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Advent 2009 in der katholischen Kirche in Oberösterreich

Advent ist eine Zeit der Unterbrechung. Für die Katholische Kirche in Oberösterreich mit ihren Pfarren und Einrichtungen sind diese Wochen vor Weihnachten geprägt von der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest: Das lateinische Wort „adventus“ bedeutet Ankunft. In der Adventzeit geht es um die Frage: Was dürfen wir hoffen? Wann kommt die Erlösung? Wann kommt Gott? Die Christen feiern zu Weihnachten die Geburt Christi, dass Gott durch Jesus Christus ganz und gar im Menschen gegenwärtig geworden ist.

Advent bedeutet Ankunft

Das lateinische Wort „adventus“ bedeutet Ankunft. In der Adventzeit geht es um die Frage: Was dürfen wir hoffen? Wann kommt die Erlösung? Wann kommt Gott?
Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest: Die Christen feiern zu Weihnachten die Geburt Christi, dass Gott durch Jesus Christus ganz und gar im Menschen gegenwärtig geworden ist.
In unserem Leben streben wir nach dem unvergänglichen Glück. Letztlich stillen die Erfahrungen im Leben diese Erwartungen aber nicht ganz. In den biblischen Texten ist von hoffnungslosen Situationen und prophetischen Visionen die Rede. Der Advent macht aufmerksam auf die beiden Pole des Lebens: Mangel und Fülle, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Die gesellschaftlichen Themen von Gewinnsteigerung durch das Weihnachtsgeschäft und versteckte soziale Armut kreisen genau um diese Pole. Theologisch lehrt der Advent die Kunst, das, was dem Menschen im Letzten fehlt, offen zu halten. Somit stellt der Advent folgende Funktion von Religion in den Mittelpunkt: Unterbrechung.

Geschichte des Advents

Die Römer bezeichneten den ersten offiziellen Besuch eines Herrschers oder die Thronbesteigung eines Kaisers als „adventus“. Die älteste Adventzeit wird in Spanien bezeugt, wo eine vierzehntägige Vorbereitungszeit vor dem Fest „Erscheinung des Herrn“ am 6. Jänner begangen wurde.
In Rom wurden unter Papst Gregor I. im 6. Jahrhundert vier Sonntagsmessen mit adventlichen Gesängen vor dem Weihnachtsfest gefeiert. Anders hat sich der Advent in Gallien entwickelt, hier wurde diese Zeit als Fastenzeit begangen.
Heute wird die Adventzeit in der Liturgie nicht mehr vordergründig als Fastenzeit bezeichnet, sondern als Zeit der Vorbereitung und Erwartung. Weil „der Gesang der Engel zu Weihnachten wieder wie etwas Neues erklingen soll“, wird im Advent kein Gloria gesungen, im Gegensatz zur österlichen Bußzeit. Mit dem 1. Adventsonntag beginnt für die Kirche auch das neue liturgische Kirchenjahr.
 

Adventkranzbinden im urbi@orbi.
Adventkranzbinden im urbi@orbi.

Adventkranz

Am Adventkranz werden nacheinander vier Kerzen angezündet, als Zeichen für Christus, der „Fülle des Lichtes“. Mit der Adventkranzweihe wird am Samstagabend vor dem ersten Adventsonntag in den Pfarren der Advent liturgisch begonnen. Die Segnung der Adventkränze und der Kerzen in den dunklen winterlichen Kirchen ist ein Zeichen der Hoffnung.

Der Adventkranz ist ein junger Brauch. Der evangelische Theologe Johann Wichern (+1881) wollte in dem Schülerheim, im „Rauhen Haus“ die Zeit auf Weihnachten verkürzen. Seit 1840 feierte er im Advent jeden Tag eine Andacht und zündete jeweils eine Kerze an. Die Schüler stellten diese 24 Kerzen auf Reisigzweige. Somit war der Vorläufer des Adventkranzes und des Adventkalenders erfunden. Der erste Adventkranz in einer katholischen Kirche wurde erst 1924 in Köln verwendet.
Der dritte Adventsonntag heißt auch „Gaudete“ „Freuet Euch“, weil die Freude auf das nahende Weihnachtsfest im Mittelpunkt steht. Dieser Sonntag wird auch durch eine andere Farbe der dritten Kerze am Adventkranz zum Ausdruck gebracht.

Advent feiern

Die Diözese Linz hat ein Heft für die Feier der Hauskirche in der Advent- und Weihnachtszeit herausgegeben. Mit seinen zehn Feiervorschlägen will dieses Hauskirche-Heft „Voll Sehnsucht nach Licht“ ein wertvoller Begleiter durch den Advent mit Geschichten und Texten und 33 Liedern samt Noten sein:

• Segnung von Adventkranz und Kerzen
• 4 verschiedene Adventfeiern zum Thema „Voll Sehnsucht nach Licht“
• Adventfeier mit Kindern (mit Nikolaus-Feier)
• Adventfeier am Morgen
• Heiligen Abend feiern
• Räuchern rund um die Weihnacht
• Jahreswechsel – 5 Minuten vor Mitternacht

Bei der Auswahl der Texte, Lieder, Impulse, Bibelstellen, Gebete und Methoden wurde darauf geachtet, dass verschiedene Gruppen dieses Heft gut verwenden können: Familien mit kleinen und/oder größeren Kindern, Erwachsenen-Gruppen und Personen, die alleine feiern. Vom  Rosenkranz-Gebet bis zu einem Gebetstanz reicht die vielfältige Sammlung möglicher Elemente, die je nach Belieben ausgewählt werden können.
Die Titelseite des Heftes zeigt einen Holzschnitt mit dem Titel „Licht“ von Hubert Nitsch.

Zu bestellen:
Behelfsdienst der Diözese Linz, Tel. 0732/7610-3813, behelfsdienst@dioezese-linz.at


ADVENT

Eine Zeit der Hoffnung gegen die Zeiten der Hoffnungslosigkeit
http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=26642

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