Wednesday 29. June 2022

"Immer sei sein Lob in meinem Mund!" Der Lobpreis in der Wort-Gottes-Feier.

Bericht zur Jahrestagung der Wort-Gottes-Feier-Leitenden 2022

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

 

Voller Freude blicken wir auf eine gelungene Jahrestagung der Wort-Gottes-Feier-Leitenden am Samstag, 21. Mai 2022 zurück.

 

Knapp 60 Personen waren der Einladung gefolgt: ehrenamtliche Tätige aus den Pfarren, LeiterInnen von Wort-Gottes-Feiern, Seelsorgeteam-Liturgie-Verantwortliche, PGR-Mitglieder, Interessierte am Thema. Michael Zugmann, Leiter des Liturgiereferats, stellte an den Beginn der Veranstaltung seinen Dank – vor allem Dank allen Ehrenamtlichen, die so viel und so Gutes durch ihr Engagement in ihren Pfarren bewirken. Gerade im Bereich der Liturgie eröffnen sie oft anderen Begegnungsräume, ermöglichen, dass Menschen Gott begegnen können.

 

Farben

 

 

 

Die Jahrestagung beschäftigte sich in diesem Jahr mit dem sonntäglichen/festtäglichen Lobpreis, als wichtiges Element in der Wort-Gottes-Feier am Sonntag. Univ.-Prof. Dr. Ewald Volgger OT ging zunächst von der menschlichen Grunderfahrung aus: In Beziehung mit anderen Menschen, wäre es unangenehm, wenn da immer zuerst die Bitte stünde. Zuerst ist es das dankbare Wahrnehmen, dass der andere da ist, zuhört, einem begleitet…

 

Auch als Glaubende haben wir diese Grundhaltung, jene des Danks. Prof. Volgger zeigte anhand von biblischen Beispielen auf, dass sich das Volk Gottes immer wieder Gottes wohlwollende Mitgehen durch die Geschichte hindurch vor Augen führte, um daraus eine Konsequenz für das Handeln im Heute zu ziehen und um Gott zu loben und zu preisen.

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Eine der Quellen des Lobpreisgebetes in der Wort-Gottes-Feier ist dieses grundsätzliche Lobgebet, dass unsere jüdischen Schwestern und Brüder ganz selbstverständlich pflegen: Gott zu loben, für alles, was einem Gutes widerfährt. Und so blicken viele der Lobpreisgebete im Feierbuch „Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Festtage. Trier 2004“ zunächst auf Schöpfung, auf Gottes Handeln durch die Geschichte hindurch, auf Jesus Christus und auf die Geistsendung.

 

Eine zweite Quelle für den sonntäglichen Lobpreis in der Wort-Gottes-Feier ist das Lob des Sonntags. Im Judentum gibt es eine besondere Begrüßung des Feiertags, des Schabbats. Am Vorabend öffnet der Synagogendiener die Tür, alle blicken dann zur Tür, um zu bekunden, dass „Königin Schabbat“, der Schabbat also personifiziert vorgestellt, nun eintreten wird. Bei unserer Jahrestagung „spielte“ Prof. Volgger ganz anschaulich diesen Ritus „nach“: Er schaffte es, dass alle mit ihm gespannt zur Tür der Aula blickten, als er sie geöffnet hatte. Voller Erwartung stellten sich alle die Frage: Wer kommt? Diese Szene wird den TeilnehmerInnen gewiss in Erinnerung bleiben. Und damit auch der Gedanke: Was bedeutet uns der Sonntag? Wie sehr freuen wir uns auf den Sonntag?

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

 

Vor allem die Texte des Schweizer Buchs für die Wort-Gottes-Feier kennt sehr viele Lobpreis-Gebete, die ein Lob auf den Sonntag formulieren. Das Schweizer Buch ist zwar nur für die deutschsprachige Schweiz gültig. Es können aber einzelne Elemente für unsere Wort-Gottes-Feiern herangezogen werden. Dazu steht auch ein entsprechendes, hilfreiches Beiblatt zur Verfügung[1].

 

Am Nachmittag der Jahrestagung wurde dann noch stärker praktisch gearbeitet. Dank der Anwesenheit von Kirchenmusikreferent, MMag. Andreas Peterl, konnten viele Kehrverse, die den Lobpreis strukturieren, gesungen werden. Auch verschiedene Glorias wurden ausprobiert und es wurde überlegt, welches Gloria zu welchem Kehrvers passt und wie die Überleitung am Ende des Lobpreis-Gebets hin zu diesem sehr alten und sehr wertvollen Hymnus, dem Gloria, am besten gelingt.

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Am wichtigsten erschien wohl bei dieser praktischen Übungssequenz, dass sowohl der/die Leitende ihren Part mit einer gewissen Dichtheit vorträgt, als dass auch die Gemeinde sich mitnehmen lässt. Sie soll sagen können: „Du sprichst so viel von den Wohltaten Gottes. Lass uns doch einstimmen in diesen Lobpreis!“, um dann jeweils nach den Strophen ohne lange Pause in einen sich wiederholenden Ruf einzustimmen.

 

Bei der abschließenden Wort-Gottes-Feier in der Kirche des Priesterseminars war der Lobpreis spürbar ein zentrales Element, ein Höhepunkt, der nach dem Hören und Bedenken der Schriftstellen als Antwort aller Mitfeiernder erlebbar war. Univ.-Prof. E. Volgger OT stand der Wort-Gottes-Feier vor und hatte, am Gedenktag des Sel. Franz Jägerstätter einen Lobpreis gewählt und formuliert, der die Seligpreisungen aufgriff.

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Im Jahr 2023 wird die Jahrestagung der Wort-Gottes-Feier-Leitenden sich mit einem besonderen Schatz aus der Bibel beschäftigen: mit dem Buch der Psalmen. Dazu ist Frau Univ.-Prof.in Dr.in Susanne Gillmayr-Bucher als Referentin eingeladen. Der Termin ist: 3. Juni 2023.

 

Mag.a Barbara Thielly

Liturgiereferentin,

Verantwortliche für die Aus-/Fortbildung von Wort-Gottes-Feier-Leitenden

 

[1] Im Behelfsdienst der Diözese Linz zu beziehen.

 

Hier noch einige weitere Eindrücke von der Jahrestagung 2022:

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

 

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

Jahrestagung zum Lobpreis in der WGF

 

 

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