Wednesday 21. August 2019

Ostersonntag 21. 4. 2019

1. Lesung Apg 10, 34a. 37 – 43

In jenen Tagen

34 begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig,

jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht,

35 sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist,

wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. (…)

Die Apostelgeschichte ist eine missionarische Schrift. Lukas schreibt seine Apostelgeschichte aus der Perspektive des Heiligen Geistes. Petrus geht nach Cäsarea, Sitz der römischen Besatzungsmacht, in das Haus eines (ranghohen) Heiden, das er nach einer bestimmten Auslegung der Tora nicht hätte betreten dürfen, und er legt vor nicht-jüdischen Menschen ein „christliches“ Zeugnis ab. Umgekehrt suchen nicht-jüdische Menschen Gott und werden bei dieser Suche von eben jenem Geist Gottes geleitet, der den Petrus aufgefordert hat, in das Haus des Kornelius zu gehen. Und es ist noch einmal dieser Geist, der mit seinem Kommen die Rede des Petrus unterbricht und damit auch die Taufe ermöglicht. Die Grenzüberschreitungen sind geistgewirkt. Sie sind eine Fortsetzung des „Projektes Jesu“, das mit Pfingsten zu einem „Projekt des Heiligen Geistes“ geworden ist. Dieses Projekt stützt sich auf das Zeugnis jenes Kreises, mit dem Jesus nach seiner Auferweckung gegessen und getrunken hat. Auferstehung ist auf das Zeugnis angewiesen, denn das Zeugnis verleiht der Auferstehung geschichtliche Wirkkraft.

 

2. Lesung Kol 3,1-4

Schwestern und Brüder!

1 Seid ihr nun mit Christus auferweckt,

so strebt nach dem, was oben ist,

wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! (….)

 

Evangelium Lk 24,1-12

1 Am ersten Tag der Woche

gingen die Frauen

mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten,

in aller Frühe zum Grab.

2 Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war;

3 sie gingen hinein,

aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.

4 Und es geschah:

Während sie darüber ratlos waren,

siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. (….)

 

Nur Lukas erzählt, dass die Frauen die wohlriechenden Salben selber zubereitet haben (Lk 23,56; 24,1) und verstärkt damit noch den Liebesdienst, den sie an seinem toten Leib verrichten wollten. Zudem ist es Lukas wichtig zu betonen, dass die Frauen dabei den Sabbat eingehalten haben (23,56): Nicht nur Jesus hat nichts getan, was seine Hinrichtung hätte rechtfertigen können (Lk 23,4.13-16.20.22.41) – auch seine JüngerInnen leben in Übereinstimmung mit der Tora. Das Evangelium enthält zwar die Botschaft von der Auferweckung Jesu, endet aber trotzdem mit vielen offenen Fragen. Die erste Begegnung mit dem Auferweckten beschreibt Lukas erst anschließend in der Emmaus-Erzählung (24,13-35) – außerhalb Jerusalems, noch bevor sich der Auferweckte zunächst Simon (24,34) und dann allen in Jerusalem versammelten JüngerInnen zeigt (24,33.36-52)

Es ist ein Osterevangelium – und doch noch keine Begegnung mit dem Auferweckten selbst. Im Unterschied zu Markus (16,7) und Matthäus (28,7) wird eine solche Begegnung von den leuchtenden Gestalten im Grab nicht einmal angekündigt. Stattdessen fordern die beiden Männer die Frauen zu einem Erkenntnisprozess auf, der im Laufe der Zeit, Schritt für Schritt, zum Glauben an die Auferweckung Jesu und dann auch zur in tiefster Realität erfahrbaren Begegnung mit ihm führen wird. Diese noch verhaltene, ratlose (V. 4), erschreckte (V. 5), ungläubige (V. 11), verwunderte (V. 12) Stimmung sollte beim Vorlesen des Evangeliums zum Ausdruck kommen. Dieses Evangelium ist erst der erste Schritt auf einem langen Glaubens-Weg.

Namenstage
Hl. Pius X., Hl. Balduin, Hl. Gratia, Hl. Bernhard (Achmed), Hl. Maria (Zaida), Sel. Victoria Rasoamanarivo
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