Ich lade Sie ein, mit mir einen Rundgang zu machen, bei dem
ich Ihnen unsere Pfarrkirche als einen Ort des gemeinsamen
Glaubens aber auch der Kunst vorstellen möchte. Es ist
mir bewusst, dass dabei meine ganz persönliche, subjektive
Sichtweise durchscheint, aber ich führe Sie ja auch nicht
als Kunstexpertin, sondern als Pfarrangehörige.
Unser Kirchenraum ist mir
lange fremd geblieben. Zu grau, kühl, unnahbar hat er
auf mich gewirkt. Nachdem ich mich aber in meinem Wohngebiet
sehr wohlgefühlt habe, wollte ich auch glaubensmäßig
hier zu Hause sein. So habe ich mich auch außerhalb
der Gottesdienste in die Kirche gesetzt und den Raum auf mich
wirken lassen. Dabei bin ich sehr bald darauf gekommen, dass
es von meiner eigenen Befindlichkeit abhängt, ob mir
meine "neue" Kirche gefällt oder nicht. War
ich glücklich und zufrieden, ist mir immer gleich der
wunderschöne Osterleuchter mit seinen geschliffenen Glasprismen,
die sich auf dem Tabernakeltür wiederholen, aufgefallen.
Ein anderes Mal haben mich die leuchtenden Farben des Auferstehungsteppichs
gefangen genommen, oder es hat mich das helle warme Holz der
Orgel angesprochen.
Habe ich mich hingegen weniger
gut gefühlt, so ist mir wieder der ganze Raum grau in
grau und trostlos vorgekommen. Daraus habe ich gelernt, dass
es ganz wesentlich an mir selber liegt, ob und wie gut mir
die Kirche gefällt. Und ein Zweites ist mir auch bewusst
geworden: Die ruhigen. klaren Strukturen, die Licht und Schattenwirkungen
schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Es bleibt aber
auch noch Platz für verschiedene Rauminstallationen zu
diversen Festen des Kirchenjahres. Hier ist mitfeiernde Gemeinde
gefragt, der Raum ist nur die Hülle.
Nach dieser zugegebenermaßen
sehr persönlichen Einleitung möchte ich einen Blick
zurückwerfen auf die Anfänge unserer Pfarre. Nachdem
um 1960 speziell durch den Bau der Universität klar war,
dass hier ein völlig neuer Stadtteil entstehen würde,
hat auch die Planungsphase für die neu zu errichtende
Pfarre begonnen. Nachfolgend eine knappe Chronologie
der Ereignisse:
Chronik
1963 - Ausgliederung von Dornach-Auhof aus dem Pfarrgebiet
von St. Magdalena
1964 - Eröffnung des Pfarrcaritas-Kindergartens St. Berthold,
Aubrunnerweg 11
1966 - Spatenstich für das Pfarrzentrum
1967 - Fertigstellung des Pfarrheimes; alle Gottesdienste,
sowie alle kirchlichen und weltlichen Feste werden im Pfarrsaal
gefeiert
1970 - Fertigstellung des Pfarrcaritas-Kindergartens Hl. Geist;
eine wichtige Einrichtung für die vielen neu zugezogenen,
jungen Familien
1971 - Kirchweihe durch den damaligen Weihbischof von Linz
und späteren Erzbischof Dr. Alois Wagner
1988 - Orgelweihe
1989 - Glockenweihe - Namen der vier Glocken: Hl. Geist, Herz
Jesu,
Maria und Josef.
Der Kirchenraum
Unsere Kirche ist in SICHTBETONBAUWEISE errichtet, das ist
eine Architekturform, die in den frühen Siebzigerjahren
nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland im Sakralbau
vorherrschend war.
Die Architekten sind: lng. Franz TREML und Ing. Erich SCHEICHL,
beide aus Linz.
Der Bau ist nach Osten, Richtung Sonnenaufgang ausgerichtet
und hat einen annähernd quadratischen Grundriss. Die
Gesamtfläche beträgt 918,09 Quadratmeter. Die Platzkapazität
beträgt ca. 400 Sitzplätze und 800 Stehplätze.
