PFARRE KIRCHDORF AM INN

 Katholische Kirche in Oberösterreich - Diözese Linz Online
Diözese Linz

Home

------------------

Pfarrleitung

------------------

Pfarrgemeinderat

PGR 2007-12

------------------

Pfarrkirche

    Fotos 
    Grabsteine

------------------

Gottesdienste  

Wochenordnung

Kirchdorf am Inn

St. Georgen b. Obg.

Mörschwang


Familiengottesdienst

 

Lektorenplan

 

Zechprobstplan

------------------

Kirchenmusik

Orgel

 

Gestaltung

Kirchenchor

MUSAIK-Chor

------------------

Ministranten Ministrantenplan

------------------

Kirchl.Bewegungen

Jungschar

Jugend

KFB

Mütterrunde

------------------

Bildungswerk

------------------

Wallfahrt

Aloisia Aigner

Herz-Jesu-Ehrenwache

------------------

Verstorbene

------------------

Pfarrblatt

 

Hilfen

Ehe und Familie

------------------

Kalender

Unser Gottesdienst

Öffentliche Termine

Weitere Hinweise

 

Links

------------------


 

 

 

 

 

Entstehung und Entwicklung der Wallfahrt in Kirchdorf am Inn[1]

Schon im 12. Jahrhundert (1170) deutet der Name auf ein vorhandenes Kirchlein. Die jetzige Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, im gotischen Stil 1484-1489 erbaut, jetzt mit barocker Ausstattung, ist eine alte Wallfahrtskirche.

Von einem blühenden religiösen Leben zeugt eine Rosenkranzbruderschaft aus dem Jahr 1550 und ihr angeschlossen der Gebetsverein "Ewiges Urwerk selig zu sterben und ewig zu leben".

Der Churbairische Kalender berichtet 1755: "Allda ruhet ein wundertätig Muttergottesbildnis, wohin die Leuth sonderliche Andacht und Vertrauen tragen, auch vielfältig Hülff und Vorbitt bey Gott durch augenscheinliche Miracul erfahren haben und noch heutigen Tags erlangen."

Kirchdorf, bis dahin Filiale von Obernberg, wurde 1758 auf Betreiben des Schlossherrn von Katzenberg, Graf Quido von Taufkirchen, selbständige Seelsorgsstelle und 1782 (Josef II.) zur Pfarre erhoben. Kaiser Josef II.  verbot jedoch die Wallfahrt!

Ein neues Aufleben der Wallfahrt erfolgte jedoch in diesem Jahrhundert. Der Grund hiefür: Am 18. November 1900 geschah hier ein Ereignis, das an ein Wunder grenzt: die plötzliche Heilung der Stallbauertochter Aloisia Aigner (geb. 1863). Von der Kirche wurde dies zwar nicht als übernatürliches Wunder anerkannt, aber das gläubige Volk hat als Dank für dieses Ereignis ein Jahr später die Lourdes-Kapelle erbaut. Aus Anlass dieser Heilung ist anfangs dieses Jahrhunderts die Wallfahrt nach Kirchdorf sehr beziehungsweise wieder belebt worden.

Die Rosenkranzbruderschaft ist zwar eingegangen, da­für wurde aber 1899 die Herz-Jesu-Bruderschaft gegründet - in Kirchdorf "Herz-Jesu-Ehrenwache" ge­nannt, weil sich ihre Mitglieder verpflichten, täglich eine Stunde geistliche Wache vor dem Herrn zu halten. Diese Vereinigung etablierte sich somit zum Träger des religiösen Lebens, nachdem schon vorher die Herz-Jesu-Verehrung hier eingeführt war, denn die Pfarre wurde bereits 1875 feierlich dem Göttlichen Herzen geweiht. Seit 1903 wird das Herz-Jesu-Fest hier mit einer feierlichen Nachmittagsprozession begangen, bei der sich bis heute noch bis zu 500 Gläubige beteiligen. Früher kamen schon am Vortag bzw. Vormittag viele Wallfahrer hierher, denn Kirchdorf war der Sitz der Erzbruderschaft vom Göttlichen Herzen Jesu, die z. B. im Jahre 1912 über 7000 Mitglieder zählte. Beachtenswert ist die Tatsache, dass diese Prozession seit Menschengedenken kaum ausfallen musste - weder durch Krieg oder aus sonstigen Gründen, wie Unwetter, Seuchen, Epidemien.

Heute bestehen noch jährlich die Dekanatsfrauenwallfahrt des Dekanates Altheim - an einem in der zweiten Hälfte des Novembers gelegenen Sonntag - und am Herz-Jesu-Fest, d. h. am darauffolgenden Sonntag, die große Wallfahrt des Innviertels als Ausdruck der Herz-Jesu-Verehrung. Die geheilte Aloisia Aigner war nämlich nicht nur eine Verehrerin der Mutter Gottes von Lourdes, sondern auch eine große Herz-Jesu-Verehrerin. Aus ihrer Initiative heraus wurde hier die Herz-Jesu-Bruderschaft (Herz-Jesu-Ehrenwache) gegründet und wurde die Feier des Herz-Jesu-Festes so groß aufgezogen. Ab und zu kommen auch Wallfahrer per Bus hierher, aber gewöhnlich auf der Rückfahrt von einer Wallfahrt. Auch der in den letzten Jahren immer mehr aufkommende Radtourismus zieht viele Besucher an. Damit scheint - wenn auch in aller Stille - dieses Kleinod des Innviertels "Maria Lourdes in Kirchdorf am Inn" neuentdeckt zu werden.



[1] Vergleiche dazu die Festschrift: "500 Jahre Kirche, 200 Jahre Pfarre - Festschrift Kirchdorf am Inn 1984", 35-36 sowie aus der Korrespondenz zwischen Dipl.Ing. Robert Fischer und Pfarrer Josef Werni vom 7.2.1977.

 

© Pfarre Kirchdorf am Inn - Diözese Linz - Oberösterreich - Europa