Saturday 25. January 2020

Große Unterschiede bei Erreichbarkeit von Oberösterreichs Regionen mit Öffentlichem Verkehr

Bei der Erreichbarkeit der Bezirke mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind die Unterschiede in Oberösterreich sehr groß, macht der VCÖ aufmerksam. Eine Studie der Österreichischen Raumordnungskonferenz zeigt, dass im Bezirk Rohrbach die Versorgung am geringsten ist und im Bezirk Linz Land am stärksten.

Die künftige Bundesregierung möchte mit einer Regionalverkehrsmilliarde und einer Mobilitätsgarantie das öffentliche Verkehrsangebot in den Regionen verbessern. Der VCÖ fordert die rasche Umsetzung. Verbesserte Linienangebote sind um nachfragebasierte Angebote wie Sammeltaxis zu ergänzen.  
 
"Der Verkehrsbereich kann seine Klimaziele nur erreichen, wenn auch in den Regionen weniger mit dem Auto gefahren wird. Dafür braucht es ein öffentliches Verkehrsangebot, das in vielen Regionen im Vergleich zu heute zu verbessern ist", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Eine im Jahr 2018 veröffentlichte Studie der ÖROK (Österreichische Raumordnungskonferenz) zeigt, wo der Aufholbedarf in Oberösterreich besonders groß ist. Im Bezirk Rohrbach erreichen nur ein Viertel der Bevölkerung das nächste regionale Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln in weniger als einer halben Stunde. Im Bezirk Urfahr-Umgebung waren es 38 Prozent an Schultagen, im Bezirk Schärding 44 Prozent, im Bezirk Steyr-Land 48 Prozent und im Bezirk Grieskirchen 49 Prozent. An schulfreien Werktagen ist das Angebot in etlichen Regionen nochmals geringer.
 
Der VCÖ weist darauf hin, dass im Bezirk Linz-Land das öffentliche Verkehrsangebot am stärksten ist. 87 Prozent erreichen das nächste regionale Zentrum innerhalb einer halben Stunde mit dem Öffentlichen Verkehr, der Bezirk Wels-Land weist mit 76 Prozent den zweithöchsten Wert auf und der Bezirk Eferding mit 71 Prozent den dritthöchsten.
 
Der VCÖ begrüßt es, dass die neue Bundesregierung einen Schwerpunkt auf die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs in den Regionen legt. Im Regierungsprogramm ist die rasche Umsetzung eines stündlichen, ganztägigen öffentlichen Verkehrsangebots in den Regionen durch Bahn, Bus sowie nachfragebasierte Angebote, wie Sammeltaxis und Gemeindebusse festgelegt. Mit einer Regionalverkehrsmilliarde soll das Angebot rasch verbessert und auch die langfristige Finanzierung gesichert sein.
 
Der VCÖ betont, dass es nicht zuletzt aufgrund der flexibleren Arbeitszeiten auch tagsüber und am Abend ein gutes öffentliches Verkehrsangebot für die Pendlerinnen und Pendler braucht. Gefordert sind auch die Gemeinden: Zersiedelung erschwert die Versorgung der Bevölkerung mit dem Öffentlichen Verkehr bzw. macht das Angebot teurer. "Die Zersiedelung ist zu stoppen, stattdessen sind die Ortskerne und die Nahversorgung zu stärken. Das macht auch die Orte wieder lebendiger, und stärkt die Gemeinschaft in der Gemeinde", weist VCÖ-Experte Gansterer auf weitere Vorteile hin.

VCÖ: Bezirk Rohrbach mit schlechtester Öffi-Erreichbarkeit in Oberösterreich (Anteil Personen, die an Schultag nächstes regionales Zentrum in weniger als einer halben Stunde mit öffentlichem Verkehr erreichen können - in Klammer an schulfreien Tagen)
 
Bezirk Rohrbach: 27 Prozent (26 Prozent)
Bezirk Urfahr-Umgebung: 38 Prozent (33 Prozent)
Bezirk Schärding: 44 Prozent (44 Prozent) 
Bezirk Steyr-Land: 48 Prozent (49 Prozent)
Bezirk Grieskirchen: 49 Prozent (49 Prozent) 
Bezirk Kirchdorf an der Krems: 51 Prozent (50 Prozent) 
Bezirk Vöcklabruck: 54 Prozent (51 Prozent) 
Bezirk Braunau am Inn: 54 Prozent (52 Prozent) 
Bezirk Perg: 61 Prozent (55 Prozent) 
Bezirk Freistadt: 61 Prozent (59 Prozent)
Bezirk Gmunden: 65 Prozent (60 Prozent) 
Bezirk Ried im Innkreis: 63 Prozent (61 Prozent) 
Bezirk Eferding: 71 Prozent (67 Prozent)
Bezirk Wels-Land: 76 Prozent (72 Prozent)
Bezirk Linz-Land: 87 Prozent (86 Prozent)
 
 
(Quelle: ÖROK, VCÖ 2020)
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