Die Decke, teils Glas- teils Holzkonstruktion, wird von vier
schlanken Betonsäulen mit kreuzförmigem Querschnitt
getragen.
Die Innenraumgestaltung steht ganz im Zeichen des zeitlich
vorausgegangenen 2. Vatikanischen Konzils mit seiner großen
Liturgiereform. Bis dahin hieß es in der Messkonstitution:
Der Priester feiert die HI. Messe, das Volk ist anwesend.
Ab dem 2. Vaticanum lautet diese: Priester und Volk feiern
GEMEINSAM; der Priester steht der Feier vor.
Diese neue Sichtweise wurde in die Planung miteinbezogen und
besonders deutlich gemacht. Es besteht eine Einteilung in
einen Altarbereich, der durch zwei Stufen erhöht ist
und den Bereich für die Gläubigen. Die von drei
Seiten her angeordneten Sitzreihen führen gleichsam in
die Mitte des Geschehens.
Der Altar (lat.:
erhöhter Platz)
Um
ihn herum feiern wir Eucharistie - das heißt „Danksagung“
- er ist das Zentrum unseres ganzen pfarrlichen Lebens. Hier
geschieht aber auch Erinnerung, und von hier aus erhalten
wir auch unseren Auftrag für unser Leben im Alltag. Der
Künstler, der unseren Altar geschaffen hat, ist der Bildhauer
Jakob KOPP. Das Material ist Waldviertler SYENIT, ein granitähnlicher
Stein aus dem Tabernakel, Taufstein und die beiden Weihwasserbecken
gestaltet sind. Aus diesem sind auch alle anderen wesentlichen
Elemente gestaltet, die im Kirchenraum unserem Glauben Ausdruck
verleihen. Dazu gehören:
Der Tabernakel
(lat.: Zelt)
Im
Alten Testament ist vom „Zelt Gottes unter den Menschen“
die Rede. Katholische Christen glauben an die Gegenwart Christi
im Eucharistischen Brot, das hier aufbewahrt wird, ganz nach
der Zusage Jesu: „Ich bin bei Euch alle Tage“.
Der Tabernakelschrein ist aus Metall. Die Tabernakeltür
ist mit pyramidenförmig geschliffenen Glassteinen verziert.
Die gleichen Steine bilden auch den Großteil des Osterleuchters,
so ist versinnbildlicht, dass Auferstehung und Eucharistie
die beiden großen Geheimnisse unseres Glaubens sind.
Der Taufstein
Er
steht eine Stufe tiefer als der Altar und es ist der Ort,
an dem wir im Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft der
Glaubenden aufgenommen werden. Gott sagt für immer sein
JA zu jedem von uns, egal wie sein späteres Leben auch
verläuft, ER bleibt uns in Liebe zugewandt.
Die beiden Weihwasserbecken
Durch das Kreuzzeichen, das wir beim Betreten der Kirche machen,
stellen wir uns ganz in die Gegenwart Gottes. Wenn wir uns
nach der Feier beim Hinausgehen bekreuzigen, so bitten wir
damit um Gottes Segen für den Alltag. Das ist ja auch
der Ort, an dem sich unser Glaube bewähren soll, denn
sonst - so sagt der Apostel Paulus - ist er tot.
Das Ambo (lat.: Pult)
ist der Ort der Verkündigung des Wortes Gottes. Hätten
wir die Hl. Schrift nicht, so gäbe es keine Überlieferung
und unsere Religion sowie unser Glaube hätten sich nicht
entwickeln können.
Der Ambo unserer Kirche ist aus Holz, ebenso wie Priester-
und Ministrantensitz und die Bänke der Gläubigen.
So wird wieder eine Einheit angedeutet: Um SEIN Wort versammeln
wir uns und wir sind alle zuerst HÖRENDE, erst dann können
wir Zeugen seiner Frohen Botschaft werden. Unsere Kirche birgt
neben diesen zentralen Elementen auch einige kostbare - daher
diebstahlgesicherte - Kunstschätze: Auf dem linken vorderen
Pfeiler steht die
Spätgotische
Marienstatue
Sie
stammt aus der Zeit um 1460, ist aus Lindenholz und 134 cm
hoch. Der Künstler ist unbekannt. Es war in der Gotik
auch im Kirchenbau nicht üblich, die Künstler namentlich
zu erwähnen. Sie ist teilweise gefasst, d.h. es ist Farbe
aufgetragen. Dargestellt ist Maria in stehender Haltung, im
linken Arm träg sie das Jesuskind.
