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Dechantenkonferenz: ReligionslehrerInnen sind Brückenbauer

Die Bedeutung des Religionsunterrichtes und der Kontakt zwischen Pfarren und Schule war Hauptthema der Herbstkonferenz der Dechanten der Diözese Linz am 16./17.9.2009 im Bildungshaus Schloss Puchberg.
Bei der Konferenz wurden neben der Besprechung von Themen aus allen Bereichen der diözesanen Arbeit auch zwei neue Dechanten vorgestellt: Mag. P. Josef Kampleitner CSsR für das Dekanat Schwanenstadt und Mag. Johann Wimmer für das Dekanat Wels Land.Bischof Dr. Ludwig Schwarz legte seinen Schwerpunkt auf das von Papst Benedikt XVI ausgerufene Jahr des Priesters.

Dechantenkonferenz in Puchberg
Dechantenkonferenz in Puchberg

1508 ReligionslehrerInnen in Oberösterreich

Von 181.346 SchülerInnen an Oberösterreichs Schulen sind 146.518 katholisch. Die Abmeldungen vom Religionsunterricht sind in OÖ sehr gering. Im Bereich der Pflichtschulen ist die religiöse Pluralität am deutlichsten erkennbar: 79 % der oberösterreichischen SchülerInnen sind römisch-katholisch, 3 % evangelischen Glaubens, 12 % muslimisch und 3 % ohne Bekenntnis.

1508 ReligionslehrerInnen unterrichten rund 16.600 Religionsstunden in der Woche.
Sie bauen Brücken zwischen der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und der Kirche. Sie vermitteln Wissen, Werte sowie spirituelle und persönliche Kompetenz. Sie nehmen seelsorgliche Aufgaben wahr, helfen in Notsituationen und sind oft auch persönliche Ansprechpartner in den Schulen.
In vielen Bereichen sind sie auch mit den Pfarren in engem Kontakt. Von der Erstkommunion bis hin zu Schulgottesdiensten oder religiösen Übungen kooperieren sie mit den Priestern und Pfarrseelsorgern und Pfarrseelsorgerinnen.

Von Seiten der Dechanten wurde die Wertschätzung den ReligionslehrerInnen gegenüber ausgedrückt: ReligionslehrerInnen seien in der Gegenwart oft erste Glaubensvermittler, sie hätten eine Dolmetschfunktion von der Sprache der Kinder und Jugendlichen zur Sprache der Kirche. Ohne ihre Arbeit gebe es in vielen Pfarren weniger Angebot für Kinder und Jugendliche.
Gleichzeitig wurde die gegenwärtige Situation in Schule und religiöser Erziehung auch kritisch hinterfragt. So sind zum Beispiel die Erwartungen an die Feiern wie Erstkommunion und Firmung oft sehr hoch, der Eventcharakter stehe in den Erwartungen oft im Vordergrund nach dem Motto: „Wenn ich schon einmal in der Kirche bin, soll mir auch etwas geboten werden.“ Diese Realitäten würden noch mehr die gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen LehrerInnen und Pfarre fordern, so die TeilnehmerInnen der Dechantenkonferenz.

Ausflug nach Steinerkirchen

Am Mittwoch Abend wurden die Mitglieder der Dechantenkonferenz von der neuen Priorin Sr. Hanna Jurman zu den Benediktinerinnen nach Steinerkirchen eingeladen. Nach dem gemeinsamen Abendgebet wurde eine Führung durchs Haus angeboten. Die Paramentik lud ein zum Shopping für Priester.  

(gec)

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