Wednesday 19. June 2019

Katholische Kirche in Wels feiert neue Wege

Dekanatsprozess - Festakt am 10. Mai 2019

Der Festakt zum Thema „Welsweit feiern“ in der St. Franziskus-Kirche markierte das Ende eines zweijährigen Nachdenkprozesses der Katholischen Kirche in Wels.

Am Schluss der Veranstaltung war vielen bewusst: Die Zukunft braucht eine menschennahe Kirche in der Stadt. Eine Kirche, die dort ist, wo die Menschen sind!

Schon vor 2 Jahren war den Verantwortlichen klar: Es braucht neue Wege der Seelsorge und des Zusammenarbeitens! Der offen angelegte Prozess unter dem Motto „Welsweit denken – Welsnah handeln“ richtete den Blick auf ganz Wels und ließ über den Tellerrand der einzelnen Pfarren und kirchlichen Einrichtungen schauen. Dechant Peter Neuhuber freut sich: „Die Mitwirkenden entwickelten neue Wege für das Christ/Christin-Sein in Wels. Diese sollen nun verstärkt beschritten werden. Der Dekanatsrat, das Entscheidungsgremium der hauptamtlich bzw. ehrenamtlich Engagierten, wird für die Umsetzung Sorge tragen.“

(Der "Rote Faden" des Prozesses wird von Dekanatsassistentin Irmgard Lehner an den Dekanatsrat weitergegeben. Foto: Anton Achleitner)


In Zukunft wird es mehr Zusammenarbeit bei Veranstaltungen geben. Dadurch entstehen Synergien und Entlastung. Nicht mehr jede Pfarre beispielsweise wird alles wie bisher anbieten. Attraktive spirituelle Angebote zu vernetzen, hat man sich zum Ziel gesetzt. Ein Lastenrad wird verstärkt für Aktionen in Wels als Kirchen.Rad für „Seelsorge UNTERWEGS“ genutzt.

(Dechant Peter Neuhuber, Dekanatsassistentin Irmgard Lehner und René Prinz-Toifl von der Steuerungsgruppe präsentieren des Kirchenrad für "Seelsorge unterwegs". Foto: laumat)

Es wird ein neues Jugendhaus geben, wo junge Menschen Beheimatung erleben dürfen und von dem auch Impulse in die öffentlichen Räume der Stadt und die Schulen gehen. Die Kooperation im sozialen Handeln zwischen kirchlichen Orten wie Pfarren, Regionalcaritas, Treffpunkt Mensch&Arbeit und zivilgesellschaftlichen und öffentlichen sozialen Einrichtungen soll weiter wachsen. Auch in puncto Öffentlichkeitsarbeit braucht es mehr Investitionen.

Besonders freute auch die Teilnahme einer Vertretung der Evangelischen Kirche in Wels, die das gemeinsame geschwisterliche Unterwegs-Sein als Christinnen und Christen in Wels zum Ausdruck brachte.

Die Direktorin der Abteilung Pastorale Berufe der Diözese Linz, Mag. Brigitte Gruber-Aichberger, wertschätzte die innovativen Ideen der Katholischen Kirche in Wels und betonte den Mut zur Veränderung. Auch im Rahmen der strukturellen Veränderungen der gesamten Diözese begrüßte sie die lokalen Neuerungen in Wels!

Am Ende der Veranstaltung war vielen bewusst: Die Zukunft braucht eine menschennahe Kirche in der Stadt. Eine Kirche, die dort ist, wo die Menschen sind!

(Gespannt warteten viele Interessierte auf die Präsentation der Ergebnisse. Foto: laumat)

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