Tuesday 23. April 2019

8. Sonntag im Jahreskreis 3. 3. 2019

1. Lesung: Sir 27,4-7Der Gelehrte Bin Sira um die Zeit 190 -175 v. Chr. vergleicht die „Weisheit“ der Welt mit der Gottesfurcht. Er kommt hier zu einer neuen, tiefen Menschenkenntnis:

4 Im Sieb bleibt, wenn man es schüttelt, der Abfall zurück;
so entdeckt man den Unrat eines Menschen in seinem Denken.

5 Der Brennofen prüft Töpferware

und die Erprobung des Menschen geschieht in der Auseinandersetzung mit ihm.

6 Den guten Boden eines Baumes bringt seine Frucht zum Vorschein;

so das Wort die Gedanken des Herzens.

2. Lesung: 1 Kor 15,54-58

Im letzten Teil seines Briefes an die Gemeinde in Korinth verdeutlicht Paulus die zentrale Bedeutung der Auferstehung für den christlichen Glauben und das Leben in der Nachfolge Christi. Wie die Auferweckung konkret geschieht, ist ohne Bedeutung. Die Glaubenden sollen ihre Hoffnung jedoch darauf setzen, dass sie geschehen ist und geschehen wird.

Schwestern und Brüder!

54 Wenn sich dieses Verwesliche mit Unverweslichkeit bekleidet

und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit,

dann erfüllt sich das Wort der Schrift:

Verschlungen ist der Tod vom Sieg.

55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? (….)

Evangelium: Lk 6,39-45
In jener Zeit

39 sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern:

Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?

Werden nicht beide in eine Grube fallen?

40 Ein Jünger steht nicht über dem Meister;

jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. (…)

Die Perikope heute ist kein einheitlicher Text. Es geht um verschiedenen Themen. Eine Sinnspitze liegt dann in dem Wort: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“

In unterschiedlichen Ansätzen werden die Menschen aufgefordert, sich selber zu prüfen, ihre Schwächen (und Stärken) zu erkennen und sich ihnen zu stellen, bevor sie anderen ihre Hilfe und Anleitung anbieten.

43 Es gibt keinen guten Baum,

der schlechte Früchte bringt,

noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt. (…)

Es ist wichtig, die Voraussetzungen zu klären, um einer Enttäuschung der Erwartungen und der Versuchung, andere (oder sich) zu verurteilen, vorzubeugen. Man darf von Disteln nicht erwarten, dass sie Feigen tragen.

Eine Stimmigkeit von innerem Seelenleben und äußeren Tun zeigt sich. Welch ein großer Psychologe und Menschenkenner muss Jesus gewesen sein!

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