Mittwoch 19. September 2018

27. Sonntag im Jahreskreis 8. 10. 2017;

1. Lesung: Jes 5,1-7;

 

1 Ich will ein Lied singen von meinem geliebten Freund,

ein Lied vom Weinberg meines Liebsten. (….)

 

2. Lesung: Phil 4,6-9;

Schwestern und Brüder!

6 Sorgt euch um nichts,

sondern bringt in jeder Lage

betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!

7 Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt,

wird eure Herzen und eure Gedanken

in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. (...)

 

Evangelium: Mt 21,33-44

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern

und den Ältesten des Volkes:

33 Hört noch ein anderes Gleichnis:

Es war ein Gutsbesitzer,

der legte einen Weinberg an, (…)

 

Öfter ist vom Weinberg die Rede: Vorletzten Sonntag von den Arbeitern im Weinberg, letzten Sonntag „Geh in meinen Weinberg“, heute wiederum, von den bösen Winzern und den Früchten des Weinbergs. Der Weinberg – eine Allegorie für das Volk Gottes – und heute, im Text, konkret die Hintergrundfolie für das Leidensschicksal JESU. Er wird der „Sohn“ sein, das letzte Angebot des „Gutsbesitzers“, und gerade er wird aus dem Weinberg hinausgeworfen und getötet. Schließlich erfolgt die Zerstörung der Stadt. Nun, im Jahre 70 n. Chr. ist diese Prophezeiung wörtlich eingetroffen: die Stadt Jerusalem wurde von den Römern zerstört, der Tempel, die Institution der Sadduzäer und des Sanhedrins hat sich aufgelöst, die Zerstreuung begann. Einzig eine Form eines thora-gläubigen Judentums hat überlebt und sammelte sich neu in der Synode in Jamne ab 100 n. Chr. Das Gleichnis JESU, diese Allegorie vom Weinberg und dem Volk „Israel“, ist aber deshalb nicht hinfällig geworden. Die anderen Winzer, denen der Weinberg nun anvertraut wird, sind die Leiter der heidenchristlichen Gemeinden, oder sagen wir, generell jeder Christ/jede Christin. Der Weinberg ist - und noch mehr Deutungen wären möglich! - die Kirche aus Juden und Heiden. Auch diesen neuen Pächtern - der Kirche - ist es aufgegeben, die von Gott erwarteten Früchte zu bringen (s. V.13)

Es ist doch bemerkenswert, warum hat JESUS vom „Himmelreich“ (oder Königreich des Himmels, Reich Gottes) mit der Auszeichnung des Naheseins gesprochen hat! „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe“. Wie ist das „nahe“ zu verstehen? Ist das eine zeitliche oder räumliche Kategorie? Wusste er es selber nicht so genau? Sind es nicht widersprechende Bewegungen, einerseits Worte voller Ruhe, Gelassenheit, „kommt mit an einen einsamen Ort…….“, andererseits diese zügige Hinaufgehen nach Jerusalem, sozusagen in den Tod hinein, diese Ungeduld, dieses nicht Warten-Können, diese Wanderschaft? Eben begründet in diesem „nahe“? Ich verstehe das „nahe“ als Kategorie der persönlichen Entscheidung, als Kategorie der Verwirklichung der Freiheit. Der Inhalt der Botschaft JESU ist zeitlos, aber weil wir zeitliche Wesen sind, verwirklicht sich unsere Entscheidung nur in der zeitlichen Schritten und zeitlichen Erscheinungen. Und dies auch nur momentan und punktuell, denn Herr über uns selbst sind wir nur in der aktuellen Gegenwart. Die Vergangenheit ist uns bereits entzogen, wir können (und müssen) sie noch erinnern und neu aus der Gegenwart deuten, über die Zukunft verfügen wir nicht, deshalb bleibt uns allein die Gegenwart und das „nahe“. „Nahe“ ist der Inhalt der Botschaft JESU immer – siehe jetzt den Kommentar von C. NIEMAND in der LKZ vom „Zauber des Anfangs“ - sofern die Freiheit diesen Inhalt wählt und verwirklicht.

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