Der gotische Stil ist bei dieser Darstellung deutlich zu erkennen.
Es ist eine schlanke, hochaufgerichtete Skulptur, die Körperformen
sind dezent erkennbar, der Faltenwurf des Kleides wirkt sehr
natürlich. Denkt man sich eine vertikale Mittellinie,
so entstehen zwei fast symmetrische Körperhälften.
Die Gesichtszüge sind ruhig, ernst, verinnerlicht. In
den Armbeugen ist deutlich blaue Farbe erkennbar. Blau als
Symbol für Glaube, Treue und Himmel. Das Jesuskind, das
Maria im linken Arm hält, ist von besonderem Liebreiz.
Der Strahlenkranz gehört ursprünglich nicht zur
Statue, er wurde später beigegeben und schafft einen
Übergang zum Betonhintergrund.
Am rechten vorderen Pfeiler
befindet sich die Skulptur des
Salvator Mundi.
Der
Auferstandene als Retter und Heiland der Welt. Es handelt
sich um ein Werk deutscher Bildhauerkunst, das um 1600 entstand.
Die barocke Plastik stammt aus der sog. Weilheimer Schule
(Bayrischer Raum); aus dieser Werkstatt gingen berühmte
Künstler hervor, unter anderem Jörg und Michael
Zürn.
Die Statue ist aus Lindenholz, 115 cm hoch und gefasst. Sie
ist noch im Originalzustand (außer die Fahne des Auferstandenen)
und besitzt hohe künstlerische Qualität.
Das Wort „Barock“ stammt aus dem Portugiesischen
und bedeutet „unregelmäßig, ausgebuchtet“.
Bei unserer Statue bedeutet das s-förmige Körperhaltung
und eine bewegte Darstellungsweise.
Die Orgel
Schon
in der Planungsphase des Baues wurde beschlossen, dass die
Orgel einen dominierenden Platz im Kirchenraum erhalten solle.
Nicht nur wegen der Optik, sondern auch aus Gründen einer
guten Klangverteilung hat sich die Frontseite als der geeignetste
Platz herausgestellt.
Nach einem langen Auswahlverfahren, hat die Firma Führer
in Wilhelmshaven den Auftrag erhalten. Der zuständige
Orgelbaumeister war Fritz Schild.
Die Orgel hat 25 Register, was sie für anspruchsvolle
Kirchenmusik geeignet macht. Es wird ihr eine hohe Klangqualität
bescheinigt. Das zeigt sich auch daran, dass sie von Professoren
und Studierenden der Anton-Bruckner-Privatuniversität
für Übungszwecke und Konzerte benützt wird.
Die Orgel hat sich erst im Mittelalter zu DEM Kirchenmusikinstrument
entwickelt. Vorher wurde ausschließlich a-capella im
Gottesdienst gesungen, es war dies die Hochblüte der
Choräle. Später wurde abwechselnd gesungen, bzw.
von einem Orchester musiziert. Als auch ein Orchester nicht
immer vorhanden war, hat sich die Orgel auf Grund ihrer Klangfülle
(sie kann ja ein ganzes Orchester ersetzen) zum "Instrument
Gottes" entwickelt.
Da es aber im Kirchenjahr und auch im persönlichen Leben
nicht nur Feste zu feiern gibt, sondern auch Leid, Trauer
und Tod Realität sind, hängt genau der Orgel gegenüber
das Kreuz. So wird deutlich gemacht, dass wir zwar erlöste,
aber noch nicht leidfreie Menschen sind.
Das Kreuz
stammt
aus der Zeit um 1770 (Spätbarock). Es ist annähernd
lebensgroß, aus Eiche geschnitzt und ungefasst. Der
Künstler ist unbekannt. Der Gesichtsausdruck des Gekreuzigten
ist ruhig und gelöst. Das lässt uns an den Satz:
„Es ist vollbracht“ denken.
