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Oberösterreicherin erhält St. Leopold Friedenspreis des Stiftes Klosterneuburg für humanitäres Engagement in der Kunst
Elke Punkt Fleisch (bürgerlicher Name Elke Zauner)/Kunstuniversität Linz, Keramik wurde im Stift Klosterneuburg für ihre keramische Bachelorarbeit „Allzweckreinigerinnen“, die sich mit den prekären Arbeitsverhältnissen auseinandersetzt, mit dem St. Leopold Friedenspreis 2008 ausgezeichnet.
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Keramische Arbeit von Elke Punkt Fleisch: Allzweckreinigerinnen _ Fotos: Kunstuni Linz |
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Preisverleihung in Klosterneuburg |
Der Preis geht auf eine Initiative des Klosterneuburger Propstes Bernhard Backovsky zurück und ist heuer zum ersten Mal verliehen worden. Er zeichnet KünstlerInnen aus, die zusätzlich zum künstlerischen Anspruch von Werken der bildenden Kunst aus den Bereichen Malerei, Grafik, Foto und Bildhauerei humanitäres Engagement zeigen. Mit ihren zwischen 30 und 50 cm grobschamottierten Tonfiguren thematisiert die Bachelorabsolventin der Kunstuniversität Linz die prekäre Situation in Österreich arbeitender Migrantinnen, die in der Reinigungsbranche tätig sind. Neben vielen anerkennenden Worten und einer Preis-Statuette für den Hauptpreis erhielt Elke Punkt Fleisch das mit 10.000 Euro dotierten Preisgeld. Der Preis trägt den Namen des Heiligen Leopold III., Markgraf, Friedenspolitiker und Landespatron von Niederösterreich. Während seiner Regierungszeit gab es die längste Friedensperiode der österreichischen Geschichte mit Ausnahme der Zeit ab 1945. Sein Wirken und sein Geist verbinden zwei Aufgaben des Stiftes: Förderung der Kunst und humanitäres Engagement. Allzweckreinigerinnen Diese Arbeiten wurden erstmals in einer Einzelausstellung in der Katholischen Hochschulgemeinde Linz 2007 gezeigt (www.kib.at.tf) „Den Rest macht hoffentlich die Putzfrau." So der Wortlaut einer Kunststudentin, die meinen Kaffee ausgeschüttet hat und die Kaffeepfütze nur notdürftig wegwischte. Durch Erlebnisse mit Mitmenschen ist mir aufgefallen, welch niedrigen Stellenwert Putzfrauen in unserer Gesellschaft haben und mit welcher Ignoranz diesen Frauen begegnet wird. Die Wahrnehmung von Putzfrauen kann man analog setzen mit den Erzählungen von Heinzelmännchen/fräulein. Sie verrichten die Arbeit, die keiner machen will zu einer Uhrzeit, wo sonst niemand anzutreffen ist. Sei es in Wohnungen, Geschäften, Banken oder hier an der Kunstuniversität. Besonders illegal Beschäftigte leben mitten uns, doch so im Verborgenen, dass wir sie meist nicht einmal bemerken. EPF Elke Punkt Fleisch-Biografie: 1980 geb. in Grieskirchen, OÖ. 1996 - 2000 Atelierpraktika (Malerei, Bildhauerei) bei Erich Ruprecht/Linz seit 2003 Studium an der Kunstuniversität Linz / Studienrichtung Keramik (Bachelorstudium/Masterstudium) 2005 Gründung der Künstlagruppe und Band Ganshaut mit Therese Frühling seit 2006 Mitarbeiterin des Instituts für erweiterte Kunst/ IFEK Ausstellungen 2007 Reigen, ZUK/Wien Von Krisenherden und Allzweckreinigerinnen, KHG/Linz Ausstellungsbeteiligungen 2004 the spoon, Galerie der Kunstuni Linz 2005 lux et ligula, 7.Neubauer Designpfad/Wien tuttonnot, Schirmmacher/Linz 2006 selberlinzer, Porzellanmuseum Selb/D 2007 selberlinzer, Altes Rathaus/Linz diffusion, Apothekerhaus/Linz 2008 kopieren und einfügen, Kunstuniversität Linz kopieren und einfügen, Kammerhofgalerie Gmunden "Der Designpfad glamourt in voller Pracht", Architekturzentrum Wien Mitnimmsel - Souvenirs von Künstlerinnen, Hofberg 10/Linz BestOff 08, Finanzgebäude Ost/Linz
(Kunstuni Linz, gec)
Kunstuni Linz
2008-12-04 10:24:52
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