Thursday 9. July 2020

12. Sonntag im Jahreskreis 21. 6. 2020

 

1. Lesung: Jer 20,10-13
Jeremía sprach:

[7 Du hast mich betört, o HERR, und ich ließ mich betören;

du hast mich gepackt und überwältigt.

Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich.(…)]

10 Ich hörte die Verleumdung der Vielen: Grauen ringsum!Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen.

Meine nächsten Bekannten

warten alle darauf, dass ich stürze:

Vielleicht lässt er sich betören,

dass wir ihn überwältigen und an ihm Rache nehmen können. (…)

 

Jeremia fühlt sich betrogen wie ein verliebter Mensch, dem etwas vorgegaukelt wurde. Er hat ja seine Verkündigung nicht von sich aus angefangen, sondern auf Gottes Geheiß und in seinem Auftrag. Gott will durch Warnungen seinem Volk und vor allem dessen Verantwortlichen helfen, eine große Kriegskatastrophe abzuwenden. Aber der Prophet findet nicht nur kein Gehör, sondern wird auch noch verspottet, „angezeigt“ (V. 10) sowie rachsüchtig verfolgt (V. 10) und hereingelegt („betört“, vgl. V. 10, wie er sich auch von Gott in V. 7 „betört“ sieht!). Beim leidenschaftlichen Propheten ruft das starke Gefühle hervor. Auf den massiven Druck, den er als „Gewalt und Unterdrückung“ (V. 8) empfindet“, reagiert er mit heftigen Aggressionen und Rachegedanken.

Er schreit sie geradezu heraus. Freilich vertraut er diese Gott an und übt nicht selbst Rache. Dass Gott ihm solches Leiden zumutet und nicht zu seinen Gunsten einschreitet, irritiert ihn so sehr, dass er überlegt, seinen Auftrag aufzukündigen (V. 9), aber die Bindung an Gott ist so stark, dass er das nicht fertigbringt. Das innere Feuer dieser Gottesworte bewirkt, dass er sie weiter verkünden muss, mit allen üblen Folgen, die ihm daraus erwachsen. Er ist ganz allein in all der Feindseligkeit um ihn. Da sich die Gegner durch ihre Ablehnung des Gottesworts auch gegen JHWH-Gott selbst stellen, hofft Jeremia, dass dieser sie bestraft und ihm, der treu zu Gott gehalten hat, auf diese Weise auch die Treue hält. Er klammert sich an den Gott, den er immer schon als stärker erfahren hat als alle menschliche Macht, und an seine unverbrüchliche Treue. Jeremia redet sich selbst zu und vergewissert sich erneut: JHWH-Gott ist doch ein gerechter Richter, der seinem Propheten als (verfolgtem) Gerechten beistehen kann und wird, weil er das Innere der Menschen kennt und ihre Gedanken und Taten richtet

 

2. Lesung: Röm 5,12-15

 

Evangelium: Mt 10,26-33
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:

26 Fürchtet euch nicht vor den Menschen!

Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird,

und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.

27 Was ich euch im Dunkeln sage,

davon redet im Licht,

und was man euch ins Ohr flüstert,

das verkündet auf den Dächern!

28 Fürchtet euch nicht vor denen, (….)

die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können,

sondern fürchtet euch eher vor dem,

der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! (…)

 

Das Evangelium ist ein kurzer Ausschnitt aus der sogenannten Aussendungs- oder Jüngerrede (Mt 10), einer der fünf großen Reden Jesu im Matthäusevangelium: Bergpredigt Mt 5-7, Aussendungsrede Mt 10, Gleichnisrede Mt 13, Gemeinderede Mt 18, Gerichtsrede Mt 24-25. Der Anfang der Rede war das Evangelium vom 11. Sonntag im Jahreskreis (9,36-10,8), am 13. Sonntag folgt der Abschluss (Mt 10,37-42). Wie redet man zu Menschen, die mit Bedrängnis, ungerechtfertigter Verfolgung, Gewalt, ja vielleicht sogar mit dem Tod rechnen? Gerade deshalb ja das dreimalige „Fürchtet euch nicht!“, V. 26.28.31)

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