Das Kreuz ist ein Geschenk der Sparkasse der Stadt Haag an
unsere Pfarre aufgrund der Beziehungen der Familie Kraxberger.
Eine zweite Achse lässt sich zwischen Kreuzweg und Auferstehungsteppich
ziehen.
Der Kreuzweg
stammt
vom nigerianischen Künstler Tony NWACHUKWU. Die Bilder
sind in BATIK-TECHNIK hergestellt. Das Wort Batik stammt aus
dem Malaysischen und bedeutet Wachsmalen auf Baumwolle. Das
ist ein sehr arbeitsaufwändiger Vorgang. Dabei wird das
vorgezeichnete Motiv völlig mit heißem Wachs überzogen,
frei bleiben nur die Stellen, welche die dunkelste Farbe des
Bildes erhalten sollen. Nach dem Erstarren des Wachses wird
das Bild in das kalte Farbbad getaucht, getrocknet und anschließend
das Wachs durch Hitze (bügeln) nur an den Stellen entfernt,
die die nächst hellere Farbe erhalten sollen usw. Bei
dieser Technik ist ein hohes Wissen über die Farblehre
erforderlich, weil sich sonst ungewollt ganz andere Färbungen
als geplant ergeben können.
Die Darstellungen der einzelnen Kreuzwegbilder sind gut erkennbar,
fast plakativ. Zum Schutz und zur besseren Pflege ist die
Vorderseite der Bilder spezialbehandelt.
Eine Besonderheit des Kreuzweges ist hervorzuheben: Es sind
nicht wie üblich 14 Stationen dargestellt, sondern 16.
Es gibt auch ein Auferstehungsbild, sowie ein Bild „Sendung
des HI. Geistes“.
Der Kreuzweg wurde - so wie auch andere Elemente im Kirchenraum
- von den Damen der Bastelrunde finanziert. Ihm gegenüber
hängt der
Auferstehungsteppich
Der
Entwurf dazu stammt von Fritz RIEDL, der den Teppich zusammen
mit einer Hilfskraft in Mexiko gewebt hat. Die Maße
betragen 5,5 x 5 Meter.
Das Material besteht aus 3o kg australischer und mexikanischer
Schafwolle, 15 kg mexikanischer Baumwolle sowie Farben der
Firma Hoechst und ICI aus Mexiko.
Durch seine beachtliche Größe setzt dieses zeitgenössische
Kunstwerk einen starken Akzent im Raum. Die Strahlkraft der
Farben bildet einen starken Kontrast zum Beton und schafft
eine ungeheure Dynamik und Lebendigkeit.
Die abstrakte Form der Darstellung ist ausschließlich
über die Symbolik der Farben deutbar. Die Grundfarben
im unteren Bereich des Bildteppichs, blauviolett und dunkles
Rot, stehen für das Leid und Unheil der Welt. Ab dem
unteren Drittel tritt helles Blau als Farbe der Verklärung
von den Seiten her in das Bild und mischt sich mit hellen
Rottönen, Orange und Gelb.
Rot als Farbe des Blutes (auch des Lebens und der Liebe),
Orange als Symbol für Leidenschaft und Lebendigkeit sowie
Gelb als Farbe der Sonne, füllen den Großteil des
Bildes und zeigen so den Sieg über den Tod und den Ausdruck
der neuen Schöpfung. Im oberen Bildteil zeigt sich viel
helle, fast weiße Farbe. Blendend weiß beschrieben
die Apostel fast stotternd ihre Erfahrung mit dem verklärten
Jesus am Berg Tabor, Mose hält Gott nur im Feuer des
Dornbusches aus, Paulus berichtet von seiner Erfahrung bei
Damaskus als grelles Licht, ja er ist vorübergehend blind
davon. Für uns noch Lebende ist Gottes blendendes Licht
noch nicht erträglich. Uns wird nur manchmal eine kleine
Ahnung des EWIGEN LICHTES geschenkt.
Unser kurzer Rundgang durch den Hauptraum der Kirche hat am
Altar begonnen, und endet zeichenhaft am Zielpunkt unseres
Glaubens: der Auferstehung. Es wird immer ein unzulänglicher,
schwacher Versuch bleiben müssen, wenn auch noch so große
Künstler versuchen, dieses Geheimnis darzustellen.
