Wednesday 14. April 2021

Der Dekanatsweg „Seelsorge gemeinsam gestalten“

Weg

So orientiert sich das Dekanat Schärding in der aktuellen Umbruchssituation der Katholischen Kirche. 

Hintergrund

 

Die Kirche ist in einer gravierenden Umbruchsituation. Die einzelnen Pfarren spüren deutlich: Selbstverständlichkeiten brechen weg, der Gottesdienstbesuch nimmt ab, immer mehr Pfarren haben keinen eigenen Priester mehr vor Ort usw. Es gibt viel Kritik an/in der Kirche, Diskussionen und Reformforderungen an die Kirchenleitung usw.

 

Vor allem der Priestermangel stellt die einzelnen Diözesen vor große Herausforderungen: Wie kann dennoch die Seelsorge in den einzelnen Pfarren gesichert werden? Es werden verschiedene Strategien verfolgt: In manchen Diözesen werden Pfarrverbände installiert, in anderen Pfarren zusammengelegt zu Großpfarren usw.

 

Die Diözese Linz hat im Prozess „Seelsorge in der Zukunft“ drei Grundsätze festgelegt:

  • Gemeinden sollen leben: in und als Pfarrgemeinden, als kategorielle Gruppen, als Personalgemeinden.
  • Die Gemeinden sind Subjekt der Seelsorge, die Menschen sind Subjekt.
  • Gemeinden stehen in Beziehung zu anderen Gemeinden, zur Diözese, zur Weltkirche.

Diese Leitsätze führten zur Entscheidung, dass die Pfarren bestehen bleiben sollen.

 

Es liegt aber auf der Hand, dass gerade jetzt, da sich immer mehr Pfarren einen Seelsorger teilen müssen, die Pfarren mehr zusammenarbeiten müssen. Das ist einerseits eine organisatorische Notwendigkeit, bringt jedoch viel mehr Chancen, wenn die Betroffenen gemeinsam nach neuen Wegen suchen. Allen Getauften ist der Hl. Geist zugesagt, deshalb sind sie kompetent.

 

Dekanatsweg „Seelsorge gemeinsam gestalten“ im Dekanat Schärding

 

Das Dekanat Schärding hat sich im Jahr 2010 für einen intensiven Gesprächsprozess unter dem Namen „Seelsorge gemeinsam gestalten“, entschieden. Dazu wurde der Dekanatsrat, (die Versammlung aller hauptamtlichen Mitarbeiter sowie von Vertretern der Pfarrgemeinderäte) erweitert um Vertreter aller kirchlichen Initiativen im Dekanat wie Religionslehrer, Caritas, Krankenhaus- und Altenheimseelsorge, Kath. Jugend usw. Von Juni 2010 bis Juni 2011 wurden, begleitet von zwei Gemeindeberatern, in mehreren Sitzungen, einer eineinhalbtägigen Klausur und verschiedenen Arbeitsgruppen die heutigen Herausforderungen für die Pfarren und kirchlichen Einrichtungen besprochen. Im Juni 2011 wurden untenstehende Beschlüsse gefasst, im September ein Fest der TeilnehmerInnen gefeiert.

 

Im Juni 2011 wurde folgendes beschlossen:

  • Errichtung einer Homepage des Dekanates Schärding zur Erleichterung der Kommunikation und Information mit Start am 1. Oktober 2011.
  • Mehr pfarrübergreifende Informationen in den Pfarrblättern.
  • Ein monatliches alternatives Gebet als „spirituelle Mitte“. Unter dem Namen OASE wird jeden 1. Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Schärding dazu herzlich eingeladen.
  • Angebot der Dekanatsleitung, die Pfarrgemeinderäte zu besuchen, um zu erörtern, was die jeweilige Pfarre zum Leben braucht und wie Unterstützung gegeben werden kann.
  • Eine Resolution an den Bischof, sich für die Zulassung von Frauen zum Diakonat einzusetzen.
  • Erstellung einer Rahmenbroschüre für Neuzugezogene, die allen Pfarren zur individuellen Adaptierung zur Verfügung gestellt wird
  • Zusammenlegung von Pastoralkonferenz und Dekanatsrat zu einem Gremium, geleitet von einer gewählten Dekanatsleitung.

Nicht nur, dass einige Initiativen beschlossen wurden, machte den Dekanatsweg sinnvoll, sondern ebenso das Kennenlernen von MitarbeiterInnen anderer Pfarren oder Bereiche, das Verstehen von unterschiedlichen Situationen, das Sehen von ähnlichen Problemen bei anderen usw. Das kann helfen, die kommenden Herausforderungen für die Kirche in unserem Dekanat zu bewältigen.

 


 

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Berichte zur Visitation im Dekanat Schärding
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