Wednesday 3. March 2021

6. Sonntag im Jahreskreis 14. 2. 2021

2. Lesung: 1 Kor 10, 31-11,1

 

Schwestern und Brüder!
10,31 Ob ihr esst oder trinkt oder etwas anderes tut:
Tut alles zur Verherrlichung Gottes! (….)


In 1 Kor 5-10 wird von Paulus auf konkrete Fragen zur Lebensgestaltung als Christen eingegangen. Zu verschiedenen Themen gab es kontroverse Auffassungen in Korinth. Deshalb wurde Paulus als Autorität durch Boten befragt und sandte im Brief seine Antworten dazu.

V. 31 ist das verallgemeinernde Fazit aus den vorangehenden Versen 23-30 und ohne diese missverständlich. Offensichtlich ist gemeint: Ob man fastet bzw. auf bestimmte Speisen oder etwa Alkohol verzichtet, kann und soll ebenso der Ehre Gottes dienen, wie wenn man es nicht tut. Mehr noch: Dies gilt für jede Handlung, wie nebensächlich sie auch scheint. Immer geht es um die Absicht dahinter, die Motivation, in der gehandelt wird. Alles ist Gabe Gottes, für die ihm Dank gebührt (V. 30). V. 32 zieht das zweite Fazit: Durch keine Handlung soll man Anstoß erregen, weder auf der einen noch auf der anderen Seite – was im Ernstfall viel Fingerspitzengefühl erfordert.

 

Evangelium: Mk 1,40-45

In jener Zeit

40 kam ein Aussätziger zu Jesus

und bat ihn um Hilfe;

er fiel vor ihm auf die Knie

und sagte:

Wenn du willst,

kannst du mich rein machen.

41 Jesus hatte Mitleid mit ihm;

er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:

Ich will – werde rein!

42 Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. (…)

 

Unter der diffusen Bezeichnung „Aussatz“ wurden nach Lev 13,1-46 ganz verschiedene auffällige Hauterscheinungen gefasst, die weder notwendig infektiös noch überhaupt krankhaft sein mussten. Nach Lev 13,46 wird der an Aussatz Erkrankte als unrein betrachtet und muss sich von anderen Menschen absondern, insbesondere um den Tempel bzw. den Kult nicht zu verunreinigen. Die Erzählung thematisiert darum weniger eine typische Krankenheilung als vielmehr die soziale und religiöse Reintegration eines isolierten Menschen. Jesus zeigt keine Berührungsängste (V. 41), obwohl er sich durch die Berührung des Aussätzigen selbst unrein macht. Von tiefem Mitleid gerührt, streckt er seine Hand aus und berührt den Aussätzigen, womit er die durch das Gesetz aufgerichtete Schranke zwischen Reinen und Unreinen durchbricht. Sogleich verschwindet der Aussatz und der nunmehr „reine“ Mann kann wieder zum Kult zugelassen und in die Gesellschaft eingegliedert werden; seine Isolation ist beendet.

(…) Mit allem Nachdruck wird dann der Geheilte zum Schweigen über seine Heilung durch Jesus aufgefordert.

Dieses für das Markusevangelium charakteristische „Geheimnismotiv“ bzw. „Messiasgeheimnis“ soll einem Missverständnis vorbeugen: Bei den Heilungstaten als Manifestationen der Vollmacht Jesu darf man nicht stehen bleiben; wer Jesus eigentlich ist, kann erst von Leiden, Tod und Auferstehung her verstanden werden. Der Geheilte freilich tut das Gegenteil: „Bei jeder Gelegenheit“ verbreitet er, was geschehen ist und wirkt so als Verkündiger Jesu.

Namenstage
Hl. Friedrich von Hallum, Hl. Islav, Hl. Katherine Maria Drexel, Hl. Kunigunde, Hl. Tobias Wasnack, Hl. Liberatus Weiß, Hl. Innozenz von Berzo
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