Dienstag 26. September 2017

18. Mai: 3. Regionaltreffen mit Bischof Manfred in Rohrbach

Begegnung mit Bischof Manfred in Rohrbach

Am 18. Mai 2016 fand in Rohrbach das dritte regionale Treffen mit Bischof Manfred Scheuer statt. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen aus den Dekanaten Altenfelden, Sarleinsbach und St. Johann am Wimberg.

Zum dritten Begegnungsnachmittag mit Bischof Manfred Scheuer waren VertreterInnen aus den Dekanaten Altenfelden, Sarleinsbach und St. Johann am Wimberg aus dem Oberen Mühlviertel geladen. Gastgeber-Pfarre war diesmal Rohrbach.

 

 

„Kurzwallfahrt“ mit dem Bischof

 

Vom Pfarrhof Rohrbach aus wanderten über 50 Bewegungsfreudige mit Bischof Manfred Scheuer auf den Maria-Trost-Berg zur Wallfahrtskirche. Dort befindet sich eine der fünf Pforten der Barmherzigkeit, die anlässlich des „Jahres der Barmherzigkeit“ in Oberösterreich eingerichtet wurden. In der Kirche beteten die Wandernden deshalb auch gemeinsam das Gebet von Papst Franziskus zum Jahr der Barmherzigkeit. Danach führte der idyllische Rundweg zurück zum Pfarrhof. Unter den Wanderern waren auch Abt Martin Felhofer und viele seiner Mitbrüder aus dem Stift Schlägl, das zahlreiche Pfarren in der Region seelsorglich betreut. Auch Abt Reinhold Dessl vom Stift Wilhering war mit Bischof Scheuer unterwegs.

 

Für Bischof Manfred Scheuer ist Maria Trost nicht unbekannt, weil die Kirche auch für die BewohnerInnen seines Heimatortes Haibach ob der Donau ein beliebtes Wallfahrtsziel darstellt – „besonders am Samstag vor Schulbeginn“, wie der Bischof anmerkte.

 

Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wanderung mit Bischof Manfred auf den Maria-Trost-Berg
Wallfahrtskirche Maria Trost
Wallfahrtskirche Maria Trost
Wallfahrtskirche Maria Trost
Auf dem Rückweg zum Pfarrheim Rohrbach.
Auf dem Rückweg zum Pfarrheim Rohrbach.
Auf dem Rückweg zum Pfarrheim Rohrbach.
Auf dem Rückweg zum Pfarrheim Rohrbach.
Auf dem Rückweg zum Pfarrheim Rohrbach.
Auf dem Rückweg zum Pfarrheim Rohrbach.

© Jack Haijes

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Von Orden geprägte Dekanate

 

Beim ersten Teil des Begegnungsnachmittags ab 15.30 Uhr waren etwa 100 Mitglieder der sogenannten „erweiterten Pastoralkonferenz“ anwesend, also Dechanten, Priester, Diakone, JugendleiterInnen, PastoralassistentInnen, PfarrassistentInnen, MitarbeiterInnen aus der Betriebsseelsorge, MitarbeiterInnen der RegionalCaritas etc.

Nach der Begrüßung durch Abt Martin Felhofer stellten die drei Dechanten, alle drei Prämonstratenser Chorherren aus dem Stift Schlägl, die Dekanate Altenfelden, Sarleinsbach und St. Johann am Wimberg vor. Alle drei Dekanate sind von den männlichen Ordensgemeinschaften stark geprägt, von denen auch Vertreter anwesend waren. Bischof Scheuer betonte, er sei dankbar für die Ordensgemeinschaften in der Diözese Linz. „Die Männerorden tragen die Seelsorge wesentlich mit, auch in den Pfarren. Das ist ein Schatz, ohne den wir um sehr vieles ärmer wären“, so Scheuer. Der Bischof kennt das Obere Mühlviertel und auch das Stift Schlägl bzw. etliche Chorherren noch aus seiner Zeit als Spiritual im Linzer Priesterseminar. „Alle drei Dekanate geben den Blick auf Haibach frei“, so Scheuer schmunzelnd, der gebürtiger Haibacher ist.

 

Dechant Othmar Wögerbauer stellte das Dekanat Altenfelden vor, das aus 13 Pfarren und einer Expositur besteht. Jede der Pfarren hat einen eigenen Pfarrer und wird vom Stift Schlägl seelsorglich betreut – Altenfelden ist also ein „reinweißes Dekanat“, wie Wögerbauer in Bezug auf das weiße Ordenskleid der Schlägler Chorherren humorvoll meinte. In Rohrbach sind Betriebsseelsorge und Krankenhausseelsorge angesiedelt. Auch mehrere Seniorenheime in der Region werden vom Stift Schlägl seelsorglich betreut. Das Stift Schlägl ist darüber hinaus ein wichtiges Zentrum für Fortbildung (Seminarzentrum) und Jugendarbeit (Jugendzentrum, monatliche Jugendmessen seit 1979).

 

Othmar Wögerbauer

© Jack Haijes

 

Das Dekanat Sarleinsbach wurde von Dechant Florian Sonnleitner präsentiert. Es besteht aus 11 Pfarren, 2 Kaplanexposituren und der Seelsorgestelle Niederranna; 6 Pfarren werden vom Stift Schlägl seelsorglich betreut.

