mit der Natur angelegt. Kein gesunder Mensch würde nicht nach Glück streben. Heute in unserer Wohlstandsgesellschaft gibt es eine riesige Branche mit Glücksratgebern, Glücksforschern und Angebote von Wellness, Wohlfühlen, eine Fülle von Ageboten nach Erfüllung unserer Triebe. Aber so einfach ist das nicht mit dem Glück: die Forschung hat herausgefunden, dass z.B. englische Topmodels im Durchschnitt nicht glücklicher sind, als normale englische Hausfrauen. Das hat damit zu tun, dass man sich an Levels schnell gewöhnt. Die Generationen vor uns, die eindeutig schlechtere Bedingungen der Arbeit, der Medizin, von Angeboten usw. hatte, war nicht mehr oder weniger glücklich als unsere heutige Wohlstandsgesellschaft.

 

 

DAS STREBEN NACH GLÜCK

Heute gibt es zwei Richtungen: das hedonistische Glückskonzept, welches immer nach Nützlichkeit für mich jetzt im Augenblick fragt und genießen will, und das eudaimonistische Glücksstreben, wo es um Werte geht, die erreicht werden, eine grundsätzliche Lebenszufriedenheit, das mit erreichten Zielen zu tun hat.

 

FAKTOREN

Allgemein gehören zum Glück Umweltfaktoren (Wohlstand, Sicherheit, Freiheit, Entfaltungsmöglichkeiten), der soziale Status (Erziehung, Einkommen, Beruf, soziale Netzwerke), sowie individuelle Faktoren (Gesundheit, Lebensstil, biographische Faktoren). Das ist für jeden Menschen wichtig. Aber die Glücksforschung sagt: mit steigendem Wohlstand steigt nicht unbedingt das Glück des Einzelnen. Als äußerste Belastung wird z.B. eine Ehescheidung empfunden. Ein plötzlicher schwerer Verkehrsunfall oder eine plötzliche schwere Erkrankung. Das Glück hat einen flüchtigen Charakter:

 

GLÜCKSKILLER

Was sollten Sie auf jeden Fall meiden, man nennt es die Glückskiller: Verhaltensweisen, die ständig höhere Reize nötig haben; sich ständi mit anderen vergleichen (Neid, Eifersucht,..) wir tun oft nicht, was wir al richtig erkannt haben...

 

Damit sind wir bei einer Grundaussage des Christentums: Auf dieser Welt wird nie ein vollkommen bleibendes Glück erreicht, die Welt wird immer Leiden und große Ungerechtigkeiten hervorbringen, das Glück ist zerbrechlich wie feines Glas (denken wir an einen plötzlichen Tod). Nach christlicher Lehre empfangen Menschen Glück bei Dankbarkeit, Sinneserfahrung, Hilfe und Geben für andere, im Gebet und Hingabe für jemanden oder einen guten Zweck. Das sind immer neue Quellen des Glücks.

 

GLAUBE ALS GLÜCKSFAKTOR

Die Glücksforschung hat auch herausgefunden, dass gläubige Menschen mehr Ressourcen für Glück haben, auch bei der Leidbewältigung, weil sie sich immer noch auf die Liebe Gottes verlassen können, eine echte Hoffnung auf das ewige Leben. Es gibt natürlich auch verfehlte Formen von Religiösen, dort wo Zwang und Unfreiheit erlebt wird.

Glück bringt auch, wenn wir Gott für die Schönheit der Natur loben können, wenn wir für Errettung aus großer Not danken können, wenn Gott uns im Innersten berührt und uns im Tiefsten seine Liebe zeigt.

 

Damit sind wir bei Fastenzeit und Ostern.

Richtiges Fasten tut nicht nur dem Körper oder Gehirn gut, sondern macht uns wieder frei für neue Glückserfahrungen. Das Freiwerden von Zwängen und Süchten. Und Ostern gibt uns die Klarheit, dass Gott uns zur ewigen Seligkeit, einem Glück ohne Ende berufen hat. In dieser Welt werden alle Menschen irgendwann den Tod erleben, das Scheitern auf dieser Welt, aber Gott schenkt uns durch die Auferstehung Jesu nach dem Tod die ewige Liebe, das unendliche, ewige Glück. Dafür Zeit und Energie einzusetzen lohnt sich allemal. So lade ich Sie ein, sich wieder neu auf Jesus und seine Botschaft einzulassen. Genauso wie in anderen Bereichen müssen wir heute Zeit und Energie für Gott und Gebet und religiöse Fortbildung aufbringen, um uns nicht des bleibenden Glücks zu berauben.

 

Frohe Ostern wünscht

 

 

euer Pfarrer Mag. Franz Spaller

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