Mittwoch 15. August 2018

Bibelschule in Israel

Den Abschluss unserer Bibelreise bildet Jerusalem. Hier sind wir im Österreichischen Hospiz untergebracht. In den kommenden Tagen werden wir die Stadt, die für alle drei großen Weltreligionen von besonderer Bedeutung ist, kennenlernen.

30. April 2018: Übersiedlungstag nach Jerusalem

 

Auf der Fahrt von Tabgha nach Jerusalem machten wir am Jordan Halt, wo der Tradition nach Johannes der Täufer Jesus getauft hat. Nach einem Besuch in Qumran stand eine kurze Erfrischung im Toten Meer am Programm, ehe es nach Jericho weiterging, wo wir das Kloster der Versuchung besuchten, das einem Schwalbennest ähnlich hoch über Jericho an einem Felsen liegt.

 

Die letzten Tage unserer Bibelschule dürfen wir im Österreichischen Hospiz wohnen. Von hier aus werden wir die Stadt Jerusalem, die für alle drei großen Weltreligionen von besonderer Bedeutung ist, kennenlernen, nach Betlehem fahren und viele Orte und Stätten besuchen, die für uns Christen wichtig sind.

 

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3. Mai 2018: Besuch der Davidstadt

 

Nach dem Frühstück brachen wir am Vormittag mit unserem Tourguide auf und gingen vom österreichischen Hospiz im arabischen Viertel der „Altstadt“ durch das Löwentor in das Kidrontal.

 

Blick auf den Tempelberg

 

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4. Mai 2018: Besuch der Internationalen Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem

 

Yad Vashem
Yad Vashem
Yad Vashem
Yad Vashem

 


 

5. Mai 2018: Wüstentag

 

Am letzten Samstag in Israel, zwei Tage vor der Heimreise, machten sich einige aus unserer Gruppe auf, um eine Wüstenwanderung zu unternehmen.

Abgeschreckt von der Vorstellung bei heißen Temperaturen einen Schritt vor dem anderen setzen zu müssen, warfen schon einige im Vorhinein das Handtuch und so waren es nur drei Propädeutiker die sich gemeinsam mit dem Rektor, dem Spiritual und unserem Wüstenguide, dem Franziskaner P. Gregor, auf dem Weg machten.

Um nicht stundenlang nur Sand und Steine sehen zu müssen, wurde die Rute durch das Wadi Qelt gewählt, ein Tal, welches durch Quellen gespeist über die Hälfte der Strecke Wasser führt. Dadurch wurde uns nicht nur die Wüste, die trotz des Wassers den Großteil unseres Blickfeldes einnahm, vor Augen geführt, sondern auch eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Auch den in der Bibel erwähnten Klippdachs konnten wir entdecken. Aber auch einige biblische Erzählungen wurden mit Leben gefüllt: Das Fasten Jesu in der Wüste - Die Bedeutung von Wasser in so trockenen Gegenden - Die Winzigkeit eines Senfkornes im Vergleich zum späteren Baum - Die Erzählung vom guten Hirten, der 99 Schafe zurücklässt, um ein verirrtes zu holen (in unserem Fall ein Beduine, der auf dem Esel angeritten kam, um die eine zurückgebliebene Ziege zur Herde zu führen).

Auf dem Weg durchs Tal sahen wir, wie in den unterschiedlichen Jahrhunderten die Menschen Wasser von den Quellen in weiter entfernte Gebiete leiteten:

Überreste von Aquädukten noch aus der Zeit vor Jesus, rostige Metallrohre, die das Britische Protektorat gelegt hatte und die betonierten Aquädukte aus den letzten Jahrzenten, die Bauern und Beduinen gebaut haben (letztere führen noch Wasser und sorgen mit ihren Lecks für Grüne Streifen im sonst braunen Tal).

Kurz vor Jericho passierten wir noch das orthodoxe St. Georgs Kloster, welches mitten im Nirgendwo seine Stellung hält. Dann in Jericho angekommen, tranken wir genüsslich an einem Stand frisch gepressten Orangensaft, bis wir wieder abgeholt und nach Jerusalem gebracht wurden.

Michael S., Erzdiözese Wien

 

Wüstentag
Wüstentag
Wüstentag

 

 

`Ne „trockene“ G`schicht - Die Erfahrung eines Seminaristen in der Wüste

 

Wolken? Ich sehe keine mehr. Alles blau. Himmel. Es flimmert, meine Wahrnehmung wird getrübt. Ich spüre wie sich ein Schweißtropfen an meiner Stirn bildet und ihren natürlichen Weg nach unten bahnt. Hitze. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn, doch es bringt kaum etwas. Bibelschule. Die Sonne erhöht meinen inneren Druck. Hat Jesus dasselbe verspürt? Landschaft. Ich versuche die Umgebung mit meinem Auge zu erfassen. Eindruck sammeln. Wüste. Steinwüste. Alles erscheint in einem hellen, sandfarbigen Gelb. Mein Blick wird schärfer. Es lassen sich schroffe Felswände erkennen. In den Wänden sind Höhlen. Stehe ich oder gehe ich? Nein, ich lehne an einem Baum. Baum? Ein Baum in der Wüste? Tatsächlich, jetzt erblicke ich vereinzelt Grashalme. Mein Blick erfasst die unmittelbare Umgebung. Feiner Steinstaub, kleine Steine schmücken den Boden. Der Baum an dem ich lehne, ein mittelprächtiges Exemplar. Wie kommt er hierher? Wie kann er hier wachsen? Erst jetzt erblicke ich den kleinen betonierten Kanal, der ein paar Zentimeter Wasser führt. Plötzlich erinnere ich mich wieder, am Beginn des Weges wurden wir auf eine Quelle aufmerksam gemacht. Das Bächlein begleitete uns auf nahezu jedem Schritt. Wie konnte ich das vergessen? Verschwitzt. Eine Wüste mit Wasser? Gibt es denn sowas? Leben, dazu braucht es Wasser. Woher komme ich? Was brauche ich? Wer bin ich? Alpha und Omega, Anfang und Ende, egal welche Worte man gebraucht. Für mich als Christen ist es Christus Jesus, unbewegter Beweger, Ziel, Sinn, Liebe.

Lukas H., Diözese Linz

 

Wüstentag
Wüstentag

 


 

6. Mai 2018: Beit Dschala – Beit Sahur – Bethlehem

 

Der vorletzte Tag unserer Bibelschule führte uns – nach einer Fahrt mit dem lokalen Busunternehmen - ins palästinensische Autonomiegebiet. 

 

Betlehem

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7. Mai 2018: En Karem, Emmaus, Heimflug

 

Mit dem Besuch von En Karem, wo der Tradition nach Johannes der Täufer von Elisabeth geboren wurde und von Emmaus ging unsere Bibelschule in Israel zuende.

 

En Karem
En Karem
Emmaus

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