Der neue Wandteppich
"Die Herabkunft des Hl. Geistes"

Unsere Pfarre ist nun in der
glücklichen Lage, neben den beiden bereits in der Kirche
und in der Kapelle befindlichen Bildteppiche, über ein
weiteres großartiges Werk des Künstlers Prof. FRITZ
RIEDL zu verfügen. Der größere Teppich mit
dem Titel „Auferstehung“ schmückt bekanntlich
bereits die linke Seitenwand unseres Kirchenraumes, der „Pfingstteppich“
ist Blickfang an der Stirnwand unserer Kapelle.
Der neue Teppich „Herabkunft des Hl. Geistes“
wurde zuerst nur als Leihgabe in unserer Kirche angebracht.
Der große Anklang in der Pfarrbevölkerung hegte
aber schon bald die Hoffnung, die Anschaffung des Hl.-Geist-Teppichs
finanzieren zu können. Die Aufbringung der Mittel musste
ausschließlich aus zweckgebundenen Spenden bzw. Subventionen
erfolgen, da pfarrliche Mittel zur Gänze durch das derzeit
laufende mehrjährige Sanierungsprogramm gebunden sind
und deshalb anderweitig nicht zur Verfügung stehen müssen.
Dank einer Großspenderin aus unserer Pfarre, die ungenannt
bleiben möchte, und weiterer Spenden aus der Pfarrbevölkerung
sowie der Subventionen des Magistrates Linz unter Bürgermeister
Dr. Franz Dobusch, der Kulturabteilung der Landeshauptstadt
Linz unter Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl und nicht
zuletzt dank der Raiffeisenlandesbank, Bankstelle Auhof, unter
ihrem Direktor Ing. Harald Maier sowie Direktor Mag. Franz
Kirchstetter wurde nun unser Vorhaben Wirklichkeit, und der
neue Bildteppich „Herabkunft des Hl. Geistes“
konnte endgültig finanziert und am 21. April 2007 in
den Kunstbestand der Pfarre übernommen werden. Die Kirchenanlage
mit ihren bereits vorhandenen Kunstwerken und dem neuen Hl.-Geist-Teppich
wird sicherlich auch einen besonderer Anziehungspunkt für
interessierte Kulturhauptstadt-Besucher darstellen, die typische
und herausragende Werke Prof. Riedls in einer dafür besonders
geeigneten Umgebung kennen lernen wollen. Die Wandteppiche
harmonieren auch besonders gut mit dem Baustil unserer Kirche,
die vom Bundesdenkmalamt als künstlerisch hochstehendes
und daher auch schützenswertes Baudenkmal aus der Periode
des Sichtbetonbaues betrachtet wird.
WOCHENTAGSKAPELLE

Ursprünglich auch in Sichtbetonweise erbaut, wurde sie
1995/96 auf mehrfachen Wunsch der Pfarrbevölkerung umgestaltet.
Die Betonwände wurden teilweise mit Lärchenholz
getäfelt oder erhielten einen Anstrich.
Der künstlerische Mittelpunkt ist hier der ebenfalls
von Fritz RIEDL geschaffene
Der Pfingstteppich
befindet sich beim Altar in der Kapelle.
Die
Maße sind 2,65 x 1,65 Meter, das Material ebenfalls
Schaf- und Baumwolle. Das "Schauen" soll hier am
oberen Teppichrand beginnen, wo von beiden Seiten her je eine
helle Lichtzunge ins Bild strömt, immer mehr Raum gewinnt
und schließlich fast in der Mitte der Fläche zu
zwei stilisierten Tauben verschmilzt.
Von allen Seiten fließen gelbe, orange und rote Farbtöne
ein, um zungenförmig das ganze Bild zu erfassen. Nur
im unteren rechten Bildrand sind dunkel-violette Einbrüche
zu sehen, sie deuten an, dass es noch Leid und Tod gibt, aber
der Geist weht, wo ER will und das Heil hat schon begonnen.
Der Tabernakel
wurde 1973 ebenfalls, wie in der Hauptkirche, von Jakob KOPP
gestaltet. Das Material ist Nirosta-Stahl. Die Tabernakeltür
wird von diagonal verlaufenden Linien durchkreuzt. Der Tabernakel
steht auf einem Podest, das so wie der Altartisch aus Holz
besteht.
