Die Theologische Erwachsenenbildung der Diözese Linz präsentiert für das Arbeitsjahr 2009/2010 ein ausgearbeitetes und als Pilotprojekt bereits erprobtes Konzept zur vereinfachten Planung und Durchführung von vier Bildungsabenden (als „Seminarreihe“) über das Katholische Bildungswerk zum Themenbereich Glaube und Spiritualität.
(1) Zur Idee einer Seminarreihe
Zur Erstellung des vorliegenden Konzepts wurde der inhaltliche Schwerpunkt der Diözese „glaubenswert“ aufgegriffen und daraus eine vierteilige Seminarreihe geformt.
Glaubenswert ist, dass der christliche Glaube immer schon dort „wohnt“, wo Menschen ihren Alltag und Feiertag (er)leben. Deshalb orientiert sich diese Seminarreihe an vier einfachen Tunwörtern: glauben, feiern, beten und denken. An diesen einfachen Tätigkeiten werden die Herzstücke des Christentums sichtbar.
Für jeden Teil dieser Seminarreihe stehen Ihnen drei (bzw. vier) qualifizierte Referentinnen und Referenten zur Auswahl. Damit ist angezielt, dass zumindest ein/e Referent/in innerhalb des gewünschten Zeit-raums verfügbar ist. Auf diese Weise entfällt eine aufwendige Suche von Referentinnen und Referenten.
Die Referentinnen und Referenten folgen einer am KBW-Zielpublikum orientierten, interaktiven Struktur und bereiten das jeweilige Thema verständlich und kompetent auf.
Männer und Frauen, die an der Möglichkeit und Bedeutung des christlichen Glaubens interessiert sind, stellen die Zielgruppe dieser Seminarreihe dar.
(2) Kurzbeschreibung der Inhalte der vier Seminarabende
(Die hier verwendeten Titel zur Beschreibung der einzelnen Abende können in Rücksprache mit der/dem jeweiligen Referenten abgeändert werden.)
1. Abend: Glauben – dem Leben vertrauensvoll begegnen
Gläubige Menschen wissen nicht mehr, sondern wagen mehr! Der erste Abend ist als Eintauchen in die Erfahrung christlichen Glaubens gedacht: Was tun Menschen, wenn sie christlich glauben? Und: wie geht das überhaupt „glauben“? Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Lebensformen, wie Menschen sie aus dem christlichen Glauben heraus entwickeln können. Dabei zeigt sich: Glaube ist nicht etwas, das neben dem Leben und dem Alltag geschieht (gleichsam etwas „Sonderbares“), sondern vielmehr eröffnet er einen bestimmten Blick aufs Leben und ermutigt zu einem damit zusammenhängenden Handeln und Daseinsgefühl.
2. Abend: Feiern – Erlösung vorkosten
Gläubige Menschen feiern nicht weniger, sondern unter einem anderen Vorzeichen! Ein zentraler Wert christlichen Lebens besteht in der Fähigkeit zu feiern. Dafür hält das Leben sowohl freudvolle Momente (Hoch-Zeiten), in denen das Feiern leicht fällt, als auch leidvolle Zeiten, die gar nicht feierlich stimmen, bereit. Wenn Christinnen und Christen sowohl in Zeiten der Freude als auch in Zeiten des Leids feiern, dann vergewissern sie sich ihres Gottes, der ihnen von je her eine heilvolle Zukunft verheißen hat. Das lässt gläubige Menschen auch dann feiern, wenn es offensichtlich keinen Grund zum Feiern gibt (z. B. Begräbnisfeier). In den Blick kommen vor allem die Inhalte und Botschaften der Feste des Kirchenjahres (in Auswahl) sowie der Sakramente (in Auswahl). Diese sind „Platzhalter“, „Kostproben“ und „Wegweiser“ für ein erlöstes Leben – mitten im oft unerlösten Alltag.
3. Abend: Beten – Menschwerden vor Gott
Gläubige Menschen sprechen nicht öfter „mit“ Gott als andere, sie schweigen mehr vor und mit ihm! Ein weiterer Wert christlichen Glaubens liegt darin, dass Christinnen und Christen mit ihrem Gott „ins Gespräch“ kommen können – auch wenn die Worte dafür manchmal fehlen oder es einem gar die Sprache verschlägt. Im Zentrum des Interesses steht dabei, wie gläubige Menschen mit Gott (wieder) einen Anfang setzen können, wenn Altbewährtes zu einem Ende gekommen ist: Welche Anknüpfungsmöglichkeiten bzw. Ansatzpunkte gibt es im Alltag für dieses „Gespräch“ mit Gott? Welche Schwierigkeiten haben Gläubige mit dem Gebet? Und was macht das Gebet mit jenem Menschen, der sich auf eine gelebte und gestaltete Beziehung zu Gott einlässt? Weniger bekannte Formen des Gebetes werden ebenso vorgestellt wie neue Zugänge zu bewährten Gebetsklassikern (Vater Unser…).
4. Abend: Denken – Gott (und dem Menschen) Raum geben
Gläubige Menschen wundern sich nicht weniger, sondern mehr als andere über Gott und die Welt – und denken nach! Ein besonderer Wert christlichen Glaubens liegt darin, dass sich Menschen seit jeher mit ihrem Glauben auch denkerisch auseinander setzen. Ein kritisches Denken ist gläubigen Menschen gleichsam aufgetragen: Stets gilt es zwischen selbst gemachten „Götzenbildern“ und dem wahrhaft Leben spendenden Gott zu unterscheiden. Der Glaube verlangt somit nach guten Gründen, um nicht Irrglaube oder bloße Illusion zu sein. Und: worin liegt Wert und Sinn des Glaubens für das Leben und die Menschen? In den Blick kommen neben Fragen der Glaubensbegründung die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens (wie z. B. Schöpfung und Erlösung): Auch sie müssen – und dürfen – mit dem heutigen Denken konfrontiert werden.
(3) Die Referentinnen und Referenten
Glauben – dem Leben vertrauensvoll begegnen
Helmut Außerwöger (Eferding): 07272/7637
Email: buero@ausserwoeger.at
Helmut Jobst (Asten): 07224/65692
Email: herta.jobst@liwest.at
P. Maximilian Bergmayr (Kremsmünster): 07583/5275-0
Email: m.bergmayr@eduhi.at
Feiern – Erlösung vorkosten
Slawomir Dadas (Wels): 07242/46581
Email: slawomir.dadas@dioezese-linz.at
Christoph Freilinger (bis Sommer 2011): 0676/8776-5867
Email: christoph.freilinger@dioezese-linz.at
Stefan Schlager (Pichl b. Wels): 0732/7610-3245
Email: stefan.schlager@dioezese-linz.at
Beten – Menschwerden vor Gott
Ernst Bräuer (Linz): 0732/7610-2005
Email: ernst.braeuer@caritas-linz.at
Anita Schwantner (Linz): 0699/11414770
Email: a.schwantner@ktu-linz.ac.at
Martin Brait (St. Roman): 07716/20073 (0676/87765731)
Email: martin.brait@dioezese-linz.at
Denken – Gott (und dem Menschen) Raum geben
Maria Obereder (Bad Ischl): 0676/3374054
Email: maria.obereder@gmx.at
Helmut Eder (bis Sommer 2011): 0650/2479430
Email: h.eder@ktu-linz.ac.at
Thomas Schlager-Weidinger (ab Herbst 2011): 0676/8776-1191
Email: thomas.schlager-weidinger@ph-linz.at
Christian Puritscher (Steyr): 07252/70361
Email: puritscher_christian@hotmail.com
ReferentInnenliste aktualisiert : 28.6.2011