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Am Anfang des Treffens standen Gratulationen. Die eine galt dem langjährigen Generalvikar und Diakonenverantwortlichen Bischofsvikar Mag. Josef Ahammer. Er wird im Mai dieses Jahres 75 Jahre alt. Die zweite Gratulation galt dem Ausbildungsleiter der Diakone Dr. Adi Trawöger, der seinen 50. Geburtstag feiert. Die Laudatio für Prälat Ahammer hielt Pfarrer Dr. Eduard Röthlin, der auf eine mehr als 20jährige gemeinsame Zusammenarbeit in der Ausbildung und Begleitung der künftigen Diakone zurückblicken konnte. Der Mensch als Geheimnis – Vortrag von Dr. Schmatz Den inhaltlichen Teil der Frühjahrstagung gestaltete Diakon Dr. Franz Schmatz aus Krems, der seit 30 Jahren in der Begleitung von Menschen in Grenzsituationen des Lebens tätig ist. Er ist ausgebildeter Psychotherapeut, Seelsorger und Theologe, der u. a. Ausbildungen bei Viktor Frankl, Elisabeth Kübler-Ross und der Begründerin der Hospizbewegung Cicely Saunders absolvierte. Aber auch ganz persönlich weiß Dr. Schmatz um die Grenzen des Lebens, denn in seiner eigenen Biographie steht die Erfahrung einer lebensbedrohenden schweren Erkrankung am Anfang seiner Beschäftigung und seines Engagements für Menschen in besonderen Lebenssituationen. Der Vortrag mit dem Titel „Der Mensch als Geheimnis. Begleitung durch helfende Nähe und heilende Distanz“, war von einem reichhaltigen Praxiswissen und Empathie für die Betroffenen getragen. Menschen in Krisen gilt es nicht nur zu „versorgen“, sondern ganzheitlich zu begleiten. Schmatz betonte die Notwendigkeit bei jeder Begleitung in Ehrlichkeit und Echtheit da zu sein. Im Vordergrund steht, Menschen zu helfen, die Mitte zu finden. Mitte kann aber nicht gemacht werden und untersteht der je persönlichen, individuellen Erfahrung. Schmatz betonte auch das Fragmentarische und die Brüchigkeit des Lebens, die gegen den Zeitgeist des allumfassenden Machbarkeitswahns steht. Ihm ist es wichtig, bei allem Leid und Schmerz, auch von den Hoffnungserfahrungen der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen zu sprechen. Machtverzicht in der Begleitung Für die diakonische begleitende Arbeit ist es besonders bedeutsam, dass der Vortragende die Notwendigkeit jeglichen Machtverzichts in der Begleitung von Menschen herausstrich. Ebenso ist es wichtig, Ängste auch zuzulassen und damit erste Überwindungshilfen zu stellen. Helfende müssen auch lernen mit ihrer Betroffenheit gut umzugehen. Damit kann Begleitung ein Wechselspiel von Geben und Empfangen werden. Jede Grenzsituation kann für alle Beteiligten als Einladung, rechtzeitiger, bewusster und intensiver zu leben, verstanden werden. Nach dem Vortrag ging Dr. Schmatz auf Fragen des Plenums ein. Dabei wurde das große Feld der verschiedenen Aufgaben, die die Diakone in einem überwiegenden Maß ehernamtlich in unserer Diözese leisten, sichtbar. Die Frühjahrstagung war eine gelungene Veranstaltung, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Arbeit in der Pastoral vor Ort stärkte.
Lass das Leben Geheimnis sein! Genug der Worte! Genug der Überlegungen! Genug der Gedanken! Mache Platz Schaffe Raum Nimm dir Zeit Schalte ab Werde ruhig Wende dich nach Innen Öffne dich Beginne zu horchen Seit bereit zum Staunen Damit du mit allen Sinnen das Geheimnis Leben erfahren kannst Lass das Geheimnis Leben ein dann darfst du selber mitten im Leben Sein! (Autor: Franz Schmatz)
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Bischofsvikar Mag. Josef Ahammer und Pfarrer Dr. Eduard Röthlin; Fotonachweis: Christian Koblmüller |
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Dr. Franz Schmatz, Seelsorger und Psychotherapeut; Fotonachweis: Christian Koblmüller |
Homepage Diakone der Diözese Linz
(ha)
2010-03-08 13:12:08
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