| 1357 | Mit der Stiftungsurkunde vom 19. Februar 1357 trennt Bischof Gottfried von Passau über Ersuchen des Adeligen Eberhard von Kapellen die Filialkirche Schwertberg von der Mutterpfarre Naarn und macht sie zu einer selbsständigen Pfarre. Die Herren von Windegg erhalten die Patronatshoheit. Zum Pfarrbereich gehören der Markt östlich der Aist und die Ortschaften Lina, Winden und Windegg. |
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| 1424-1432 | Tschechische Hussiten fallen in Oberösterreich ein und zerstören Kirchen, Klöster und Ortschaften. Schwertberg blieb nicht gänzlich verschont. | ||
| Um 1500 | Das ursprüngliche Gotteshaus zum hl. Philipp und Jakob wird unter Verwendung des zweischiffigen Langhauses im Stil der Spätgotik neu errichtet. Das tatsächliche Alter (Ersterbauung 13. Jahrhundert?) sowie der Baustil der Ursprungskirche sind nicht bestimmbar. | ||
| 1559-1626 | Unter den Scherffenbergs und Tschernembls schließen sich viele den Lehren Luthers und Calvins an. Hannes IV. von Tschernembl vereinigt die Herrschaften Windegg und Schwertberg, das bequemere Schloss Schwertberg wird Hauptwohnsitz. Georg Erasmus Freiherr von Tschernembl stellt in unserer Pfarre die katholischen Gottesdienste ein und installiert protestantische Pastoren ("Prädikanten"). Jahre später und teils nach gewalttätigen Auseinandersetzungen wird das Untere Mühlviertel wieder weitgehend katholisch. Eine wichtige Rolle bei der Rekatholisierung spielt Dr. Joachim Enzmillner (Herr von Windhaag bei Perg) als Generalreformationskommissär für Oberösterreich und Niederösterreich. | ||
| 1630 | Erste authentische Matrikenaufzeichnungen der Pfarre. | ||
| 1689 |
Erbauung der Kalvarienbergkapelle durch Carlo Antonio Carlone Den Auftrag zur Errichtung der Kreuzweganlage erteilt Adam Koller, Marktrichter und Besitzer des Bräuhauses zu Schwertberg. |
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| 1775-1777 | Im Zuge der von Kaiserin Maria Theresia eingeleiteten Reformen kommen die Ortschaften Poneggen und Sand (bisher Ried) und Aisthofen (bisher Perg) zur Pfarre Schwertberg. In der Nähe der Kirche lässt Graf Josef Gundacker Thürheim für seine Familie eine kapellenartige Gruft errichten. Sie ist u.a. Ruhestätte für Chorherr Floridus Fromwald (letzter Abt des aufgehobenen Stiftes Waldhausen) und Fürst Andrej Kytilowitsch Rasumoffskij (russischer Botschafter in Wien). | ||
| 1785 |
Im Gefolge der josephinischen Reformen wird mit der Einpfarrung der Ortschaften Aisting, Doppl und Josefstal (bisher Pfarre Ried) im Wesentlichen das heutige Pfarrgebiet kompletiert. |
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| 1878 | Am 14. Oktober wird der neue (derzeitige) Friedhof eingeweiht. Bis 1803 befand er sich rund um die Kirche und die nächsten 75 Jahre am Hang nach der alten Schule. | ||
| 1889 | Der erste Kindergarten wird eingerichtet, die Kreuzschwestern übernehmen die Betreuung. | ||
| 1913-1914 | Unter Pfarrer Hiptmair wird nach Plänen von Dombaumeister Schlager die Pfarrkirche auf die heutige Größe und Form erweitert. Dem bestehenden Kirchengebäude wird auf der Westseite ein dreijochiger Anbau in Kreuzesform und an den Längsseiten ein zweischiffiger Zubau in Fensterhöhe angefügt und der Kirchturm erhöht. | ||
| 1950 |
Am 19. März weiht Diözesanbischof DDr. Franz Zauner drei neue Kirchenglocken. Vom alten Geläut war nur die "Sterbeglocke" der 1941 angeordneten Zwangsablieferung entgangen. |
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| 1956-1957 | Sanierung des Gotteshauses und Vergoldung der Altäre unter Pfarrer Karl Landl. | ||
| 1968 |
Errichtung des neuen Pfarrhofs und Pfarrsaals mit Pfarrheim. |
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| 1974 |
Erstmals in der Diözesangeschichte wird ein Pfarrgemeinderat gewählt. |
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| 1976 |
Errichtung der Leichenhalle als Gemeinschaftsprojekt von Pfarre und Gemeinde. |
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| 1983 |
Segnung der renovierten Kreuzwegkapellen und der von Prof. Jakob Kopp geschaffenen Bronceguss-Kreuzwegbilder. |
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| 1985 |
Bauliche Generalsanierung des Gotteshauses mit besonderer Berücksichtigung liturgischer Gegebenheiten (Hebung des Altarraumes, Erneuerung der Beichtstühle, Entfernung der Kanzel, Neugestaltung des Volksaltars und des Ambos) unter Pfarrer Johann Stöllnberger. |
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| 1989 |
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| 1995 |
Vergrößerung der Kanzleiräume und Errichtung eines "Pfarrstüberls". |
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| 2002 | Martin Graf Hoyos legt seine Patronatshoheit über die Pfarre Schwertberg zurück. |