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5 Jahre Domanovici
Von der PowerPoint Präsentation "5 Jahre Domanovići, ein Projekt der Pfarre Traunkirchen" gibt es eine CD zum Preis von € 8,00.
Zu bestellen bei:
Ewald Fink
Mitterndorf 73
A-4801 Traunkirchen
Tel. 07617 / 2496
E-Mail: ewald.fink@direkt.at
Unsere Partnerpfarre in Bosnien-Herzegowina
Warum Partnerpfarre, warum Domanovići?
Wir wollen mehr tun, als nur Spenden einsammeln. Wichtig ist uns, die Möglichkeit zu haben, möglichst viele Traunkirchner in Kontakt mit den Menschen in dem betreffenden Land zu bringen. Domanovići ist in einer Tagereise erreichbar. Es gibt dort engagierte Caritas- und Pfarrmitarbeiter einige sprechen deutsch oder englisch.
Was wir bei unserem Erstbesuch im Februar 2002 gesehen und gehört haben, hat uns sehr ergriffen und tief betroffen gemacht. Viele Menschen, die es bis zum Ausbruch des Krieges zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht haben, sind nunmehr infolge der Kriegswirren arbeits- und obdachlos.
In Domanovici waren 300 Häuser ohne Dach
Wir haben uns gefragt: Was können wir tun?
Die Prioritäten richteten sich sowohl nach den Dringlichkeiten in Bosnien als auch nach unseren Möglichkeiten in Traunkirchen. Es sollte jeder, der sich beteiligen will, die Möglichkeit dazu haben. Es ging um keine unerschwinglichen finanziellen Opfer. Persönliche Kontaktnahme, Anteilnahme und Gebet waren genauso erwünscht.
Wir hatten uns für folgende Aktivitäten entschieden:
„Ein Dach über dem Kopf“
In den Flüchtlingsdörfern waren 300 Häuser ohne Dach. Die Ziegel für ein Dach kosten € 1.000,00, ein Dachstuhl € 900,00.
Fonds für akute Notfälle
Operationen und Medikamente sind von den Betroffenen selbst aufzubringen - meist fehlt das Geld.
Jugendaustausch
Von beiden Seiten besteht reges Interesse an einem Jugendaustausch.
Feuerwehr-Tankfahrzeug
In den neuen Wohngegenden gibt es keine Wasserversorgung. Wer das Geld dafür hat, hilft sich mit einer Zisterne, in der das Regenwasser aufgefangen wird. Von Februar bis September 2003 hat es in Domanovici überhaupt nicht geregnet! Ein Zisterne kostet ca. € 3.000,00 - für viele unerschwinglich.
Medikamente
Werden von der Krankenkassa nicht bezahlt, die Flüchtlinge haben aber kein Geld.
Hilfsgüter
Benötigt wurden vor allem Kindersachen: Schulsachen (Schultaschen!), Spielsachen für den Kindergarten, Kinder- und Babybekleidung, gut erhaltene Möbel waren jederzeit willkommen, Pakete mit Grundnahrungsmitteln - speziell für Weihnachten.
Verabschiedung der beiden Feuerwehrtankfahrzeuge - - werden in Domanovici für den Trinkwassertransport eingesetzt.
Ankunft in Dom. - geborgter LKW aus Altmünster Caritas Dir. Ante Komadina (3. v. re) und Pfarrer Ivan Pavlovic (1. v. re) kommen zur Begrüßung
Was wir schon getan/erreicht haben:
Aktion „Dach über dem Kopf“
Inzwischen konnten wir das Geld für 61 Häuser nach Domanovići bringen, an den Dächern wird schon gebaut. Das Geld für drei weitere Dächer wird demnächst überwiesen. Teilweise mussten auch die Dachstühle finanziert werden.
Fonds für akute Notfälle
Wir konnten Pfarrer Ivan Pavlović schon so einen Akutfonds zur Verfügung stellen, mit dem er vorallem medizinische Notfälle finanzieren kann. Der Fonds wird immer wieder ergänzt.
