Freitag 22. März 2019

6. Sonntag im Jahreskreis 17. 2. 2019


1. Lesung: Jer 17,5-8 Lesung aus dem Buch Jeremía.
So spricht der HERR:
Verflucht der Mensch, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt (…)

2. Lesung: 1 Kor 15,12.16-20

12 Wenn aber verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, (…)

 

Evangelium: Lk 6,17-18a.20-26

In jener Zeit

17 stieg Jesus mit den Zwölf den Berg hinab.

In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen (….)

 

Auszug aus der Papstmesse in Abu Dhabi: „Selig, die

Frieden stiften"

 

Es war das bisher größte christliche Ereignis auf der Arabischen Halbinsel: die Heilige

Messe mit Papst Franziskus in Abu Dhabi an diesem Dienstag. 180.000 Menschen in- und

außerhalb des Stadions nahmen nach Angaben der Ortskirche daran teil: katholische

Gläubige aus etwa 100 Nationen sowie an die 4.000 Muslime. In seiner Predigt rief der Papst

dazu auf

Wir dokumentieren hier im Wortlaut die Predigt von Papst Franziskus in Abu Dhabi in

amtlicher deutscher Übersetzung. (1. Teil)

 

Selig: Das ist das Wort, mit dem Jesus seine Predigt im Matthäusevangelium beginnt.

Und es ist der Refrain, den er heute wiederholt, gleichsam um in unserem Herzen vor allem

eine grundlegende Botschaft zu verankern: Wenn Du mit Jesus bist, wenn du wie die Jünger

von damals es liebst, seinem Wort zuzuhören, wenn du versuchst, es täglich zu leben, dann

bist du selig. Du wirst nicht selig sein, aber du bist selig: Das ist die primäre Charakteristik des

Lebens des Christen. Es stellt sich nicht als Katalog von äußeren Vorschriften dar, die man 

erfüllen muss, oder wie ein komplexes Gefüge von Lehren, die man kennen muss. Das ist es

nicht. Es bedeutet vielmehr, sich in Jesus als geliebte Kinder des Vaters zu wissen. Es

bedeutet, die Freude dieser Seligpreisung zu leben; es bedeutet, das Leben als

Liebesgeschichte zu begreifen, die Geschichte der treuen Liebe Gottes, der uns niemals

aufgibt und immer mit uns Gemeinschaft haben will. Hier liegt der Grund unserer Freude,

einer Freude, die uns keine Person auf der Erde und kein Lebensumstand nehmen kann. Es

ist eine Freude, die auch im Schmerz Frieden gibt, die schon jetzt jenes Glück vorauskosten

lässt, das uns für immer erwartet.

Liebe Brüder und Schwestern, begegnet euch in der Freude, ich bin gekommen, euch dieses Wort zu sagen: Selig!

 

Wenn nun Jesus seine Jünger selig nennt, so beeindrucken doch die Gründe der

einzelnen Seligpreisungen. In ihnen sehen wir eine Umkehrung des gewöhnlichen Denkens,

demgemäß die Reichen, die Mächtigen, die Erfolgreichen selig sind und von den Massen

bejubelt werden. Für Jesus hingegen sind die Armen, die Sanftmütigen, diejenigen, die auch

auf das Risiko hin, sich zu blamieren, gerecht bleiben, und die Verfolgten selig. Wer hat

Recht, Jesus oder die Welt? Um zu verstehen, schauen wir darauf, wie Jesus gelebt hat: arm

an Materiellem und reich an Liebe hat er viele Leben geheilt, aber sein eigenes nicht

geschont. Er ist gekommen, um zu dienen und nicht um bedient zu werden; er hat uns

gelehrt, dass nicht der groß ist, der hat, sondern derjenige, der gibt. Gerecht und sanftmütig

hat er keinen Widerstand geleistet und sich zu Unrecht verurteilen lassen. Auf diese Weise hat

Jesus die Liebe Gottes in die Welt gebracht. Nur so hat er den Tod, die Sünde, die Angst und

die Weltlichkeit selbst besiegen können: allein mit der Kraft der göttlichen Liebe. Bitten wir

heute hier gemeinsam um die Gnade, die Faszination zu verspüren, Jesus nachzufolgen, ihn

nachzuahmen, nichts anderes als ihn und seine demütige Liebe zu suchen. Denn hierin, in

der Gemeinschaft mit ihm und in der Liebe zu den Mitmenschen, liegt der Sinn des Lebens

auf der Erde. Glaubt ihr das? (….)

 

Ich bin gekommen, um euch danke dafür zu sagen, wie ihr das Evangelium lebt, das wir

gehört haben. Man sagt, dass zwischen dem geschriebenen Evangelium und dem gelebten

der gleiche Unterschied besteht wie zwischen der geschriebenen und der gespielten Musik.

Ihr kennt hier die Melodie des Evangeliums und lebt den Enthusiasmus seines Rhythmus. Ihr

seid ein Chor, der eine Vielfalt von Nationen, Sprachen und Riten umfasst; eine

Verschiedenartigkeit, die der Heilige Geist liebt und immer mehr in Harmonie bringen will,

um daraus eine Sinfonie zu machen. Diese freudige Polyphonie des Glaubens ist ein Zeugnis,

das ihr allen gebt und das die Kirche aufbaut. Mich hat beeindruckt, was Bischof Hinder

einmal sagte, nämlich, dass er sich nicht nur als euer Hirte fühlt, sondern dass ihr mit eurem

Beispiel oftmals Hirten für ihn seid.

Namenstage
Sel. Clemens August Graf von Galen, Hl. Elko, Hl. Lea, Hl. Lukardis, Hl. Basilius von Akara
Aus der Diözese
Kardinal Christoph Schönborn

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"Fünf Meter vor der Wand"

Bis zum Sommer gibt es rund 90 "Resonanztreffen" zum neuen Strukturvorschlag der Diözese. Am 13. März 2019 fand ein...
Evangelium von heute
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