Neuer innovativer Kirchenbau in der Solarcity Linz
In der solarCity Linz wurde nun der Sieger des Architekturwettbewerbes zum Bau eines Seelsorgezentrums auserkoren. Das Architektenduo Pointner/Pointner gewann den Wettbewerb mit einem Projekt, das architektonisch wie gemeinschaftsstiftend die solarCity wesentlich prägen wird. Der Bau des Seelsorgezentrums ist für die Identitätsentwicklung der jungen solarCitygemeinde bedeutend“, sagt Mag. Martin Schachinger, Pfarrassistent in der Seelsorgestelle solarCity

Raumkonzept spiegelt Pastoralkonzept
Die Bewohner der solarCity wurden in die Planung miteinbezogen. Das Raumangebot ist ein sehr identitätsstiftendes Element in der Entstehung einer neuen Gemeinde und eines neuen Stadtteiles. Auch die moderne Pastoral der Kirche spiegelt sich in dem Kirchengebäude wieder.
Das moderne Seelsorgezentrum ist ein Dienstleistungs-, Begegnungs- und Glaubenszentrum.

1. Zwischen kritischer Distanz und wohlwollendem Interesse bis hin zur aktiven Beteiligung aus Überzeugung bewegt sich die Stellung der Menschen zur Kirche. Der Haupteingang mit seinem Vorplatz hinter dem Solarportal bietet ein optimales Spiel zwischen drinnen und draußen. Ein Gefühl des sich annähern können aber nicht vereinnahmt werden, soll dieser Bereich spiegeln und den Menschen den Kontakt leicht machen.
2. Die persönliche/individuelle Suche nach Spiritualität, Mystik und Ruhe findet in der von außen zugänglichen Kapelle seinen Platz. Das Pastoralkonzept setzt einen Schwerpunkt in der Gruppe der Familie und Interessensgemeinschaft. Die Kapelle bildet das Herzstück christlicher Glaubensgestaltung für spirituelle Feiern im kleinen Rahmen. Gleichzeitig ist sie auch der intimste spirituelle Raum mit Allerheiligstem und Taufstelle. Die räumliche Zuschaltbarkeit (veränderbare Wände) zum großen Gottesdienstraum bietet die Möglichkeit für gottesdienstliche Feiern der gesamten Gemeinde.
3. Die Pfarrgemeinde möchte die Schwellenangst so gering wie möglich halten und ein Signal der Offenheit für alle Menschen egal welcher Herkunft und Religion geben. Eine konfessions- und religionsübergreifende Nutzung soll dabei auch ermöglicht werden. Der transparente Eingangsbereich mit den administrativen Anlaufstellen, Büro- und Besprechungsraum soll Offenheit für Anfragen und Beratung jeglicher Art signalisieren. Der anschließende Foyer- und Barbereich spiegelt dies auf der kommunikativen Ebene. Christliche Seelsorge ist wesentlich vom Diakonischen(Dienst) Charakter für die Menschen geprägt und soll kommunikationsstiftend wirken.

4. Jugend sucht einen eigenen Zugang zu Gemeinschaft, Gesellschaft und Glaube. Ausgedrückt wird diese Sonderstellung durch den eigenen Eingangsbereich und getrennte Räume. Sie wird in diesem Konzept auch nicht in den Keller verbannt sondern kann quasi aus der Vogelperspektive Einblick in das Innenleben der Seelsorgestelle nehmen. Zu diesem Funktionsbereich zugeordnet sind weitere Gruppenräume zur Nutzung unterschiedlichster Art und Weise. Der Spielraum im Erdgeschoß darunter soll ebenfalls einen niederschwelligen Zugang für Kinder und Jugendliche ermöglichen.

5. Der Wohnbereich als selbständige Einheit mit eigenem Zugang und größtmöglicher akustische Abgeschiedenheit soll eine Trennung von Arbeits- und Privatsphäre für Hauptamtliche ermöglichen.

6. Ganzheitlichkeit als modernes Lebensgefühl. Ein Erleben mit allen Sinnen wird insbesondere auch durch die integrierten Gartenelemente gewährleistet.
Kirchengebäude erzeugt seinen Strom selbst
Das neue Gebäude ist mit einem Solarschild mit modernster Solartechnik ausgestattet. Die Solarzellen erzeugen durch Fotovoltaik Strom für den eigenen Bedarf. Der tagsüber erzeugte Strom beleuchtet das Gebäude in der Nacht von innen heraus.Auch das Wasser wird durch das Regenwasserrecycling optimal genutzt.Die Diözese Linz (Diözesanfinanzkammer) finanziert das Seelsorgezentrum zu 100 %. Neben dem Kirchenbau in Gallspach und Wels-St. Franziskus ist es eines der großen Bauvorhaben der Katholischen Kirche heute.