Tuesday 9. March 2021

Heiliger Abend

5. Adventfenster

Der Adventkalender ist leergeräumt, die Kerzen auf dem Adventkranz sind abgebrannt und die Kekserl aufgegessen. Eigentlich deutet alles darauf hin, dass etwas aufhört. Doch in Wirklichkeit fängt gerade etwas Besonderes an, der Heilige Abend – Jesus ist geboren. Das Warten auf die Geburt Jesu hat ein Ende.

 

In dem Lied „Wir sagen euch an“, dass uns im Advent beschäftigt hat, heißt es in jeder Strophe: „Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr - Schon ist nahe der Herr.

 

Nun ist der Tag gekommen, an dem der Herr nahe ist. Doch was heißt das in der heutigen Zeit? Wie sollen wir das verstehen: Schon ist nahe der Herr?

 

Dem Herrn nahe sein, kann so vieles bedeuten und jede/r muss selbst entscheiden, wann und wo das bei einem selbst zutrifft. Es gibt viele Momente und Augenblicke, nicht nur zu Weihnachten, wo man dem Herrn nahe sein kann.

 

Sei es die Liebe zu einem Menschen oder Tier, die Freundschaft zu einem besonderen Menschen, das Erblicken eines Regenbogens, der Gipfelsieg bei einer Bergwanderung, das Lächeln eines Kindes, das Miteinander in schwierigen Zeiten, das Trostfinden in einem Gebet, das Entzünden einer Kerze etc.

 

Überlege dir, was sind für dich so Momente wo der Herr für dich nahe ist?

 

Zwischen Krippe und Kreuz

Heute wie damals
geht die Liebe
von Haus zu Haus
und bittet um Einlass.

Wer nimmt sie auf?

Heute wie damals
macht die Liebe sich
klein, schwach, verletzlich
wie ein neugeborenes Kind.

Wer schützt sie?

Heute wie damals
verk
ündet die Liebe
ihre freudige Botschaft
vom Anbruch des Heils.

Wer ist bereit?

Heute wie damals
macht die Liebe sich
auf den Weg
zwischen Krippe und Kreuz.

Wer bricht auf, ihr zu folgen?

© Gisela Baltes

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