Wednesday 14. April 2021

Fürchtet euch nicht!

 

Meine Seele ist stille in dir

Es ist eine schwierige Zeit, in der wir uns gerade befinden. Die Zahlen der täglichen Neuinfektionen mit Corona waren vor allem in den letzten paar Wochen besorgniserregend und haben jetzt einen neuen Lockdown notwendig gemacht. Wir verlieren aber nicht den Mut und bieten euch mit dieser Online-Freistund eine Alternative an, um trotzdem gemeinsam feiern zu können. In den Texten, die wir dafür ausgesucht haben, kommt zum Ausdruck, dass, wer auf Gott vertraut, immer wieder Hoffnung und Zuversicht aus dem Glauben schöpfen kann.

 

Ein zentrales Element jeder Freistund/Jugendvesper ist das gemeinsame Psalmgebet. Heute stehen dir vier Psalmen zur Auswahl – du kannst alle beten oder den auswählen, der gerade am besten zu dir passt. Mit der Antiphon wird das Psalmgebet sozusagen musikalisch umrahmt.

 

Liedtext:

1) Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Mich hält deine starke Hand. Auch im dunklen Tal der Angst bist du da und schenkst Geborgenheit.

Meine Seele ist stille in dir.

 

2) Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Du führst sicher an das Ziel. du kennst meinen nächsten Schritt und du weißt um die Gefahr der Nacht.

Meine Seele ist stille in dir.

 

3) Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Du bist da und richtest auf, wie der Regen dürres Land neu belebt und zum Erblühen bringt.

Meine Seele ist stille in dir.

 


 

Antiphon:

Mit dir überwinde ich die Stürme des Lebens

 

Liedtext:

Mit dir überwinde ich die Stürme des Lebens, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

Mit dir überwinde ich die Stürme des Lebens, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

 


 

Psalmen zur Auswahl

 

Psalm 23 – Der gute Hirte

Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.


Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. 
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.


Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und heimkehren werde ich ins Haus des Herrn für lange Zeiten.

Psalm 23

 

Psalm 62 – Vertrauen auf Gottes Macht und Huld

Bei Gott allein wird ruhig meine Seele, von ihm kommt mir Rettung.
Er allein ist mein Fels und meine Rettung, meine Burg, ich werde niemals wanken.


Wie lange stürmt ihr heran gegen einen Einzelnen, ihr alle, um ihn zu morden, wie gegen eine Wand, die sich neigt, eine Mauer, die einstürzt?
Ja, sie planen, ihn von seiner Höhe zu stürzen; Lügen ist ihre Lust. Mit dem Mund segnen sie, in ihrem Inneren aber verfluchen sie.


Bei Gott allein werde ruhig meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Er allein ist mein Fels und meine Rettung, meine Burg, ich werde nicht wanken.
Bei Gott ist meine Rettung und meine Ehre, mein starker Fels, in Gott ist meine Zuflucht.
Vertraut ihm, Volk, zu jeder Zeit! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Denn Gott ist unsere Zuflucht.


Nur Windhauch sind die Menschen, nur Trug die Menschenkinder. Sie schnellen empor auf der Waage, leichter als Windhauch sind sie alle.
Vertraut nicht auf Unterdrückung, verlasst euch nicht auf Raub! Wenn der Reichtum wächst, verliert nicht euer Herz an ihn!


Eines hat Gott gesprochen, zweierlei hab ich gehört: Ja, die Macht ist bei Gott
und bei dir, mein Herr, ist die Huld. Denn du wirst vergelten einem jeden nach seinem Tun.

Psalm 62

 

Psalm 91 – Unter dem Schutz des Höchsten Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen.

Ich sage zum Herrn: Du meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue.
Denn er rettet dich aus der Schlinge des Jägers und aus der Pest des Verderbens.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist seine Treue.


Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag. Fallen auch tausend an deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es dich nicht treffen.


Mit deinen Augen wirst du es schauen, wirst sehen, wie den Frevlern vergolten wird.
Ja, du, Herr, bist meine Zuflucht. Den Höchsten hast du zu deinem Schutz gemacht.
Dir begegnet kein Unheil, deinem Zelt naht keine Plage.


Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf junge Löwen und Drachen.
Weil er an mir hängt, will ich ihn retten. Ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.


Ruft er zu mir, gebe ich ihm Antwort. In der Bedrängnis bin ich bei ihm, ich reiße ihn heraus und bring ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben, mein Heil lass ich ihn schauen.

Psalm 91

 

Psalm 121 – Der Hüter Israels Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken; dein Hüter schlummert nicht ein.
Siehe, er schlummert nicht ein und schläft nicht, der Hüter Israels.


Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten zu deiner Rechten.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden noch der Mond in der Nacht.


Der Herr behütet dich vor allem Bösen, er behütet dein Leben.
Der Herr behütet dein Gehen und dein Kommen von nun an bis in Ewigkeit.

