Montag 25. September 2017

Katholische Jugend OÖ bot Flüchtlingen eine Herberge

Katholische Jugend OÖ gab Flüchtlingen eine Herberge in  „Joe’s Hinterhof“.

Von Mitte November bis 6. Dezember bot die Katholische Jugend OÖ (KJ OÖ) 14 Flüchtlingen, die in Österreich einen Asylantrag gestellt haben, eine Bleibe im Selbstversorgertrakt „Joe’s Hinterhof“. Denn ohne Hilfe aus der Zivilgesellschaft wären sie – trotz gestelltem Asylantrag – obdachlos.

Die vorwiegend jungen Männer hatten so für einige Wochen ihr eigens Bett zum Schlafen, sowie eine Dusch- und Kochmöglichkeit.

 

AsylwerberInnen landen auf der Straße

 

Caritas Direktor Franz Kehrer, MAS, zu den Hintergründen der Flüchtlings-Obdachlosigkeit in Österreich: „Seit einiger Zeit werden Menschen, die in Österreich einen Asylantrag stellen und in den Erstaufnahmezentren keinen Platz bekommen, ganz einfach auf die Straße „gestellt“. Ein großer Teil davon kann vorübergehend notdürftig in den bestehenden Transitquartieren für durchreisende Flüchtlinge unterkommen. Auch in Linz war das bis zur Schließung des Postverteilungszentrums neben dem Bahnhof die Notlösung. Denn diese Menschen dürfen nicht sofort in die Grundversorgungsquartiere des Landes – wo es aktuell in OÖ. auch freie Plätze gäbe. Sie müssen zuerst in einer Erstaufnahmestelle des Bundes die ersten Checks absolvieren und werden dann vom Bund in die Länderquartiere zugewiesen. Bei der Caritas Flüchtlingsbetreuungsstelle am Bahnhof stranden daher nun täglich bis zu 100 Menschen und mehr, die obdachlos sind und nicht wissen, wo sie die nächste Nacht verbringen sollen. Und wieder springt hier die Zivilgesellschaft ein: viele Privatpersonen haben sich gemeldet und beherbergen nun diese Menschen – darunter auch viele Frauen und Kinder – für eine oder zum Teil auch mehrere Nächte. Ein ganz herzliches Danke dafür.“

 

Katholische Jugend half mit Quartier aus


Die Katholische Jugend OÖ (KJ OÖ) sah Handlungsbedarf und stellte „Joe’s Hinterhof“ zur Verfügung. Ein engagiertes Team von Freiwilligen des KJ-Arbeitskreises Geschellschaftspolitik koordinierte die Unterbringung. Die Leiterin des Arbeitskreises, Stefanie Hinterleitner bedauert: „Aufgrund von Umbauarbeiten ist es uns leider nicht mehr möglich, „Joe’s Hinterhof“ weiterhin als Herberge anzubieten. Wir hoffen und pochen aber darauf, dass Bund und Land ihrer Verantwortung zur Unterbringung nachkommen und in dieser Situation nicht weiterhin die Zivilgesellschaft als Lückenfüllerin einspringen muss.“

 

Katholische Jugend OÖ gab Flüchtlingen eine Herberge in  „Joe’s Hinterhof“.

Von Mitte November bis 6. Dezember bot die Katholische Jugend OÖ (KJ OÖ) 14 Flüchtlingen, die in Österreich einen Asylantrag gestellt haben, eine Bleibe im Selbstversorgertrakt „Joe’s Hinterhof“. © Kath. Jugend OÖ

 

Das Postverteilungszentrums neben dem Bahnhof ist nun zwar wieder geöffnet, allerdings nur für Transitflüchtlinge. AsylwerberInnen sind weiterhin auf Hilfe von Privatpersonen und gemeinnützigen sowie kirchlichen Vereinen angewiesen.

 

Drehscheibe: Tageseinrichtung für obdachlose Asylwerber

 

Gemeinsam mit vielen Freiwilligen unterstützt die Caritas seit September Flüchtlinge am Hauptbahnhof Linz. Zu Beginn waren es täglich bis zu 2.500 durchreisende Flüchtlinge, die mit Lebensmitteln versorgt wurden. Inzwischen ist die „Drehscheibe“ am Bahnhof zu einer Stelle geworden, wo sich obdachlose AsylwerberInnen tagsüber aufhalten können. Dort erhalten die Menschen in warmes Essen, Freiwillige spielen mit den Kindern und organisieren verschiedene Aktivitäten und Ausflüge. Hilfe wird über die Facebook-Seite der Caritas koordiniert.

Kath. Jugend OÖ, Caritas


Flucht und Asyl: im Gespräch

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