Samstag 17. November 2018

Mochila de Esperanza – „Rucksack der Hoffnung“

Mit diesem besonderen Rucksack im Gepäck starten heuer im Juli wieder Maturantinnen und Maturanten der HTL Steyr in die wohl außergewöhnlichste Maturareise Österreichs: Sie reisen in die Slums von Lima in Peru und werden dort für die Kinder einen bereits heiß ersehnten Sportplatz errichten und weitere Projekte realisieren, bei denen Muskelkraft und HTL-Knowhow gefragt sind.

Während bei traditionellen Maturareisen Party und Chillen im Mittelpunkt stehen, gehen SchülerInnen und LehrerInnen an der HTL Steyr heuer wieder einen anderen Weg: Vor zwei Jahren machten sich die ersten SchülerInnen auf den Weg nach Peru und errichteten ohne Baugeräte eine 200stufige Betonstiege mitten im Slum. Das Medienecho in Peru und in Oberösterreich war enorm und das Projekt, eine Maturareise, bei der soziales Engagement, Kultur und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen, wird fortgesetzt.

 

Das kann sich sehen lassen

 

Dabei lernen die beteiligten SchülerInnen die Menschen persönlich kennen, für die sie während ihrer Schulzeit in Steyr viel Zeit zur Verfügung gestellt und Ideen entwickelt haben. Denn das Projekt „Rucksack der Hoffnung“ gibt es an der HTL Steyr mittlerweile seit dem Jahr 2013: Gemeinsam mit Religionsprofessor Hans Gruber, dem Initiator des Projektes, sammeln SchülerInnen und LehrerInnen an in vielen Aktionen Geld für die Kinder in den Slums von Lima: So wird an der Schule einmal in der Woche das Café „El Andino“ betrieben, am Schulschluss gerillt und Benefizveranstaltungen mit interessanten Persönlichkeiten veranstaltet. Soziales Engagement ist an der HTL Steyr keine einmalige Sache, sondern ein Bestandteil der Schulkultur. Der große Erfolg dieses Projektes kann sich sehen lassen: Mittlerweile konnte durch das Projekt nicht nur über 1250 Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden, sondern auch in die Infrastruktur einer Schule vor Ort investiert werden. So haben viele mittellose Familien in den Slums von Lima die Möglichkeit bekommen, ihre Kinder in die Grundschule zu schicken, deren Start die budgetären Ressourcen vieler Eltern schlichtweg übersteigt. Mit dieser Unterstützung aus Österreich freuen sich mit unvorstellbarer Begeisterung Kinder und Eltern auf den ersten Schultag, an dem überhaupt der Grundstein für Schulbildung gelegt wird, ohne die Menschen ein Spielball von Macht und Korruption bleiben. Deshalb ist Hilfe und Hoffnung, die von außen kommt, so wichtig: Denn ohne sie gibt es für diese Kinder wenig bis gar keine Möglichkeiten, ihre Lage selbst zu verbessern.

 

Über den Tellerrand blicken

 

Auch am schulfreien Pfingstmontag - mitten zwischen schriftlicher und mündlicher Matura - rückte eine Gruppe von MaturantInnen aus der HTL Steyr zu einer besonderen Aktion nach Linz aus: An diesem Tag weihte Bischof Dr. Manfred Scheuer im vollbesetzten Mariendom sieben Männer zu Ständigen Diakonen. Die Organisation der Agape am Domplatz für die hunderten Mitfeierenden übernahm eine Abordnung der Maturaklassen, die Tafelsammlung kommt dem Schulprojekt zugute. Eine schöne Verbindung zwischen der prächtigen Liturgie im Dom und dem Schulprojekt wurde für alle sichtbar: So wie Diakone dazu berufen sind, sich – neben Verkündigungsdienst und ihren Aufgaben in der Liturgie – notleidenden Menschen nach dem Vorbild Jesu Christi anzunehmen, so handeln auch die jungen Männer und Frauen aus Steyr: Sie schauen über den Tellerrand ihrer Lebenswelt hinaus und nehmen die Armut der Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel in den Blick. Aber nicht nur das: Sie scheuen auch nicht davor zurück, ganz konkret mit diesen Menschen in Kontakt zu treten und sich von deren Armut berühren zu lassen.

 

Link zum Projekt

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