Samstag 23. Juni 2018

Begegnung mit dem Judentum und dem Islam

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Bibelschule stand das Kennenlernen des Judentums und des Islam in den vergangenen Tagen auf dem Programm.

Wie die verschiedenen Religonen miteinander ins Gespräch kommen können, wie Verständigung und ein friedliches Miteinander möglich sind, erzählten uns Gäste, die sich seit vielen Jahren für den Interreligiösen Dialog einsetzen.

Imam Zekeriya Eser und Dr. Karl Pree

 

Am 6. und 7. März behandelten wir die Themen Ökumene und interreligiöser Dialog.

Dabei kamen auch externe Referenten zu uns, die versuchten, uns diese Thematiken besser zu erklären.

Unter anderem war auch Imam Zekeriya Eser (Solidaritätspreisträger der KirchenZeitung 2001) zu Besuch, der sehr eindrucksvoll über den Islam und vor allem auch über sein persönliches Leben als Moslem erzählte. Sein Begleiter, Herr Dr. Karl Pree, berichtete uns anschließend über ihre gemeinsame Vergangenheit und ihr besonders Engagement im Bereich des christlich-muslimischen Dialogs.

Ebenso schilderte uns am Vortag Frau Dr. Elisabeth Mikl ihre Erfahrungen mit Menschen anderer Konfessionen und Religionen in der Stadt Wiener Neustadt, wo sie auch gemeinsam mit anderen ein interreligiöses Forum einrichten konnte.

Seit 2011 treffen sich auf Anregung des „Referats für Vielfalt und Zusammenleben – MA7“ Vertreterinnen und Vertreter verschiedener christlicher und muslimischer Gemeinden und der Bahà’i-Gemeinschaft regelmäßig im „interreligiösen Forum“. Ziel ist es, den Blick für das Verbindende zu schärfen und konkrete Begegnungen in einem respektvollen Umgang zu ermöglichen.

 

Frau Dr. Elisabeth Mikl und Spiritual Dr. Stefan Ulz
Interreligiöser Dialog

 

Ein Besuch in der Synagoge in Linz wäre auch geplant gewesen, dieser Termin musste aber leider aus Krankheitsgründen verschoben werden. Dafür durften wird am Nachmittag Herrn Univ.-Prof. em. Dr. Franz Hubmann lauschen, der einprägsam über das Judentum referierte und unsere Fragen beantwortete: Wie wird der Schabbat gefeiert? Wie entsteht eine Torarolle? Wie wird man Jude? Was prägt jüdisches Leben? 

 

Prof. Dr. Franz Hubmann erklärt eine Torarolle
Prof. Dr. Franz Hubmann erklärt eine Torarolle
Prof. Dr. Franz Hubmann erklärt eine Torarolle

 

Zusammenfassend waren es sehr interessante und informative Tage, in denen man noch besser die anderen großen monotheistischen Religionen kennenlernen durfte und aus nächster Nähe Erfahrungen und neue Kenntnisse im Bereiche des interreligiösen Dialogs von authentischen Personen gewinnen konnte.

Unser Fazit: Dialog und Gespräch führen sind unerlässlich, um Vorurteile abzubauen und ein friedvolles Miteinander zu ermöglichen. Dabei ist ein bestimmtes Wissen um die eigene Religion unerlässlich, damit man sich auf die anderen überhaupt erst einlassen und Verbindungen herstellen kann. 

Thomas J., Diözese Eisenstadt und Rektor Münzner

 

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