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Aufruf zum Trauer-Autofasten und zum Erdölhunger-Streik

Die Konferenz der kirchlichen Umweltbeauftragten ruft alle Österreicher/innen zum einen Trauer-Autofasten und einem Erdölhunger-Streik auf, um anlässlich des Welt-Umwelt-Tages, der am 5. Juni war, ein deutliches Zeichen gegen die Zerstörung der Schöpfung zu setzen. "Vor allem durch den nach wie vor steigenden Treibstoffverbrauch im Auto- und Flugverkehr seien auch die Österreicher mitverantwortlich für das Umwelt-Desaster im Golf von Mexiko", so Ernst Sandriesser, Sprecher der Umweltbeauftragten.

„Wir sind geschockt und tief betroffen von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Das ist nicht nur ein Schaden für die USA, sondern für die ganze Menschheit. Wertvolles Wasser wird für immer unbrauchbar, unzählige Lebewesen wurden und werden getötet, Meeresflora und -fauna zerstört. Diesen Schaden kann niemand ermessen, geschweige denn wieder gut machen", so Hemma-Opis Pieber, Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau und Initiatorin von „Autofasten".
 
Die Konferenz der kirchlichen Umweltbeauftragten ruft daher alle Österreicher/innen zum einen Trauer-Autofasten und einem Erdölhunger-Streik auf, um anlässlich des  Welt-Umwelt-Tages (5. Juni 2010) ein deutliches Zeichen gegen die Zerstörung der Schöpfung zu setzen. Wer die Möglichkeit hat, lässt in den nächsten Tagen und Wochen sein Auto in der Garage, steigt auf das Fahrrad oder den öffentlichen Verkehr um und überlegt wie er seine persönliche Abhängigkeit von Erdöl und Ergas reduzieren kann.
 
"Vor allem durch den nach wie vor steigenden Treibstoffverbrauch im Auto- und Flugverkehr seien auch die Österreicher mitverantwortlich für das Umwelt-Desaster im Golf von Mexiko. Der Boykott einer Tankstellenkette würde daran nichts ändern. Wer ein wirksames Zeichen setzen will, verzichtet auf sein Auto", begründet  Ernst Sandriesser, Sprecher der Umweltbeauftragten den Aufruf zum „Autofasten“. „Noch unsere Kinder und Kindeskinder werden die Folgen dieser bisher schlimmsten Umweltkatastrophe spüren und unsere Generation fragen, warum wir durch unsere Gier nach billigem Treibstoff die Ozeane und damit letztlich uns selber vergiftet haben. Als Christen haben wir ein anderes Leitbild für diese Erde: Gott hat die Erde nicht zur Wüste geschaffen, er hat sie zum Wohnen gemacht, wie es im Buch des Propheten Jesaja heißt. Reduktion von fossilen Treibstoffen und der Einsatz von erneuerbarer Energie ist daher das Gebot der Stunde", so Ernst Sandriesser.
 
Die Konferenz der Umweltbeauftragten lädt darüber hinaus auch alle Pfarrgemeinden in Österreich ein, die kommenden Sonntage und Gottesdienste möglichst autofrei zu gestalten und den Erdölverbrauch zu bestreiken. Sie animinieren aber auch dazu, sich einem internationalen Appell an US-Präsident Barack Obama und den US-Kongress anzuschließen, "die gefährlichen Pläne zur Ausweitung der Ölbohrungen vor der Küste endgültig einzustellen und stattdessen in saubere, erneuerbare Energien zu investieren". Der Aufruf kann im Internet unter der Webseite https://secure.avaaz.org/de/stop_offshore_drilling/?fp unterstützt werden.

Im Rahmen der Aktion „Autofasten - Heilsam in Bewegung kommen" haben heuer während der Fastenzeit fast 5000 Österreicher/innen auf ihr Auto verzichtet und damit über 3,5 Millionen Autokilometer eingespart.


Umweltarbeit der Diözese Linz


(is)
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