Wednesday 13. November 2019

Katholische EU-Bischöfe fordern mehr Umweltschutz

Die Bischofskommission COMECE verlangt von EU "ambitionierte Schritte", um ein Zusammenwirken von Handels-, Entwicklungs-, Klima- und Menschenrechtspolitik zu gewährleisten.

Die katholischen "Europa-Bischöfe" der EU-Staaten haben ihre Forderung nach einem fairen und inklusiven Umweltschutz bekräftigt. Dabei müssten auch die Schwächsten und die begrenzten Ressourcen der Erde berücksichtigt werden, teilten die Mitglieder der EU-Bischofskommission COMECE zum Abschluss ihrer dreitägigen Herbstvollversammlung in Brüssel mit. Das Recycling von Materialien sei in diesem Zusammenhang ebenso eine Notwendigkeit.
 

Fokus auf Nachhaltigkeit 

 
Vor dem Hintergrund der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung und der aktuellen Amazonien-Synode im Vatikan verlangten die Bischöfe "ambitionierte Schritte" von der EU, um ein Zusammenwirken von Handels-, Entwicklungs-, Klima- und Menschenrechtspolitik zu gewährleisten. Zudem müssten "verbindliche und effektive" Gesetze geschaffen werden, damit transnationale Unternehmen mit Sitz in Europa Menschenrechte sowie soziale und ökologische Standards einhielten. Diese müssten für die gesamten Lieferketten gelten, hieß es. Deutschland plant für seine EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020 einen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit in Lieferketten.
 
Die COMECE besteht aus delegierten Bischöfen der katholischen Bischofskonferenzen der 28 Mitgliedsstaaten der EU. Aus Österreich nahm Europa-Bischof Ägidius Zsifkovics an der COMECE-Versammlung teil. Bereits am Mittwochabend hatten die Bischöfe in der Brüsseler Kirche Notre-Dame du Sablon eine "Messe für Europa" gefeiert. Der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz, Kopenhagens Bischof Czeslaw Kozon, unterstrich dabei, dass es keine "schnellen und einfachen" Lösungen für den Klimawandel gebe. Das Christentum könne jedoch den Dialog zwischen den Menschen fördern und ein "fruchtbarer Beitrag" zur Gesellschaft sein.
 
Im Rahmen ihrer Vollversammlung sprachen die katholischen Europa-Bischöfe auch mit einem Vertreter der EU-Kommission über deren strategische Agenda unter der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die im Dezember ihr Amt antreten soll. Thema der Beratungen waren auch ethische Fragen im Zusammenhang mit der genetischen Veränderung von menschlichen Zellen. Auf der Agenda der Vollversammlung standen zudem die Europäische Datenschutzgrundverordnung und ihre Auswirkungen auf die Kirche.
 
(kathpress)
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