Friday 3. April 2020
Pfarre Altenberg

Gedanken des Pfarrers zum Sonntag

5. Fastensonntag, 1. Passionssonntag

Aus der Lesung:
Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. (Ez 37, 14)

Fünfter Fastensonntag, 1. Passionssonntag,
29. März 2020

Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.

Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf den Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.

Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

ERSTE LESUNG

Ez 37, 12b-14

Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig

Lesung aus dem Buch Ezechiel.

12bSo spricht Gott, der Herr: Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf. Ich bringe euch zurück in das Land Israel.

13Wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

14Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe gesprochen, und ich führe es aus - Spruch des Herrn.

Psalmengebet: Ps. 121, GL 67

1 Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: *
Woher kommt mir Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, *
der Himmel und Erde erschaffen hat.

3 Er lässt deinen Fuß nicht wanken; *
dein Hüter schlummert nicht ein.

4 Siehe, er schlummert nicht ein und schläft nicht, *
der Hüter Israels.

5 Der HERR ist dein Hüter, *
der HERR gibt dir Schatten zu deiner Rechten.

6 Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden *
noch der Mond in der Nacht.

7 Der HERR behütet dich vor allem Bösen, *
er behütet dein Leben.

8 Der HERR behütet dein Gehen und dein Kommen *
von nun an bis in Ewigkeit.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit*
und in Ewigkeit. Amen.

Evangelium: KURZFASSUNG

Joh 11, 3-7.17.20-27.33b-45

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit

3sandten die Schwestern des Lazarus Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank.

4Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.

5Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.

6Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.

7Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.

17Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.

20Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.

21Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.

22Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.

23Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.

24Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.

25Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

26und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

27Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

33bJesus war im Innersten erregt und erschüttert.

34Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!

35Da weinte Jesus.

36Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!

37Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?

38Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.

39Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.

40Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

41Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.

42Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.

43Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!

44Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!

45Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Gedanken des Pfarrers:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Diese Botschaft nimmt schon die Osterbotschaft vorweg. Jesus zeigt sich als Herr über Leben und Tod, aber diese Auferweckung ist noch nicht endgültig, denn auch Lazarus ist wieder gestorben. Aber Jesus stiftet Hoffnung für Lazarus, für seine Schwestern und für alle, von denen es heißt, dass sie zum Glauben an ihn gekommen sind.

Die Lesung aus dem Buch Ezechiel erzählt von der schwierigen Situation, in der sich das Volk Israel durch die Verbannung in ein fremdes Land befand. Es war in Gefahr, alle Hoffnung aufzugeben und auf diese Weise zu sterben.

Der Prophet Ezechiel, der selbst von dieser Verbannung betroffen war, macht im Namen Gottes dem verzweifelten Volk im Namen Gottes Mut.

Wir können heuer das Osterfest nicht in der gewohnten Form feiern. Das, was fehlt, wird uns oft als wertvoller bewusst, als wenn wir es selbstverständlich haben.

Beides sei an diesem 5. Fastensonntag, dem 1. Passionssonntag, gegenwärtig:

Die Hoffnung, die der Prophet Ezéchiel dem verzweifelten Volk Israel gab,
und das Gebet Jesu: Ich danke, dir Vater, dass du mich erhört hast.

Jesus ist unser Fürsprecher bei Gott, seinem Vater, und der Vertreter der ganzen Menschheit, seiner Menschenschwestern und -brüder. Er trete für uns ein in dieser schweren Zeit:

  • Segne deine Menschheit, die unter der Last dieser Pandemie stöhnt und befreie sie davon.

  • Sei den Menschen in Italien und Spanien nahe und in allen Gegenden, die besonders betroffen sind.

  • Schütze auch uns alle hier in Österreich, die in großer Sorge um ihre Gesundheit und ihre Lebensgrundlage sind.

  • Nimm unsere Verstorbenen bei dir auf, besonders bitten wir dich für Leopoldine Leitner, die du zu dir gerufen hast.

Vater unser ...Gegrüßet seist du, Maria ... Ehre sei dem Vater und dem Sohn ...

Namenstage
Hl. Elisabeth Koch, Hl. Luitbirga, Hl. Richard, Hl. Thiento, Hl. Gandolf von Binasco, Hl. Aloisius (Luigi) Scrosoppi
Evangelium von heute
Joh - Joh 10,31-42 In jener Zeit hoben die Juden Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr...
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