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BISCHÖFLICHE ARBEITSLOSENSTIFTUNG
 
 
 

 

 

 

Arbeit ist das halbe Leben! Was ist dann ein Leben ohne Arbeit? 30. Juni 2009

Bei dieser Enquete  im Wissensturm in Linz diskutierten ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis zum Thema Arbeitslosigkeit und psychische Belastungen. Die Ebenen von Ethik bis konkretes Handeln wurden ebenso angesprochen wie die individuelle und die gesellschaftspolitische Problemstellung. ReferentIn: Mag.a Margit Appel, Prim. Dr. Werner Schöny, Univ.Prof. DDDr. Clemens Sedmak.

Arbeit ist trotz des Wandels der Erwerbsarbeitsgesellschaft das zentrale Instrument für die materielle und soziale Existenzsicherung, für Teilhabe und Integration, für Selbstwert und Wohlergehen. Mit einem Wort: für ein selbstständiges Leben. Arbeit stiftet individuell Sinn und Identität, ermöglicht Erfüllung. In der Gesellschaft definiert sie den Wert der Leistung und teilt den Status zu. Statt wie im Sprichwort ist die Arbeit nicht mehr nur das halbe Leben, sondern dominiert zunehmend das ganze Leben.

Doch seit Jahrzehnten und aktuell ganz besonders zeigt sich, dass nicht genügend Arbeitsplätze, von denen auch gut zu leben ist, für alle Menschen zur Verfügung stehen. Arbeitslosigkeit sowie die Anzahl der „Working Poor" und prekär Beschäftigten steigen rapide.

Diese zentrale Bedeutung der Erwerbsarbeit und hohe eigene und gesellschaftliche Erwartungen verursachen einen enormen Druck, unter dem längere Zeit arbeitslose Menschen besonders leiden. Das Selbstvertrauen sinkt, die Hoffnungslosigkeit steigt, je länger die vergebliche Arbeitssuche dauert. Gesellschaftliche Diskussionen über Zumutbarkeitsbestimmungen, Erwartungen im persönlichen Umfeld oder Enttäuschungen bei Ämtern und Behörden können sich zu einer Problemlage kumulieren, die für einzelne Menschen kaum mehr bewältigbar ist.

Durch die ständige Arbeitssuche laufen können arbeitslose Menschen wie in einem „Hamsterrad", bis ihnen Luft und Energie ausgehen. Es gibt in ihrer Freizeit kaum mehr entspannen. Mit jeder erfolglosen Bewerbung steigt bei arbeitslosen Menschen die Resignation. Bei der Suche nach den Ursachen entstehen oft Schuldgefühle, die von außen noch verstärkt werden. Psychische Probleme und Krankheiten nehmen dramatisch zu. Mehr noch als Arbeit dominiert Arbeitslosigkeit das ganze Leben. Betroffene Männer und Frauen müssen Stress und Burn-Out selbst bewältigen. Doch diese individuellen Probleme haben eine gesellschaftliche Ursache: den Mangel an guten Arbeitsplätzen.

Angesichts dieser Lage stellen wir uns folgende Fragen:
Wie muss Unterstützung und Hilfe für die Betroffenen aussehen?
Welche neuen Ansätze der psychosozialen Gesundheitsförderung gibt es?
Wie kann die ausgrenzende Überbewertung der Erwerbsarbeit überwunden werden? Wie kann Arbeit menschengerechter gestaltet und gerechter verteilt werden?
Wie kann die Menschenwürde konkret gestärkt werden, damit ein befreites, glückliches und erfüllendes Leben für alle möglich wird?

Programm
13.30 Eintreffen, Kaffee, Kuchen
14.00 Begrüßung Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz

Gesprächsrunde ExpertInnen aus der Praxis und Betroffene am Wort

Kränkt Arbeitslosigkeit die Psyche? Dr. Werner Schöny

Des arbeitslosen Menschen Würde DDDr. Clemens Sedmak

Pause

Tätigsein in Freiheit. Wie geht das im Kopf, wie in der Gesellschaft? Mag.a Margit Appel

Diskussion über Konsequenzen
18.00 Buffet und Ausklang

ReferentInnen:
Mag.a Margit Appel, Politologin, Erwachsenenbildnerin, Mitarbeiterin an der Kath. Sozialakademie Wien, Schwerpunkte Gesellschaftspolitik und politische Erwachsenenbildung
Univ.Doz. Prim. Dr. Werner Schöny, Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, ärztlicher Direktor der OÖ Landes-Nervenklinik, Obmann der pro mente OÖ und der pro mente austria
Univ.Prof. DDDr. Clemens Sedmak, Philosoph, Theologe, Soziologe, Professor für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, Professor am King´s College, London, Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung

Anmeldung und Information
Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung bis 24. Juni 2009:
Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, 4020 Linz, Kapuzinerstr. 38,
Telefon: 0732 / 781370, E-Mail: arbeitslosenstiftung@dioezese-linz.at
Weitere Informationen: www.arbeitslosenstiftung.at

Anstatt eines fixen TeilnehmerInnenbeitrages ersuchen wir um eine Spende nach Ihren Möglichkeit für die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, auf unser Konto 10.653.210, VKB-Bank, BLZ 18.600
Verwendungszweck: Enquete Arbeit ist das halbe Leben

Veranstaltungsort:
Wissensturm, Volkshochschule Linz der VHS, 15. Stock wegen des großen Interesses nun Saal im Erdgeschoß, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz, gegenüber dem Hauptbahnhof, nähere Informationen: www.wissensturm.at
Anreise mit Auto: Autobahnabfahrt Zentrum, Waldeggstraße Richtung Hauptbahnhof, zum Hauptbahnhof rechts abbiegen, nach 50 m links Zufahrt zur Tiefgarage unter dem Wissensturm (€ 0,50 je ½ Stunde, begünstigt, Auskunft bei der Information im EG)

 

BISCHÖFLICHE
ARBEITSLOSENSTIFTUNG

4020 Linz, Kapuzinerstr. 38/2
Tel.: 0732/781370 Fax: –4
arbeitslosenstiftung@
dioezese-linz.at

Setzen Sie bitte ein
Zeichen des Teilens mit arbeitslosen Menschen und spenden Sie bitte an die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung:
Konto Nr.: 10.653.210,
VKB-Bank, BLZ 18.600

 

Baum der Solidarität mit arbeitslosen Menschen

Seit dem Tag der Arbeitslosen am 30. April 2009 steht als Zeichen unserer Solidarität mit arbeitslosen Menschen ein neuer junger Baum im Linzer Dompark. So wie er soll unsere Solidarität wachsen.

Kirche und Arbeiterkammer bringen mit diesem gemeinsam gepflanzten Baum das gemeinsame Anliegen zum Ausdruck, dass für jeden arbeitslosen Menschen ein menschengerechter Arbeitsplatz geschaffen werden muss.