Geschichtliches |
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Baugeschichte: Als erste Periode ist die romanische zu nennen: 1223 wurden 2 Altäre geweiht, 1273 ist die Weihe der Kirche erwähnt. Diesem Zeitabschnitt gehört offenbar die Kernanlage des basilikalen, querschifflosen Langhauses mit Ausnahme des östlichen Joches an. Letzteres erweitert sich trapezförmig zum breiten gotischen Chor. Die Proportionen des Langhauses (Breite zu Höhe) sind relativ steil, sie stehen im Verhältnis 1 : 2. Ursprünglich war der Grundriß wahrscheinlich im gebundenen System mit zwei quadratischen Mittelschiffjochen angelegt. Ob der quadratische Westturm, welcher der Breite des südlichen Seitenschiffes entspricht, romanische Kernmauern enthält, ist unsicher. Die zweite Bauphase ist jene der Gotik, 1436 ist abermals eine Kirchweihe mit allen Altären und Kapellen angeführt. Es erfolgte ein völliger gotischer Umbau des Langhauses bzw. Neubau des Chores. Von der Gotisierung des Langhauses sind im Mittelschiff über den barocken Gewölben in der östlichen Hälfte die Spitzen gotischer Fenster und in der westlichen Hälfte die Ansatzstellen gotischer Gewölbe erhalten. Die Kernmauern des Chores mit den Strebepfeilern und der Spitze eines reich profilierten Fensters gehe ebenfalls auf das 15. Jahrhundert zurück. Die barocke Periode setzt zur Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Abt Augustin Kausler (1648 – 1658) veranlasste eine Restaurierung des Kircheninneren, welche durch Verputzflächen und einen Stichkappentonnen-Ansatz oberhalb der heutigen Gewölbe bezeugt ist. Während der Regierungszeit der Äbte Cölestin Pestaluz (1658 1678) und Rupert I. von Kimpflern (1678 – 1708) erhielt die Kirche das heutige Gepräge. Unter dem letztzitierten Abt wurde auch der Kirchturm erhöht (43 m hoch mit Zwiebelhelm). Abt Rupert II. Freysauf von Neudegg (1709 – 1735) zeichnet für die Abschlussarbeiten verantwortlich: 1709 fand die Ausmalung der Kirche statt, das Portal kam 1714 und die Orgel 1732 dazu. |
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