Jugendaustausch
Ein Erstbesuch in Domanovići hat schon im Frühjahr 2002 stattgefunden, Brieffreundschaften wurden angebahnt. Im Sommer 2002 verbrachten 8 Jugendliche mit Kaplan Ivan eine Woche in Traunkirchen. Im August 2003 waren 17 Jugendliche aus Traunkirchen in Domanovici. Im Sommer 2004 erfolgte wieder ein Gegenbesuch: die Jugendlichen mit ihren Seelsorgern kamen mit zwei Pkw's nach Traunkirchen und verbrachten mit unseren Jugendlichen schöne Tage.
Feuerwehr-Löschfahrzeuge
Anfang September 2002 konnten zwei gebrauchte Feuerlöschfahrzeuge nach Domanovici - für den Trinkwassertransport - überstellt werden.
Medikamente und Verbandmaterial
Wir haben schon fünf Lieferungen nach Domanovići gebracht - insgesamt 3.265 Packungen bis jetzt. Die Medikamente werden jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht ausgegeben.
Hilfsgüter
Wir haben einen Raum aufgetrieben, wo wir die gesammelten Hilfsgüter lagern können. So konnten bisher schon sechs LKW-Ladungen mit Hilfsgütern nach Domanovici gebracht werden - insgesamt über 28 Tonnen. Die Marktgemeinde Altmünster und das Rote Kreuz borgten uns immer die Lkw's für die Transporte. Dafür sind wir sehr dankbar.
Am 10. November 2004 verließ der 5. und bisher größte Hilfstransport für die Flüchtlinge in unserer Partnerpfarre Domanovici Traunkirchen. Insgesamt fast 10 Tonnen, davon 6,5 Tonnen Schulartikel (Hefte, Schultaschen usw.), der Rest Möbel, Krankenhausbetten, Fahrräder usw. Für arme Familien ist die Ausrüstung ihrer Kinder für die Schule oft unerschwinglich.
Dazu kam ein 17 m langer Sattelzug aus Herzegowina, der uns von der Caritas in Linz zur Verfügung gestellt wurde. Es war nicht leicht, das große Fahrzeug in den beengten Platzverhältnissen bei unseren Lagern zu manövrieren, schließlich ging aber alles gut - dank des engagierten Einsatzes von Fahrer und Helfern.
Verladung der schweren Papier-Pakete Ein Stapler samt Fahrer wurde uns zur Verfügung gestellt.
Zufriedene Gesichter von Fahrer und Helfern. Auch sperrige Möbel konnten im Sattelzug gut untergebracht werden.
Lebensmittelpakete
Zu Nikolaus 2002 konnten wir dem Pfarrer das Geld für 20 Pakete mit Grundnahrungsmitteln übergeben. Zu Erntedank 2003 konnte Pfarrer Haidinger den beiden Seelsorgern das Geld für weitere 20 Lebensmittelpakete für Weihnachten 2003 übergeben. Für Weihnachten 2004 spendeten die Traunkirchner genug Geld für die Anschaffung von 250 Paketen. 2005 und 2006 wurden diese Aktionen wiederholt.
Nachbarpfarren
Inzwischen helfen die Pfarre Altmünster und eine karitative Gruppe aus Neukirchen mit großzügigen Spenden mit. Die Erstkommunionkinder aus Roitham haben Pakete für die Flüchtlingskinder mitgeschickt.
Erntedank mit Domanovici
Anfang Oktober 2003 kamen Pfarrer Ivan Pavlovic und Kaplan Nikola Menalo nach Traunkirchen, um sich bei der Pfarrbevölkerung für die Spenden zu bedanken. Im August 2004 waren Pfarrer und Kaplan mit den Jugendlichen wieder in Traunkirchen. So wird der Kontakt mit Domanovici immer enger.
Besuch in Traunkirchen Pfarrer Haidinger stößt mit Pfarrer Ivan Pavlovic und Kaplan Nikola Menalo auf eine gute Zusammenarbeit an.
Jetzt, nach 5 Jahren, haben sich die Schwerpunkte geändert:
Es gibt nur mehr 20 Häuser ohne Dach, und die schaffen es alleine auch. Daher werden nicht mehr so viele Möbel und Textilien kaputt. Es ist auch schon eine Wasserleitung in Sicht.
Die Transportkosten sind enorm gestiegen - beim 6. Hilfstransport im April 2006 waren es € 1.350,--. Von einer italienischen Kleiderfabrik werden Textilien gespendet.