An der Eingangseite hängt ein
Bild von Silke HAUPT
aus Buenos Aires mit dem Titel: "Der Mensch für
die Welt und die Welt für Menschen". Es ist eine
kombinierte Arbeit aus Batik und WRAPPING. Das Wort kommt
aus dem Englischen und bedeutet Verpackung.
Auf blauem Stoffhintergrund, der Farbe des Firmaments, des
Glaubens und der Treue sind stilisierte Menschen und Sterne
dargestellt. Dem vorgesetzt sind ellipsenförmige Holzreifen,
die mit gespaltenem Peddigrohr umwickelt sind. Sie sollen
die Planetenbahnen symbolisieren. Eine Deutung könnte
sein: Der Mensch als Krone der Schöpfung ist beauftragt,
mit dieser verantwortungsbewusst umzugehen. Das Bild ist ein
Geschenk der Argentinischen Botschaft.
An der gegenüber liegenden Wand hängt ein
Spätbarockes
Kreuz
Es ist aus Lindenholz geschnitzt,
ist teilweise vergoldet, der Künstler ist unbekannt.
In sehr schlechtem Zustand wurde es bei einer Auktion ersteigert
und fachmännisch restauriert. Es strahlt große
Würde aus und verleiht dem Raum eine stille, Ehrfurcht
gebietende Atmosphäre.
Die Pieta
(vom lat. Wort "Pieta": Ehrfurcht)
Pieta
wird jede Skulptur genannt, bei der Maria den Leichnam Jesu
im Arm hält. Das Werk ist eine Nazarenerarbeit. Diese
Kunstrichtung geht um 1908 von den Wiener Malern Overbeck
und Pforr aus. Die Statue ist ein Geschenk eines Privatsammlers
an die Pfarre.
Unser Rundgang ist nun zu
Ende. Schön, dass Sie ihn mit mir mitgegangen sind. Vielleicht
war etwas dabei, was Ihnen noch nie aufgefallen ist, oder
Sie sehen unsere Kirche jetzt mit anderen Augen und können
wie ich sagen: Mir gefällt unsere Kirche, sie ist ein
Bau unserer Zeit und es liegt an uns allen, ob und wie wir
sie mit Leben aus SEINEM HI. Geist erfüllen.
Annemarie Wanderer
Der Kirchenführer ist in Kopie ist zum Preis von 5,-- Euro in der Pfarrkanzlei erhältlich oder per E-mail zu bestellen: pfarre.hlgeist@dioezese-linz.at (zuzüglich Porto)
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Wir freuen uns sehr, Ihnen nun auch „online“ unseren neuen
Kinderkirchenführer
vorstellen zu dürfen!
Kinderkirchenführer nicht etwa deshalb, weil er „kindisch“ wäre, sondern weil er in kindgerechter Sprache verfasst ist.
Er ist ein gelungenes Potpourri aus wunderschönen Fotos unserer Kirche von Claudia Börner, viel Interessantem, nicht nur aus bautechnisch-kunstgeschichtlicher sondern auch aus liturgisch-theologischer Sicht und mit vielen wohldurchdachten Texten und inspirierten Gebeten.
Somit spricht er Kinder ebenso wie Erwachsene an, nicht nur aus unserer Pfarre sondern auch aus anderen Pfarren, Kirchen oder Menschen aus anderen Religionen, die neugierig auf unseren katholischen Glauben sind.
Ganz nebenbei: Der Kinderkirchenführer besticht auch durch den äußerst günstigen Preis von 5,00 Euro, und wenn Sie in so ein Büchlein investieren, unterstützen Sie nicht nur unser Pfarrbudget sondern erwerben damit eine kleine Kostbarkeit für Ihr Bücherregal!
Hier nun einige „Kostproben“ aus unserem Kinderkirchenführer:


Den Kinderkirchenführer erhalten Sie in unserem Pfarrbüro oder Sie können ihn online bestellen unter pfarre.hlgeist@dioezese-linz.at (zuzüglich Porto).
Katharina Thomic
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