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Ökumenische Segnung der Gedenk- und Grabstätte für fehl-und totgeborene Kinder

Am vergangenen Montag wurde nach mehrjähriger Vorbereitungszeit von Magistrat der Stadt Wels, Friedhofsverwaltung, Klinikum der Kreuzschwestern und Krankenhausseelsorge die Gedenk- und Grabstätte für fehl- und totgeborener Kinder am Welser Friedhof von Diakon Herbert Mitterlehner gesegnet.

Ort für Eltern, die ihr Kind nie wirklich in ihren Armen halten konnten
Mag. Raimund Kaplinger, Geschäftsführer des Klinikums Kreuzschwestern in Wels, erklärte in seiner Eröffnungsrede, dass diese Gedenkstätte ein wichtiger und guter Ort für betroffene Eltern sei, die ihr Kind nie wirklich in ihren Armen halten konnten.

Kaplinger bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit Krankenhausseelsorge und Magistrat in der Vorbereitungszeit für die neue Gedenk- und Grabstätte. Gleichzeitig dankte er den beteiligten Personen von Magistrat, Friedhofsverwaltung und Seelsorge für ihr Engagement bei der Verwirklichung eines schon lange gehegten Wunsches von Klinikum und Krankenhausseelsorge.
 

v.l.:  Raimund Kaplinger, Herbert Mitterlehner, Sr. Agnes Rockenschaub, Dietbert  Timmerer, Barbara Müller, Peter Koits
v.l.: Raimund Kaplinger, Herbert Mitterlehner, Sr. Agnes Rockenschaub, Dietbert Timmerer, Barbara Müller, Peter Koits

Bürgermeister betont Notwendigkeit
Bürgermeister Dr. Peter  Koits unterstrich in seiner Ansprache ebenfalls die dringende Notwendigkeit dieses Ortes. Er machte durch die Schilderung  einer persönlichen Betroffenheit - ein Bruder von ihm verstarb auch kurz nach der Geburt - deutlich, wie wichtig für Angehörige ein Ort des Trauerns und Gedenkens sei. Er sei daher sehr dankbar, dass es diese Gedenkstätte auf dem städtischen Friedhof jetzt gebe, betonte der Bürgermeister.

Symbole der Gedenk-und Grabstätte
Diakon Herbert  Mitterlehner, der Leiter der Krankenhausseelsorge des Klinikums Wels, erklärte vor der Segnung die Symbole der Gedenk- und Grabstätte:

Die Bedeutung der Wege:
Eltern halten beschützend einen Mantel der Liebe um ihr Kind, welche hier bestattet sind.  Er drückt aus, wonach sich trauernde  Eltern sehnen: dem Kind, das sie verloren haben, Schutz und Geborgenheit zu geben. So lädt dieser Ort ein, eigenen Gefühlen und Gedanken Gestalt zu geben.

Das Eingangstor, ein schmiedeeiserner Rosenbogen:
Die Kinder haben das Tor durchschritten ohne je einen Schritt auf diese Erde gesetzt zu haben.

Die gepflanzten Rosen:
Rosen - verschwenderisch im Ausbruch ihres Blühens! Die Rose befreite sich aus der engen Knospe, die sie umschloss, in ein neues Leben  hinein!
 

Herbert Mitterlehner segnet die Gedenk-und Grabstätte
Herbert Mitterlehner segnet die Gedenk-und Grabstätte

Die Schmetterlinge aus Keramik als Symbol für jedes Kind:
Kraft die aus vielgestaltigen Lebensformen wächst, sich verwandelt und entwickelt. Das Gegensätzliche  fügt sich zur Einheit, zur Ganzheit. Wage den Flug und lass dich tragen.

Der Brunnen:
Wasser – Quelle des Lebens – geheimnisvoller Ort der Stille und Kraft. 

Alle sind eingeladen:
Zu sitzen, zu verweilen, innezuhalten, um sich zu  begegnen. Einen neuen Weg zu finden und ihn zu gehen, so Herbert Mitterlehner.

Erste Beisetzungen am Freitag
Es lohnt sich, dieser neuen Gedenk- und Grabstätte auf dem Welser Friedhof mit ihren Symbolen einen Besuch abzustatten. Die ersten Beisetzungen finden am kommenden Freitag statt.

(Bericht und Fotos: Hasibeder)

(sg)

Haupt-und ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerinnen des Klinikums Wels
Haupt-und ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerinnen des Klinikums Wels
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