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Abtpräses Christian Haidinger. Foto: KIZ/Altenburg. |
Zu Mariä Lichtmess begeht die Kirche auch den Tag „des geweihten Lebens“ (Orden). Seit Herbst ist Abt Christian Haidinger Präses der österreichischen Benediktinerkongregation und Präsident von „Klösterreich“.
Mehr als 40 Jahre gehörte Christian Haidinger dem Stift Kremsmünster an, als er 2005 zum Abt des Stiftes Altenburg vorgeschlagen wurde. „Leicht fiel mir die Entscheidung nicht“, sagt er. „Denn ich bin nach vielen Aufgaben im Kloster erst spät zu meinem Traumberuf ,Pfarrer‘ gekommen.“ Außerdem fühlte er sich als Generaldechant der Diözese Linz Bischof Aichern besonders verbunden. Er habe dann doch zugesagt, „denn ich bin in meinem Ordensleben oft in Aufgaben hineingestellt worden, die ich mir nicht gewünscht habe und die ich dann doch als Führung Gottes erfahren habe.“ In seinen neuen österreichischen Leitungsaufgaben ist Haidinger wichtig, „dass wir unser Bemühen, als Klöster regionale geistlichen Zentren zu sein, weiter vertiefen und dass wir auch unser touristisches Angebot stärker als pastorale Chance sehen und ausbauen“.
Geprägt. Besonders geprägt haben P. Christian seine Studienjahre an der Benediktineruniversität San Anselmo (Rom) mit vielen jungen Mitbrüdern aus der ganzen Welt und seine über 30 Jahre dauernde intensive Mitarbeit in der Cursillo-Bewegung. „Da habe ich als Ordensmann und Priester erfahren, was es heißt, dass wir alle Volk Gottes sind, was dann auch mein Pfarrersein geprägt hat.“ Als eine „gesegnete Zeit“ eines großen Aufbruchs hat P. Christian die 70er und 80er Jahre erlebt, wo Hunderte junger Leute regelmäßig zu „unseren Jugendvespern und Jugendwochen nach Kremsmünster gekommen sind“.
Abt Christian Haidinger: „Gerade in einer Zeit, in der die Pfarrseelsorge immer mehr ausgedünnt wird, sind wir als Klöster gefordert – als Orte einer zeitgemäßen Spiritualität und in der Begleitung von Menschen mit all ihren Sorgen
und Freuden und ihrer Suche nach Gott.“
Hans Baumgartner
KIZ Ausgabe 2010/05
2010-02-08 08:55:30
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