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Der internationale katholische Mediendachverband "Signis" sieht die wachsende Zahl privater "katholischer" Internet-Auftritte mit Skepsis. Viele von ihnen würden unberechtigterweise vorgeben, im Namen der Kirche zu publizieren, kritisierte der Vizepräsident von "Signis Europa", Joachim Opahle, am Montag in Berlin. Zudem verbreiteten sie restaurative Ansichten und teilweise hoch ideologische Inhalte. Opahle äußerte sich nach Abschluss der Jahreskonferenz des Verbands, zu der Vertreter aus 21 europäischen Ländern nach Berlin gekommen waren. Opahle rief die Bischöfe auf, sich intensiver mit den digitalen Publikationswegen zu befassen. Sie dürften die Deutungshoheit über das, was "katholisch" sei, nicht selbsternannten Predigern überlassen. Diese fügten dem Ansehen von Glaube und Kirche Schaden zu. Häufig seien die Hintermänner und Geldgeber solcher online-Auftritte nicht klar auszumachen, so Opahle, der Rundfunkbeauftragter der Erzdiözese Berlin ist. Besonders verwerflich seien Webseiten, die mit anonymen Beschimpfungen und Gerüchten denunzierten und Unfrieden stifteten. Opahle betonte, "Signis" wolle keine Zensur oder Bevormundung. Er empfahl den nationalen Bischofskonferenzen den Aufbau von online-Plattformen, die attraktiv und professionell über die Kirche und den katholischen Glauben informierten.
(Quelle: KAP)
2009-06-22 20:47:18
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