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Sich Fair-Kleiden – für eine bessere Welt. Foto: Wolfgang Pohn. |
Öko-modern: Die aktuelle Sommerkollektion des Modelabels „Göttin des Glücks“ beweist: Auch mit Umweltbewusstsein, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und fairem Handel kann laufstegtaugliche Mode gemacht werden. Foto: Wolfgang Pohn.
Nicht mehr nur Jute oder schlabbrige, verwaschene T-Shirts – die „grünen“ Textilien sind modisch geworden, liegen voll im Trend. Hier ein Überblick, wo man sie erhält und worauf man beim Einkauf achten sollte.
„Göttin des Glücks“ heißt ein neues Modelabel von vier jungen Designer/innen aus Sofia, Zagreb, Baden und Wien, die gemeinsam mit EZA Fairer Handel eine erste ökofaire Modekollektion in Österreich präsentieren (www.goettindesgluecks.at).
Die Kleidungsstücke werden vorwiegend aus Baumwolljersey hergestellt und mit Wohlfühlbotschaften bedruckt. Durch die Kooperation mit EZA Fairer Handel wird garantiert, dass die Stoffe unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und mit sozialer und ökologischer Verantwortung erzeugt werden.
Grund-STOFF: Baumwolle. Laut EZA sind etwa 140 Millionen Menschen im Baumwollanbau oder in der Verarbeitung tätig. Im konventionellen Anbau führen Gentechnik und der intensive Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungs- und Entlaubungsmittel zu schweren gesundheitlichen Schäden und enormer Umweltverschmutzung. Kinderarbeit und miserable Arbeitsbedingungen mit 60-Stunden-Woche sind keine Seltenheit.
Kontrolliert biologisch angebaute Fairtrade-Baumwolle garantiert nicht nur den Verzicht auf chemischen Dünger und Pestizide. Sie weist auch bessere Qualität auf, weil sie händisch geerntet wird, und hilft den erzeugenden Bauersfamilien, unter menschenwürdigen Bedingungen Kosten zu sparen und bessere Erntepreise zu erzielen.
Kein einheitliches Gütesiegel. Mittlerweile sind Ökotextilien in Österreich nicht nur in Naturtextilienfachgeschäften erhältlich, sondern werden vereinzelt auch im konventionellen Bekleidungshandel angeboten.
Derzeit gibt es zwar noch kein einheitliches Gütesiegel für ökologisch und fair produzierte Bekleidung. Konsumenten können beim Kleiderkauf aber darauf achten, ob die Modefirmen ihre ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Standards freiwillig von unabhängigen Überprüfungsorganisationen, etwa der „Fair Wear Foundation“, der „Fair Labor Association“ oder der „Ethical Trading Initiative“, kontrollieren lassen.
Die „Ethiktests“ mancher Konsumentenschutzorganisationen geben zudem Hinweise darauf, welche Unternehmen besonders gute oder schlechte Standards haben.
Auf der Internetseite der „Clean Clothes Kampagne“ findet sich unter www.oneworld.at/cck unter dem Punkt „Shopping Guide“ ein Einkaufsführer, der eine gute Übersicht über bereits bestehende Gütesiegel und vertrauenswürdige Unternehmungen gibt.
Faire Textilien im Handel
Diese Unternehmen bieten Ökotextilien an:
- Xiling Seide & Naturtextilien, Linz
- ALOM Manufaktur Haslach
- Natur Faser Fölser: Helfenberg, Hanfjeans
- Naturhaus Messner: Steyr
Versandhandel:
- Grüne Erde, Wien: www.grueneerde.com
- Hess Natur-Textilien: www.hess-natur.at
- Panda Versand: www.panda.de
- Maas-Naturwaren: www.maas-natur.de
Weitere Bezugsquellen:www.umweltberatung.at
Katharina Grantl
KIZ Ausgabe 2007/16
2007-04-18 16:37:17
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