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Vom 18. bis 25. Jänner begehen die Kirchen die Gebetswoche für die Einheit der Christen. „Wir müssen dem Wirken des Heiligen Geistes mehr zutrauen“, meint der neue Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Nicolae Dura.
In diesen Tagen hat der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar für Österreich viel um die Ohren. Rund 1000 Kilometer ist er zwischen dem Neujahrstag und dem 20. Jänner unterwegs, um nach einem alten Brauch die Häuser der Familien zu segnen. Seine Gemeinde reicht vom Waldviertel über Wien bis ins südliche Burgenland. Gleichzeitig hat er als neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen eine Reihe von Terminen zur Weltgebetswoche. Dura, der in Wien auch katholische Theologie studiert hat, ist seit
vielen Jahren ökumenisch engagiert. Um den Vorsitz im ÖRK habe er sich allerdings nicht gerissen, meint er. Erst als feststand, dass Bischof Manfred Scheuer und Bischof Michael Bünker seine Stellvertreter sein würden, habe er sich diese Aufgabe zugetraut.
Umweltfragen. Nicolae Dura wurde 1954 in einem kleinen Dorf in der Nähe von Sibiu (Hermannstadt) geboren. In Sibiu machte er das Kleine Seminar und seine theologische Ausbildung, die er vor 30 Jahren (!) mit einer Diplomarbeit zur ökologischen Krise und christlichen Schöpfungsverantwortung abschloss. Es folgte ein Doktoratsstudium in Bukarest. Zwei Jahre war er in Sibiu als Studentenseelsorger und Assistent an der Theologischen Fakultät tätig. 1990 kam er zum Theologiestudium nach Wien, 1993 übernahm er die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Wien, die 2009 nach 100 Jahren Gastdomizil ihre
eigene Kirche einweihen konnte.
Dr. Nicolae Dura: „Bei allen Schwierigkeiten, die es zwischen den Kirchen – auch innerhalb der orthodoxen Familie – gibt, sollten wir offener für das Wirken des Hl. Geistes sein. Nur so können wir für die sinnsuchenden Menschen und für die Gesellschaft ein glaubwürdiges Zeugnis von der ,einen Kirche Christi‘ ablegen.“
Hans Baumgartner
KIZ Ausgabe 2010/02
2010-01-13 13:10:45
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