Psalm 121

 

Antiphon:

Mit dir überwinde ich die Stürme des Lebens)

 

Liedtext:

Mit dir überwinde ich die Stürme des Lebens, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

Mit dir überwinde ich die Stürme des Lebens, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.

 


 

Der Sturm auf dem See (Mk 4,35-41)

Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

 

Der Sturm auf dem See

 

„Worte der Ermunterung“

Ich finde, die Situation der Jünger im Boot lässt sich ganz gut mit der Situation vergleichen, in der wir uns gerade befinden. Corona ist über uns „hereingebrochen“ wie der Wirbelsturm, der das Wasser aufpeitscht und Wellen ins Boot schlagen lässt. Viele von uns sind (immer noch) verunsichert angesichts dieser Bedrohung. Verschiedenste Meinungen, oft nicht mehr als Halbwahrheiten, die durch die Medien verbreitet werden, sind da auch nicht unbedingt hilfreich. Und in vielen Punkten ist sich noch nicht einmal unsere Regierung einig, die versucht, durch immer neue Verordnungen die Situation in den Griff zu bekommen. Da kann man doch eigentlich nur verzweifeln, oder?


Aber es gibt zum Glück auch noch eine andere Seite der Geschichte. Während die Jünger im Boot am Rand der Verzweiflung stehen, schläft Jesus seelenruhig auf einem Kissen. Und nachdem sie ihn aufgeweckt haben, sorgt er mit wenigen Worten für Ruhe und Ordnung. Die Wogen glätten sich, die Gefahr ist gebannt. Die Fragen, die er an die Jünger richtet, könnten genauso gut für uns gelten: „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“


Das soll nicht heißen, dass ich automatisch vor jeder Gefahr geschützt bin, wenn nur mein Glaube stark genug ist – das zu denken wäre naiv. Aber es lebt sich leichter, wenn ich Sorgen auch einmal abgeben kann und darauf vertraue, dass Gott mir zu jeder Zeit beisteht. Jesus hat das Vertrauen und dadurch die nötige Gelassenheit, um sicher durch den Sturm zu kommen. Und dieses Vertrauen kann uns auch heute, angesichts der Corona-Pandemie helfen: Es ist gut und wichtig, dass wir alle unser Möglichstes tun, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, aber gleichzeitig dürfen wir auch darauf vertrauen, dass es nicht bis ins kleinste Detail in unserer Hand liegt. Es hilft niemandem, wenn wir an der Situation verzweifeln. Ich bin mir sicher: wenn wir bei aller Tragik einen kühlen Kopf bewahren, bleiben wir handlungsfähig und schaffen es gemeinsam, diese Herausforderung zu meistern.

Worte der Ermunterung

Interaktiver Teil


Was gibt mir Hoffnung? Worum bitte ich? Wofür sage ich „Danke“? Anstelle des freien Gebets kannst du deine Antworten auf diese Frage mit uns auf Mentimeter teilen.

 

Hier ist der Link dazu: https://www.menti.com/mcopp3hui3

Die Einträge werden dann als bunte WordCloud dargestellt.


Schon im ersten Lockdown im Frühling haben viele Menschen in ihren Familien jeden Abend eine Kerze angezündet und gemeinsam ein Vater unser gebetet. Wir laden dich jetzt ein, als Zeichen der Hoffnung ebenfalls eine Kerze anzuzünden und ins Fenster zu stellen und das Vater unser zu beten.

 

Interaktiver Teil

Segen – das Positive in den Alltag mitnehmen/einbauen

 

Gott segne dich, damit dir bei Tag die Sonne nicht schade,
noch der Mond in der Nacht,
damit dich am Tag die Nachrichten nicht erdrücken,
noch in der Nacht Traumbilder dich schrecken,
damit dich am Tag die Sonne wärmt
und der Mond in der Nacht freundlich in den Schlaf begleitet,
damit du bei Tag und Nacht behütet bist.

 

Gott segne dich, wenn du das Haus verlässt
und wenn du zurückkehrst,
wenn dir deine Pläne gelingen
oder wenn alles ganz anders wird,
denn Gott ist der Schatten über deinen Händen,
die etwas tun können, um Leben zu gestalten,
und die etwas unterlassen können,
wenn Warten das bessere Tun ist.

Segen

 

Sei behütet

 

Liedtext:

1) Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

 

Mitten in die graue Alltagswelt, die sang- und klanglos mich beengt, höre ich ein Lied, das mir gefällt und das mir Perspektiven schenkt.

 

Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht. Sei behütet.

 

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2) Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

 

Immer wenn wir auseinander geh´n, spür´ ich Trauer, fühl´ich mich allein. Und bis wir uns wieder wieder sehn, soll´n die Worte dein Begleiter sein.

 

Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht. Sei behütet.

 

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3) Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

 

Manchmal wenn ein Tag zu Ende geht, und die Nacht durch alle Ritzen dringt, spüre ich den Wind, der uns umweht und diese Zeilen mit sich bringt.

 

Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht. Sei behütet.

 


 

Bildquellen: kj oö - Region Kremstal; pixabay.com; freepik.com; unsplash.com
 
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