Montag 19. Februar 2018

5. Sonntag i. J. 2018

5. Sonntag im Jahreskreis 4. 2. 2018, 1. Lesung: Ijob 7,1-4.6-7 2. Lesung: 1 Kor 9,16-19.22-23
Evangelium: Mk 1,29-39
(….)
32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war,


brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt,
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten,
und trieb viele Dämonen aus.
Und er verbot den Dämonen zu reden;
denn sie wussten, wer er war. (…)

 

Nach einem programmatischen Anfang „Die Zeit ist erfüllt…..“ und einem gleichfalls bezeichnenden ersten Wunder eine Dämomenaustreibung, heute bereits eine Zusammenfassung, dass generell JESUS sehr heil- und segensbringend gewirkt hat. Er ist der Heiland schlechthin, der den Menschen wieder heil und ganz macht und aus der Finsternis des Todes herausholt! Der kranke Mensch spürt am meisten, was er braucht, der gesund merkt es oft nicht. „Aber es wagt kein Sterblicher den Satz, das kann mir nicht passieren“ heißt es einmal in einem griechischen Schauspiel. Von heute auf morgen kann das Leben verändert sein. Wer ist‘s, der uns Hilfe bringt, dass wir Gnad‘ erlangen? Die Ärzte sind dann die großen Retter und Hoffnungsträger, die Allgemeinmediziner, die Spitalsärzte bis zu den Psychologen. Aber Wunder kann niemand wirken. Auch nicht in Österreich, in dem Land, wo wir die beste Gesundheitsvorsorge und das beste Gesundheitssystem der Welt haben.
Die Heilungen Jesu sind das eine Große; aber es geht ihm offensichtlich um mehr als irdischen Erfolg: „Lass uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.“ Die gefallene Schöpfung, sie soll wiederhergestellt und ihren ursprünglichen Sinn finden: das Heil-Sein, das Ganzsein, individuell und universell verstanden.

Der Monat Februar ist besonders den Kranken gewidmet. Papst Johannes Paul II hat 1992 die glorreiche Idee gehabt, den 11. Februar als Welttag der Kranken auszurufen. Denn an einem 11. Februar erschien zum ersten Mal in LOURDES der Hl. Bernadette Soubiros die Jungfrau und Gottesmutter Maria. Seitdem ist LOURDES zu einem Wallfahrtsort geworden, der vorallem den Kranken Würde und Ansehen schenkt. Wie dort die Kranken, Bettlägrigen, an den Rollstuhl Gefesselten etc. gesehen und geachtet werden! Sie haben dort Vorfahrt! Ich könnte jetzt mehr darüber erzählen, in welcher sinnlichen Weise die heilenden Zeichen der Nähe Gottes dort zelebriert werden – und die liebevolle Betreuung durch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die Lichterprozession, die eucharistische Prozession, die Wasserbäder .... Ganzheitlich, lebensnah wird der kranke Mensch dort angesprochen und schöpft so wieder Hoffnung und Lebenssinn – auch wenn er nicht körperlich geheilt wird.

Wir leben ja in einer verrückten Zeit: Erfolg ist wichtig, Spaß und Action. Ja, Starke haben leicht reden. Der Erfolg gibt einem Menschen Recht und lässt ihn zum Glückspilz werden. Was aber geschieht, wenn der Erfolg ausbleibt? Was ist, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten? Kranke Menschen müssen dies oft erleben. Jede Tagesplanung hört auf, wenn ein Unfall dazwischenkommt. Alle Termine der nächsten Zeit fallen aus, wenn ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall auftritt. Die Kranken müssen sich plötzlich helfen lassen beim Essen, beim Waschen, beim Gang zur Toilette. Andere müssen neu lernen zu sprechen oder zu laufen. So und ähnlich kann eine Aufzählung lauten. In diesen Momenten der Schwäche erleben die Menschen aber auch Neues. Sie lernen ihre Freunde oder Familienangehörigen von einer ganz neuen Seite kennen. Sie erfahren etwas von den „wirklich wichtigen Dingen“ in ihrem Leben. Und viele nehmen die einzelnen Schritte auf dem Weg der Genesung bewusst wahr. Ein kranker Mensch hat vielleicht nicht alles unter Kontrolle, aber er sieht vielleicht klarer, was er bisher nur geahnt hat.

 

 

Ps 71, 9. 20. (nach Pierre Stutz)

Schwer fällt es mir meine Grenzen anzunehmen

meine Kräfte schwinden, alt bin ich geworden.

Still ist es geworden um mich. Was ist mein Leben ohne Leistung. Gebrechen zeigen sich. Ich tue mich schwer anzunehmen.

Wie ich viel mehr Zeit brauche für alltägliche Arbeiten.

Verwirf micht nicht, wenn ich alt bin, verlaß mich nicht, wenn meine Kräfte schwinden.

Hilf mir loszulassen,

den letzten Lebensabschnitt in Würde zu gehen, in Selbstachtung, im Vertrauen, dass Du im Leben und im Sterben mich beim Namen rufst, daß Du vollendest, was bruchstückhaft in meinem Leben geblieben ist.

Belebe mich neu mit Dankbarkeit und Geduld tröste mich,

wenn Traurigkeit aufkommt,

damit dunkle Stunden sich in helle verwandeln werden.

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Hl. Bonifatius von Lausanne, Hl. Hadwigis (Hedwig) von Cappenberg,
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