Wednesday 16. June 2021
Dekanat Perg

Abschlussgottesdienst im DSG Machlandstadion Perg

 

mit Bischof Manfred Scheuer

und den Visitatoren

Abschlussgottesdienst mit den Visitatoren – volle Ränge im Machlandstadion

 

 

Das Wetter war nicht gut – die Stimmung im DSG-Machland -Stadion sehr gut.

Mit fast 600 Gläubigen des Dekanats feierten Bischof Dr. Manfred Scheuer, Bischofsvikar Willi Vieböck und Generalvikar DDr. Severin Lederhilger den Dankgottesdienst. Ein großer Chor mit 58 Sängerinnen und Sängern, gebildet aus dem Chor der Pfarren Pergkirchen und Mauthausen und dem Perger Kirchenchor gestalteten mit ca. 100 MinistrantInnen die Messe „So weit der Himmel ist“ von Alfred Hochedlinger. Ein Bläserensemble der Stadtkapelle Perg unterstützte die SängerInnen unter der Leitung von Andreas Holzer. Alfred Hochedlinger begleitete am Klavier, Kantor war Martin Kapplmüller.

 

 

In seiner Predigt – bei der es ihn (so wörtlich) „etwas abgetragen hat“ – spannte Bischof Manfred einen Regenbogen von Jesus, dem guten Hirten über Ignatius von Loyola zu uns heute. Einige Gedanken, die ihm und uns wichtig sein sollten:

Jesus ist der gute Hirte, wir sind seine Schafe. Die Schafe hören auf ihren Hirten. Auf wen hören wir? Wenn wir Jesu Geist, seiner Stimme folgen, werden Freude, Friede und Leben wachsen. Jesus ist Freund des Lebens. Auf Christus schauen, das führt zu einem Mehr an Leben und Freude. Die Visitatoren haben in dieser Woche das Teilen des Lebens, Alltags und Glaubens erfahren. Es geht nicht nur um Verwaltung, sondern darum, in der Kirche geborgen zu sein und sich zu engagieren. Wir sind verantwortlich für andere, wie auch Kain für seinen Bruder verantwortlich war. Jeder ist Hirte für den anderen. Wir alle sind dazu berufen.

 

 

Wir sind zur Heiligkeit berufen, d. h. Gott nicht aus den Augen zu verlieren. Die Talente sollen wir so nützen, dass andere etwas davon haben, dass Gesellschaft und Gemeinschaft aufgebaut werden. Die Kirche ist kein Einheitsbrei. Sie ist ein Regenbogen.

Der Regenbogen enthält die Farbe Rot: Rot steht für den Heiligen Geist und die Freude. Gelb für Geschwisterlichkeit, Blau für Kirchenrecht und Struktur. Und dann kommt noch die eigene Färbung dazu (Lust und Frust an der Kirche).

Bischof Manfred wies auch darauf hin, dass es verschiedene Geschwindigkeiten gibt. Wir sind nicht alle gleich schnell unterwegs und sollen die nicht aus dem Blick verlieren, die hinten nachhinken. Stellen wir uns die Frage: Können und wollen wir miteinander? Ignatius von Loyola sagte schon: Jeder soll eher die Meinung des anderen retten als verurteilen. Wenn Gott Mensch wurde, ist das Zeichen der Sympathie: Ich mag dich. Diese Sympathie soll in der Kirche spürbar sein.

Zum Regenbogen gehört das rechte Maß. Es braucht eine work – life – balance zwischen Engagement und Gelassenheit, damit es nicht zur Überforderung, Ausgebrannt Sein und Konkurrenz kommt. Es braucht auch eine Fehlerfreundlichkeit.

Bischof Manfred machte auch Mut zur Veränderung und zitierte dazu Lothar Zenetti: Frag hundert Katholiken was das wichtigste ist in der Kirche. Sie werden antworten: Die Messe. Frag hundert Katholiken was das wichtigste ist in der Messe. Sie werden antworten: Die Wandlung. Sag hundert Katholiken, dass das wichtigste in der Kirche die Wandlung ist. Sie werden empört sein (und sagen): Nein, alles soll bleiben wie es ist! Im Wandel stecken neue Chancen. Wir sollen nicht an Strukturen hängen bleiben, wir müssen das Innere auch verwandeln. Kontemplation und Gebet eröffnen die Reise nach innen.

Gott ist auch an „Fremdorten“. Er erscheint an Wegkreuzungen, auf Wegen, die uns nicht vertraut sind. Die Kirche soll in die Nacht der Menschen hineingehen. Was kann Kirche für die jungen Menschen tun? Es braucht eine Grundhaltung der Verletzbarkeit in unserer Gemeinschaft.

Lektoren und WortgottesfeierleiterInnen aus dem gesamten Dekanat gestalteten den Gottesdienst mit.

 

 

Zum Schluss bedankte sich Bischof Manfred dafür, dass an vielen Orten gelebt, geliebt und geglaubt wird, dass einander ein Ansehen gegeben wird. Weil Jesus unser guter Hirte ist können wir voll Vertrauen sagen: Weil du (Jesus) mich anschaust, deshalb lebe ich, deshalb kann ich auch lieben.

Die Visitatoren und Andreas Kaltseis wurden für ihr Dasein in Perg mit einem Korb, voll mit Produkten aus der Region beschenkt – damit sie noch eine Zeit lang an diese Woche zurückdenken.

 

Im Anschluss an den Festgottesdienst gab es noch heiße Würstel und Getränke, die von den Mitgliedern der DSG vorbereitet worden waren und serviert wurden. Ein Dank dieser Sportgemeinschaft, die es durch ihre großartige Arbeit und Unterstützung ermöglicht hat, ein Fest – trotz schlechter Wetterlage - für so viele Besucher auszurichten.

Als „Mitbringsel“ vom Dekanat Perg bekam Bischof Dr. Manfred Scheuer eine Spende für die Renovierung des Mariendoms in Linz. Es wurden Domwein und Schokopralinen verkauft, deren Reinerlös zur Finanzierung der Bauarbeiten verwendet wird.

 

 

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