Mittwoch 19. Dezember 2018

Bibelschule in Israel

Nach einem Ausflugstag zu den Jordanquellen haben wir den zweiten Aufenthaltsort unserer Bibelschule in Tabgha erreicht. In den kommenden Tagen stehen die Evangelien und der Besuch vieler bekannter Orte des Wirkens Jesu am Programm.

 


 

25. April 2018: Übersiedlungstag nach Tabgha

 

Nach drei Wochen in Nazareth mussten wir unsere Koffer packen. Die Übersiedelung nach Tabgha an den See Genezareth stand am Programm. Der Weg dorthin führte uns über Safed und die Naturreservate Banyas und Tel Dan. 

 

Am 25. April sind wir nach der Messe und dem Frühstück bei den Rosary Sisters von Nazareth aufgebrochen. Bevor wir unser Ziel Tabgah anstrebten, besuchte wir Safed (hebr. Zfat) nordwestlich vom See Genezareth.

Die Stadt ist für das Judentum im hl. Land, besonders für die mystische Richtung Kabala, von Bedeutung. Nach der Diaspora siedelten sich vor ungefähr 500 Jahren die ersten Rabbiner an und bildeten vorerst dort einen neuen Sanhedrin, die höchste jüdische Religionsbehörde.

In der jüdischen Tradition zählt man Zfat zu den vier Städten, die die vier Elemente symbolisieren: Hebron, wo die Gräber der Patriarchen verortet sind, symbolisiert die Erde; Jerusalem, wo der Tempel und darin die Bundeslade waren, symbolisiert das Feuer; Tiberias, wo der Sanhedrin nach Zfat seinen Standort hatte und das am See Genezareth liegt, symbolisiert das Wasser; und eben Zfat, welches auf ca. 800m Höhe liegt, symbolisiert die Luft.

Bis zur Gründung des Staates Israel lebten Juden und Muslime friedlich Seite an Seite, nur durch eine Treppe, die ungefähr in der Mitte der Stadt ist, getrennt. Dann wurden die Muslime aus der Stadt vertrieben.

Heute ist Safed Zentrum der Kabala und zieht viele jüdische Künstler an. Bei unserem Besuch konnten wir zwei schöne Synagogen, eine aus der Kabala und eine Orthodoxe, von innen ansehen. In den Gassen bekamen wir einen guten Eindruck von der Kunst, die in Bildern, Modellen oder auch an den Mesusen zum Ausdruck kommt.

 

Besuch von Banyas
Synagoge in Safed
Synagoge in Safed
Synagoge in Safed
Besuch von Tel Dan
Besuch von Tel Dan

 

Von Safed wurden wir nach Dan, wo die Größte der drei Hauptquellen des Jordan entspringt, gebracht. Dort ist ein wunderschönes Naturreservat, durch das wir gehen und das wir genießen durften. Auf der höchsten Stelle dieses Gebietes hat man Überreste der Kulthöhe, die Jeroboam I. (vgl. 1. Könige 12, 29) errichten ließ, ausgegraben. So wurde ein visuelles Eintauchen in die biblischen Bücher möglich.

In nächster Nähe fand man auch Überreste von einer kleinen Stadt aus alttestamentlicher Zeit. An den Banyas-Quellen, die sich in Cesarea-Phillipi befinden, machten wir ebenfalls Halt. Dort konnten wir Reste von römischen Heiligtümern besichtigen, wo Jesus Petrus die bekannte Frage gestellt hat, für wen ihn die Menschen halten. (vgl. Mt. 16, 13-18) Genau diese Stelle vergegenwärtigten wir uns, wobei wir diesen hohen Felsen vor uns hatten und darunter eine relativ große Höhle, die in die Tiefen der Erde führt.

Die Banyas-Quellen entspringen im Hermongebirge, nordöstlich von Cesarea-Phillipi und kommen hier an die Oberfläche. Nach einem letzten kurzen Stopp am Wasserfall der Banyas-Quellen erreichten wir unser Ziel für die nächsten fünf Tage: Tabgha.

Lukas H., Diözese Linz


 

26. April 2018: Kennenlernen von Tabgha und See Genezareth

 

Am ersten Tag in Tabgha beschäftigten wir uns mit jenen Orten, von denen wir in den Evangelien immer wieder hören, dass Jesus hier gelebt, gebetet, gepredigt, Jünger berufen, Kranke geheilt und Wunder gewirkt hat.

Am Nachmittag unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth.

 

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27. April 2018: Besuch von Kafarnaum und die Primatskirche

 

Besuch von Kafarnaum

 

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28. April 2018: Berg der Seligpreisungen

 

Heute beschäftigten wir uns mit dem Matthäusevangelium. Eine der frünf großen Reden Jesu im Matthäusevangelium ist die Bergpredigt. Was passt da besser, als ein Besuch des Berges der Seligpreisungen. 

 

Berg der Seligpreisungen
Heilige Messe am Berg der Seligpreisungen
Berg der Seligpreisungen

 


 

29. April 2018: Besuch von Magdala

 

Im August 2009 wurden hier bei Grabungen die Überreste einer circa 120 m² großen antiken Synagoge mit Mosaikfußboden, umlaufenden Steinbänken und freskengeschmückten Wänden gefunden. Es handelt sich dabei um die älteste bekannte Synagoge aus der Zeit des Zweiten Tempels.

Die Legionäre Christi betreiben seit 2004 das Magdala Center, dessen Grundstein durch Papst Benedikt XVI. gesegnet wurde.

 

Magdala

 

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