Wir werden weiter Medikamente sammeln, vor allem aber Geld für die Aktion "Weihnachtspakete". Fast niemand hat einen geregelten Arbeitsplatz und somit fehlt das Einkommen. Die bedürftigsten Familien sollen Grundnahrungsmittel (Mehl, Öl, Zucker, Nudeln, etc.) bekommen. Für die Kinder werden Schul- und Spielsachen benötigt.
"Wir können von Traunkirchen aus den Flüchtlingen ja keine Arbeitsplätze beschaffen", haben wir uns gesagt. Nach einigem Nachdenken fragen wir uns aber, "Warum eigentlich nicht?". Wir wissen immerhin einiges über die Situation in Herzegowina und sind bereit, Firmen die dort investieren und Arbeitsplätze schaffen wollen, zu unterstützen.
Interessenten mögen sich bitte melden, bei
Ewald Fink
Mitterndorf 73
4801 Traunkirchen
Tel. 07617/24 96
ewald.fink@direkt.at
Aus Anlass "5 Jahre Hilfe für die Flüchtlinge von Domanovici", fand im Juli 2007 eine Busfahrt nach Herzegowina statt, an der 39 Spender und Gönner des Projektes teilnahmen. Natürlich kamen wir nicht mit leeren Händen. So konnten wir unter anderem Pfarrer Ivan Pavlovic das Geld für 100 Weihnachtspakete 2007 übergeben.
Alle, die noch mithelfen möchten, damit das Leben der Flüchtlinge von Domanovici erleichtert werden kann, sind willkommen.
Spenden erbeten auf das Konto:
Pfarramt Traunkirchen - "Caritasfond" - Kto.Nr. 5916242, BLZ 34670 (Raiffeisenbank Traunsee-West, Traunkirchen)
Wir halten Sie über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden.
Ausflug nach Domanovici
Busfahrt nach Domanovići mit Pfarrer Franz Haidinger
Vier Jahre später, im Juni 2011 fuhren wir wieder nach Domanovići. Die Busfahrt zu unserer Partnerpfarre war für alle Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Zuerst die Krka Wasserfälle, bei herrlichem Wetter ein Naturschauspiel, dann die Riviera von Markaska mit der dalmatinischen Inselwelt. Am nächsten Tag Meðugorje, wo der 30. Jahrestag der Erscheinungen Mariens gefeiert wurde. Nach dem Besuch der deutschen Messe setzten wir unsere Fahrt nach Domanovići fort, wo wir schon in dem noch nicht fertigen Gebäude erwartet wurden. Pfarrer Ivan Pavlović und die Männer vom Caritas Team begrüßten uns herzlich. Später kamen noch Caritas-Direktor Ante Komadina und Mirjana Vlaho aus Mostar dazu. Ihnen konnten wir die mitgebrachten Medikamente übergeben.
Es war ein fröhliches Fest, das dann begann. Es war die Stunde der Grillmeister. Der Kollege von Andreas Seidl, Dražen Čule, der als Caritas-Chef von Domanovići mit seinem Team von Anfang an den Flüchtlingen tatkräftig geholfen hat, schlachtete ein Schwein, es gab Wein aus Domanovići und natürlich selbstgebrannten Schnaps. Dann schnallte sich Pfarrer Ivan das Akkordeon um. Wenn wir den Text der Lieder, die gesungen wurden, auch nicht verstehen konnten, so wurden wir doch von den herrlichen Männerstimmen der ganzen Truppe mitgerissen. Am liebsten hätten wir mitgesungen. Die Stimmung steigerte sich immer mehr, es wurde getanzt, alle fühlten die tiefe Verbundenheit, die in den neun Jahren gewachsen ist, seit sich Pfarrer Haidinger für die Patenschaft mit Domanovići entschieden hat. Die letzten Sonnenstrahlen ermöglichten noch ein Gruppenfoto, dann ging es ins Hotel nach Metković.
Domanovići zeigt uns, dass Menschen, die Vertreibung und schweres Leid erfahren mussten, wieder von Null beginnen, Gemeinschaft pflegen, fröhlich sind und in der Gegenwart leben können.







