Dienstag 12. Dezember 2017

„Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen“

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Der diesjährige „Meditative Spaziergang“ des Forums Christ und Wirtschaft fand am 4. März im ehemaligen Benediktinerstift Garsten statt, in dem seit 1857 eine Strafvollzugsanstalt untergebracht ist. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand – passend zum Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus ausgerufen hat -  die Gefangenenseelsorge.

Gudrun Schnaubelt und Georg Kamptner, beide im katholischen Seelsorgeteam für die Begleitung der Häftlinge zuständig, informierten in der Gefängniskapelle über ihre Arbeit: Die wichtigste Aufgabe besteht darin, die Insassen zum Leben zu ermutigen und ihnen beizustehen, wenn sie sich mit sich und ihren Taten auseinandersetzen, denn „Gott hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder“. Viele Häftlinge ringen mit ihrer Vergangenheit, erkennen ihre Schuld und suchen einen Weg, mit dieser Schuld umzugehen. Nicht wenige Gefangene erschrecken über sich selbst und sind froh, dass sie durch den Aufenthalt im Gefängnis eine Chance bekommen, sich zu verändern.

 

Die 50 TeilnehmerInnen besichtigten anschließend auch die Stiftskirche, die zu den schönsten Bauwerken des Hochbarocks in Österreich zählt und heute als Pfarrkirche dient. Pfarrassistent Stefan Grandy verwies auf die Besonderheiten der vor kurzem renovierten Kirche, z.B. die Stuckarbeiten und die Gobelins niederländischer Herkunft, die jetzt in der Fastenzeit mit Fastentüchern verhängt sind sowie die „Losensteiner Kapelle“.

 

Gespräch in der Gefängniskapelle mit den Gefangenenseelsorgern.
Stefan Grandy erklärt die Besonderheiten der Stiftskirche Garsten.
"Losensteiner Kapelle"

 

 

 

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