Saturday 11. July 2020

Versöhnung mit der eigenen Mutter

Abhängigkeiten von seelischen Mustern überwinden

Nicht immer handeln wir vernünftig und so, wie wir es gerne wollen. Gefühle werden manchmal übermächtigen und steuern uns selbst und das Miteinander manchmal sogar sehr konfliktreich.

14. Video: Versöhnung mit der eigenen Mutter finden

 

Sich aus Abhängigkeit von seelischen Mustern befreien

(Gesamtvideo Nr.45)

 

Video Nr.45: Versöhnung mit der eigenen Mutter finden

Zum Muttertagsgottesdienst in der Pfarrkirche Traunkirchen am Muttertag, 10.Mai 2020

 

Es geht nicht darum, eine aktuell konflikthafte Mutterbeziehung zu heilen. Viel mehr gilt es in den sogenannten „guten und normalen“ Mutterbeziehungen hellhörig zu sein, für innere Abhängigkeiten von den grundsätzlichen Prägungen der eigenen Gefühlswelt. Wie Menschen empfinden, woran sie sich freuen, wovor sie Angst haben, das sind sehr unterschiedlich individuelle Spielarten von Emotionen. Wie eine Straße sind diese zutiefst im eigenen Wesen, in der Seele verankert. Das Bild der Straße steht für oft automatisch und gegen jede Kontrolle ablaufende Gefühlsreaktionen. Ein Auslöser durch ein falsches Wort, das Auftreten eines anderen Menschen genügt und schon haben sich Menschen nicht mehr im Griff. Wie bei einem Navigationsgerät das den Autopilot steuert, bewegen wir uns in kritischen Situationen auf den „Straßen der früh eingeprägten Muster“. Versöhnung mit der Mutter – auch dem Vater – bedeutet, diese „inneren Straßen“ zu erkennen und eventuell anders neu anzulegen. Dies aber ist meistens eine Lebensaufgabe. Auch wenn die Einsicht schon da ist, wir im Grunde nicht mehr nach den alten Mustern von erhöhter Verletzbarkeit oder unangemessenem Ärger reagieren, wirft es uns immer wieder in solches Verhalten zurück. Jesus fordert mit seinem Aufruf Vater und Mutter zu verlassen, um ins Reich Gottes zu gelangen nicht den radikalen Bruch mit den eigenen Eltern, sondern den Weg des eigenen Lebens zu gehen, indem man nicht nur an den wie vorgegebenen inneren Straßen der eigenen Seele durchs Leben schreitet. Er zeichnet einen Weg der Befreiung von der Abhängigkeit tief eingeschriebener Gefühls- u. Reaktionsmuster. Man wird sie selten löschen können, aber man kann sie wahrnehmen und nicht allein abhängig von diesen den Lebensweg gehen. Solche Versöhnung mit der eigenen Mutter verspricht Jesus in seiner Einladung zur Nachfolge.

 

 

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