Sunday 20. June 2021

Pfarre Sigharting

Hauptstraße 5

4771  Sigharting

Tel. 07766 3160

E: pfarre.sigharting@dioezese-linz.at

www.dioezese-linz.at/pfarre/4392

 

KANZLEIZEITEN: ab 1. Juni 2017

Mi. 08:00 - 12:00 Frau Herta Schmidtseder

Fr.  08:00 - 09:00 Pfarradmin. Dr. Moses Valentine Chukwujekwu 

 

Pfarradministrator Dr. Moses Chukwujekwu ist in dringenden Fällen unter 0676/8776 5419 erreichbar oder Pfarramt Taufkirchen 07719/7223

 

 

Pfarrkirche zum Hl. PANKRATIUS in SIGHARTING

Die Herrn von Pürching und Sigharting erbauten oberhalb ihres Sitzes die Schlosskapelle zum Hl. Pankratius aus Tuffsteinen im gotischen Stil vor 1440. Dass sie schon vor 1470 stand, beweist eine Inschrift auf einem nicht mehr vorhandenen Presbyteriumfenster, das der Heimatforscher und Messeleser Johann Evangelist Lamprecht (1816 – 1895) 1891 „Das Glaß hat machen lassen der Edlvest Ritter Hannß Pirchinger und Barbara Tobelhaimerin seine Hausfrau in dem 1474jar“ in seinen Aufzeichnungen als noch vorhanden erwähnte. Das Fenster zeigte in Farben die knienden Gestalten der beiden Stifter.

Von ihr sind im Schiff noch drei Joche erhalten. Die einst spitzbogigen Fenster wurden später mit Rundbögen versehen. Die alte Kapelle (6,5m x 11,5m) trug ein achteckiges Türmchen mit zwei Glocken. Die einstige Ausdehnung ließ sich auf dem Kirchenboden ablesen, denn die Kapelle war steingemauert, die späteren Zubauten wurden aber aus Ziegeln ausgeführt. Wahrscheinlich war ein Schlosskaplan angestellt, da später von einem „Capellanhaus“ die Rede war.

 
   

Nach verschiedenen Reparaturen von 1645 bis 1698 begann man die Kapelle zu restaurieren. Die Kapelle wurde um 10 Fuß nach Westen erweitert, erhielt ein neues Steinportal und zwei neue Fenster. Die Kapelle hatte den Eingang an der Südseite, die Sakristei an der Nordseite, darüber ein Oratorium für die Herrschaft von Pürching. 1699 bis 1701 wurden Sakristei und

 

Turm neu gemauert Bei weiteren Arbeiten deckte man das Dach um und erneuerte den Fußboden.

 

1785 wurde die Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Da sie nur 200 Sitze hatte, aber schon 600 Kommunikanten gezählt wurden, war eine Erweiterung notwendig, die aber wegen der Franzosenkriege verschoben wurde.

1807/1808 brach man den dreiseitigen Altarabschluss an der Ostseite ab und rückte in um 30 Fuß hinaus. So entstanden an der Nordseite eine neue Sakristei und ein neuer Turm. Der Kirchenturm wurde somit um 200 Quadratklafter vergrößert und im Oratorium entstand ein neuer Betraum. Am 7. August weihte Bischof Thomas Ziegler Kirche und Altar.

Die nächste Erweiterung geschah 1868/1869. Man rückte die Nordseite der Kirche in die Breite des vorspringenden Turmes hinaus und schuf damit die heutige Marienkapelle. Zwei 4,5 Meter hohe Granitsäulen wurden herbei geschafft um das Gewölbe zu stützen. Die Außenstiege des Kirchenchors verlegte man nach innen. Die Kirche wurde um 80 Sitzplätze erweitert.

Am 14. November 1869 segnete Bischof Franz Josef Rudigier den Anbau und den Marienaltar.

1920 wurde ein neues Pflaster gelegt und die Gruft zugeschüttet.

Der Altar

wurde 1886 von Maler Andreas Schmid aus Ried im Innkreis errichtet. Die Statuen des hl. Pankratius, links hl. Zäzilia, rechts hl. Agnes stammen aus Grödig.
Die Gesamtkosten dafür betrugen fl. 1400 (Gulden).

Restauriert 1952 von Bildhauerin Klothilde Rauch aus Altmünster. Die zwei betenden Engel stammen aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert und wurden 1939 von Bildhauer Adelhart us Hallein restauriert. Die zwei Reliquienschreine (Pyramiden) wurden 1937 von Klothilde Rauch

restauriert. Sie wurden 1789 aus der aufgehobenen St. Nikolakirche in Passau erworben. Die zwei Kriegerfenster wurden 1919 von der Firma Faschian in Schärding gekauft.

Der in dezentem Weiß gehaltene Innenraum der Kirche hat durch die Vergrößerung des Altarraumes spürbar an Weite gewonnen. Die von Künstler Werner Feiersinger gestalteten zentralen Elemente, Altar und Ambo, verstärken durch die metallische Optik und ihre klare Formen den offenen und schlichten Charakter des Gotteshauses. Die aus Holz gestalteten Sitzgelegenheiten für die Ministranten, Lektoren und der Vorsteherstuhl ergänzen das Gesamtbild. An der Seite des Volksaltares hat der Kirchenchor seinen neuen Platz gefunden.

 

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