 

Dechant Florian Sonnleitner

© Jack Haijes

 

Dechant Johannes Wohlmacher präsentierte das Dekanat St. Johann am Wimberg, das aus 14 Pfarren besteht. Die Besonderheit dieses Dekanats: Es ist seelsorglich von vier Ordensgemeinschaften geprägt, nämlich von Stift Schlägl (Prämonstratenser Chorherren), Stift Wilhering (Zisterzienser), Stift St. Florian (Augustiner Chorherren) und vom Orden der Marianisten.

 

Dechant Johannes Wohlmacher 

© Jack Haijes

 

Im Anschluss stellte Robert Bräuer vom Treffpunkt mensch & arbeit Rohrbach die Schwerpunkte der betriebsseelsorglichen Arbeit vor. Dazu gehören Gesprächsangebot und Beratung genauso wie Theaterarbeit, spirituelle Angebote oder Urlaubswochen für Jugendliche und Erwachsene. Ein besonderes Anliegen ist Bräuer und seiner Kollegin Margit Scherrer die Unterstützung von arbeitslosen Jugendlichen und die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen im Jugendzentrum Rohrbach. Durch Straßenaktionen an belebten Plätzen geht das Team aktiv auf die Menschen zu und bringt das Thema Arbeitswelt auch regelmäßig in den Pfarren ein.

 

Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach

© Jack Haijes

 

Danach gab es die Möglichkeit für Ergänzungen oder Fragen. Die Anwesenden berichteten vor allem über Herausforderungen und gelungene Projekte in der Jugendarbeit (Pfarre, Dekanat, Religionsunterricht) und über soziale bzw. gesellschaftliche Gegebenheiten in der Region. Geortet wurde eine Sehnsucht junger Menschen nach Religiosität und nach Gebraucht-Werden. Berichtet wurde auch, dass gerade Jugendliche das kirchliche Engagement für Flüchtlinge sehr positiv wahrnehmen. Viele der Anwesenden betonten auch, wie wichtig es sei, dass Kirche zu den Menschen gehe und ihre konkreten Nöte und Sorgen wahrnehme. Beziehung und Vertrauen waren in diesem Zusammenhang prägende Stichwörter.

 

 

Als „Mitliebende Gottes“ das Leid anderer wahrnehmen

 

Ab 17 Uhr stießen Mitglieder des sogenannten „erweiterten Dekanatsrats“ zum Begegnungsnachmittag dazu: Pfarrgemeinderats-Obleute, Mitglieder von Seelsorgeteams, VertreterInnen der Katholischen Aktion, ReligionslehrerInnen, LeiterInnen von Caritas-Kindergärten etc.

 

Den Auftakt zu diesem Teil des Nachmittags bildete ein Impulsreferat von Bischof Scheuer zum Thema „Barmherzigkeit verändert die Welt“. Bischof Scheuer bezeichnete die etwa 160 Anwesenden als „Mitliebende Gottes“: „Wir wissen uns von Gott geliebt, angesehen, gewollt und bejaht. In kleinen Dingen können wir Antwort auf Gottes Liebe geben – als Mitliebende, als MitarbeiterInnen Gottes.“ Scheuer plädierte für eine „Mystik der offenen Augen“, für eine unbedingte Wahrnehmung des Leides anderer Menschen. Menschen sehen und doch übersehen gehöre zu den Kälteströmen der Gegenwart, so Scheuer. Der Bischof ortete in diesem Bereich individuelle und kollektive „Sehschwierigkeiten“: „Oft nehmen wir nur noch die eigenen Interessen wahr – wir sind nicht mehr offen und wach für Fremdes und Anderes, schon gar nicht für das Leid anderer.“

 

Impulsreferat von Bischof Manfred Scheuer zum Nachlesen

 

Im Anschluss schilderten ein Vertreter des Pastoralrats, ein Religionslehrer und die Regionskoordinatorin der Katholischen Jugend, wo sie in ihrem Alltag diese Grundhaltungen bereits wahrnehmen.

 

Danach hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen an den Bischof zu stellen. Daraus entwickelte sich ein offener und wertschätzender Dialog über die Anliegen der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

 

Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach
Begegnungsnachmittag im Pfarrheim Rorhbach

© Jack Haijes

 

 

Was die Seele nährt

 

Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach. In seiner Predigt ging Bischof Scheuer – ausgehend von Ludwig Feuerbachs Zitat „Der Mensch ist, was er isst“ – der Frage nach, was Leib, Seele und Geist nährt. Einseitige, falsche Ernährung könne krank machen, das gelte auch für geistige Nahrung. „Was wir an Eindrücken, Informationen, Begegnungen, Nachrichten, Gefühlen aufnehmen, prägt unser Inneres“, so Scheuer. Als wichtige Nahrung für die Seele nannte der Bischof die Freude am Schönen und die Freundschaft von Menschen, die „meine Licht- und Schattenseiten kennen und trotzdem zu mir stehen“. Darüber hinaus nähre sich die Seele von Stille und Gebet, denn: „Wenn wir nie zu uns selber finden und Gott nicht in uns selbst suchen, verhungert die Seele.“ Außerdem brauche die Seele die Nahrung der Hoffnung und der Zuversicht, betonte Scheuer.

 

Predigt von Bischof Manfred Scheuer zum Nachlesen

 

Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach
Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach
Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach
Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach
Bischof Scheuer bei der Predigt
Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach
Gottesdienst in der Pfarrkirche Rohrbach

© Jack Haijes

 

 

Nährend und stärkend für Leib und Seele war auch die Agape, mit der der Begegnungsnachmittag im Pfarrhof seinen Ausklang fand.

 

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