Wednesday 26. February 2020

2. Sonntag im Jahreskreis 19. 1. 2020


1. Lesung: Jes 49,3.5-6 1.
3 Der HERR sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel,an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will. (…)

 

2. Lesung: 1 Kor 1,1-3 1.

1 Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu,

und der Bruder Sósthenes

2 an die Kirche Gottes, die in Korínth ist –

die Geheiligten in Christus Jesus,

die berufenen Heiligen –,

mit allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus

überall anrufen, bei ihnen und bei uns.

3 Gnade sei mit euch

und Friede von Gott, unserem Vater,

und dem Herrn Jesus Christus!

Zunächst stellt PAULUS sich und sein Selbstverständnis vor: Er ist ein Berufener: nicht durch menschlichen oder gar eigenen Willen, sondern durch den Willen Gottes; nicht als Bote oder Mittler, sondern als „Apostel“, als „Gesandter“. Damit setzt er sich mit einem Kreis anderer Berufener gleich, der über die Zwölf hinausgeht. Solche Apostel wie er sind auch viele andere (vgl. Maria von Magdala in Joh 20 oder die „Siebzig“ in Lk 10). Außerdem ist Paulus berufen als Apostel nicht irgendeines Menschen, sondern Jesu Christi, also von diesem selbst gesandt. Vielleicht erachtet Paulus diese deutliche Aussage gleich zu Beginn als notwendig, ist doch seine Autorität nicht überall unumstritten. Als zweiten Verfasser nennt Paulus Sosthenes, einen vermutlich korinthischen Mitchristen. Dadurch soll deutlich werden, dass Paulus hier nicht seine Einzelmeinung ausdrückt, sondern für das ganze Verkündigungsteam spricht.
Adressiert ist der Brief an die „Kirche“ von Korinth. Dahinter steht das griechische Wort „ekklesia“, das nicht nur „Kirche“, sondern auch „Versammlung“ oder „Gemeinde“ meint. Von einer institutionellen „Kirche“ wie in modernen Zeiten ist hier noch nicht die Rede. Es geht um eine Heilsgemeinschaft, die sich im Kleinen wie im Großen manifestieren kann. Auch die „Kirche“ wird näher charakterisiert. Wieder steht die Verbindung zu Gott an erster Stelle: Die „Kirche“ ist Gottes Kirche. Wenn Paulus diese „Kirche“ danach als „die Geheiligten in Christus Jesus“ bezeichnet, hat das doppelte Bedeutung: Einerseits gesteht er der Gemeinschaft Heiligkeit zu, was sie, wie sich aus dem weiteren Briefverlauf erweisen wird, nicht unbedingt zu verdienen scheint. Andererseits erinnert er die selbstherrlichen Korinther*innen, dass sie ausschließlich in Christus Jesus geheiligt sind und nicht aus eigener Kraft oder Vollkommenheit. So wenig sich die Korinther/innen also im Einzelnen als „Heilige“ verhalten, so sehr sind sie es dennoch als Gemeinschaft – in Christus. Die dritte Näherbestimmung ist irgendwie eine subtile Provokation des korinthischen Selbstgefühls: Die Korinther/innen sind zwar zu Heiligen berufen, aber sie sind es nicht allein. Im Gegenteil: Alle, die den Namen Christi anrufen, teilen dieselbe Berufung. Stolz und Selbstüberhebung der Gemeinde von Korinth sind daher nicht angebracht. (kath. Bibelwerk, Stuttgart).

 

Evangelium: Joh 1,29-34

In jener Zeit

29 sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen

und sagte: Seht, das Lamm Gottes,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

30 Er ist es, von dem ich gesagt habe:

Nach mir kommt ein Mann,

der mir voraus ist, weil er vor mir war.

31 Auch ich kannte ihn nicht;

aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird.

32 Und Johannes bezeugte:

Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube

und auf ihm blieb. (…)

Namenstage
Hl. Adalbert, Hl. Dionysius, Hl. Mechthild, Hl. Ottokar (Odoakar) von Tegernsee, Hl. Ulrich, Hl. Alexander von Alexandrien
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