Wednesday 19. June 2019

Verbot von Plastiktüten: Afrika weltweit führend

Sie werden gekauft, benutzt und dann meist sofort weggeworfen. Plastiktüten werden global zu einem immer größeren Umweltproblem. Während die Europäische Union nur zögerlich Schritte in Richtung eines generellen Verbots macht, weht in Afrika ein anderer Wind. Bereits 34 afrikanische Länder bekämpfen derzeit den Gebrauch von Wegwerfplastik mit Verboten und oft mit strengen Gesetzen. Tansania und Kenia gehen dabei mit gutem Beispiel voran. 

Ab dem 1. Juni müssen TouristInnen, die Tansania besuchen möchten, sehr wachsam sein beim Packen ihres Reisekoffers. Am 16. Mai wurde die Implementierung der zweiten Phase des Plastiktütenverbots bekannt gegeben. BesucherInnen werden aufgefordert keine Plastiktüten mit sich zu führen, da sie diese ansonsten am Flughafen zurücklassen müssen.


Die erste Phase der Anti-Plastik Initiative Tansanias startete 2017. Um die Jugend und die Umwelt zu schützen, wurde die Herstellung und die Verbreitung von Plastiktüten verboten. Die zweite Phase richtet sich nun an TouristInnen. Der Vizepräsident Samia Suluhu gab bekannt: „Die Regierung möchte nicht, dass sich TouristInnen bei ihrer Reise unwohl fühlen aufgrund des Verbots. Trotzdem erwartet die Regierung, dass die BesucherInnen die kleinen Unannehmlichkeiten, die mit diesem Verbot einhergehen zu Gunsten der Umwelt akzeptieren.“

 

Es gibt Ausnahmen bezüglich des Plastiktütenverbots, im medizinischen, industriellen und landwirtschaftlichen Bereich, sowie im Bereich Abfallwirtschaft. Das Ziel Tansanias ist es jedoch gänzlich Plastiktüten-frei zu werden. Tansania ist nur eines der 34 afrikanischen Länder, dass den Gebrauch von Wegwerfplastik mit solchen Verboten, bekämpft.
Der afrikanische Kontinent ist weltweit führend bei den Verboten von Plastiktüten. 31 dieser Verbote wurden in Sub-Sahara Afrika erlassen, der ärmsten Region der Welt, wie Laura Parker vom „National Geographic“ im April berichtete.


Sauberer und grüner


Kenias Anstrengungen in diesem Gebiet, die 2017 starteten, haben sichtbar zu einem sauberen Land geführt. Laura Parker schreibt: „Tüten, die vorher von Bäumen hingen, sind viel weniger geworden, genauso wie zusammengeknüllte Plastiktüten, die Entwässerungssysteme blockiert und Moskitos angezogen haben.“


In Kenia sind die Strafen dafür das Verbot zu ignorieren weltweit am härtesten. Fabriken, VerkäuferInnen und VerbraucherInnen, die mit Plastiktüten erwischt werden, müssen mit einer Strafe von bis zu 38.000 Dollar rechnen oder sogar mit bis zu 4 Jahren Gefängnis. Es gab auch Widerstand gegen das Verbot und der Zwang ist allgemein ein Problem – Plastiktüten kursieren auch weiterhin trotz der möglichen Strafen. Trotzdem: In einem Land, das zuvor 100 Millionen Plastiktüten im Jahr benutzt und verbraucht hat, sind die Anstrengungen zur Reduktion sichtbar und scheinen sehr effektiv zu sein.

 

Mehr Informationen gibt es hier.

 

(weforum.org)

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