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Auf eine/n Hauptamtliche/n kommen in den Pfarren laut einer Studie im Durchschnitt 98 Ehrenamtliche. Im laufenden Zukunftsprozess der Diözese Linz war das Thema Ehrenamt ein strategisches Handlungsfeld. Daraus entstand die neue Leitlinie „Ehrenamtliche Arbeit in der Diözese Linz“. Dipl. Päd. Bernhard Rudinger, Generalsekretär der Katholischen Aktion Oberösterreich, leitete die Erarbeitung der Leitlinien: „Ein Meilenstein ist es, dass unsere Haltung gegenüber den Ehrenamtlichen erstmals in komprimierter Weise dargestellt ist. Aus neuesten Studien – wie z. B. der PGR-Studie – wissen wir viel über die Motivation zum ehrenamtlichen Engagement. Dabei halten sich zwei Motivbündel ungefähr die Waage: Einerseits der Einsatz für Gott / Kirche, Pfarre und andererseits die Freude am Gestalten und an Erfahrungen des Miteinanders. Ehrenamt wird dabei auch als Chance zur persönlichen Entfaltung gesehen. Es geht den Menschen darum ‚entscheidend’ mit zu gestalten." Die Hauptüberschriften der Leitlinie geben auch die wichtigsten Inhalte wieder: - Arbeitsvereinbarungen und Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen - Einführung, Begleitung und Unterstützung von Ehrenamtlichen - Aus- und Weiterbildung zur Qualifizierung und Motivationsförderung - Auslagenersatz und Versicherungsschutz für ehrenamtlich Engagierte - Wertschätzung und Anerkennung Die neue Leitlinie ist im Behelfsdienst der Diözese Linz erhältlich. Seelsorge gemeinsam gestalten Generalvikar DDr. Severin Lederhilger gab einen Zwischenbericht zum Zukunftsprozess der Diözese Linz. Unter dem Stichwort „Seelsorge gemeinsam gestalten“ wurde beschlossen, dass die Dekanatsprozesse, die bereits in drei Dekanaten durchgeführt wurden, auf die Dekanate der Diözese ausgeweitet werden sollen. In Zukunft ist das Miteinander von haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, sowie der territorialen und kategoriellen Seelsorge mehr gefragt.
Der Pastoralrat beschäftigte sich intensiv mit dem sozialen Tun und auch mit der sozialpolitischen Stimme der Kirche. Diese sei heute mehr denn je gefragt. Armut und Arbeitslosigkeit seien in der Gesellschaft und auch in den Pfarren spürbar. Soziales Handeln sei Kernaufgabe der Kirche, so die Geschäftsführende Vorsitzende des Pastoralrates, Mag.a Edeltraud Artner-Papelitzky. Der Pastoralrat hat sich auch mit der Stellungnahme der Bischofskonferenz zum „Umgang mit sexuellem Missbrauch“ befasst und verwies auf die diözesane Kommission gegen Missbrauch und Gewalt und auf die diözesanen Ombudsleute. Beim abendlichen Gespräch mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz wurde die Sorge um die Zukunft der Gemeinden und um die Gewährleistung der Seelsorge am Ort ausgesprochen. Der Pastoralrat setzt sich aus Klerikern und LaienvertreterInnen aus allen Teilen der Diözese zusammen und ist ein Beratungsgremium der Diözesanleitung.
(ej)
2010-03-08 13:10:14
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