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Am Festtag der hl. Ursula, 21. Oktober 2006, segnete der Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Reichersberg am Inn, Mag. Werner Thanecker CanReg, die neue Pfeifenorgel der Pfarrkirche von Kirchdorf am Inn. Die Pfarre des Dekanates Altheim wird von Mag. Klemens J. Pillhofer CanReg des Stiftes Reichersberg seelsorglich betreut.

Das neue Instrument wurde von der schwedischen Orgelbauwerkstätte des OBM Karl Nelson (Schüler von John Brombaugh) in Lidköping gebaut.

Die 13 klingenden Register verteilen sich auf das Hauptwerk (7), ein Brustwerk (4) und Pedal (2).

Das künstlerische und klangliche Konzept der Orgel ist das Resultat einer kreativen Auseinandersetzung sowie einer künstlerisch selbständigen Weiterführung der klassischen deutsch-niederländischen Orgelbautradition des 17. und 18. Jahrhunderts. Dieser Schule entsprechen auch die hohen Pfeifenaufschnitte und die Vollwind-Intonation mit offenen Pfeifenfüßen. Der Winddruck wurde mit 78 mm WS festgelegt. Die direkt aufgehängte, einarmige Spieltraktur ermöglicht dem Organisten ein sensibles und fein artikuliertes Spiel beim Öffnen und Schließen der Ventile, wie es die Artikulation der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts erfordert. Infolgedessen wurde konsequenterweise die Orgel ungleichstufig, in Herbert Anton Kellners „Bachstimmung“ gestimmt.

Die konsequente Ausführung des künstlerischen Konzeptes dieses Orgelneubaus schafft den eigenständigen Charakter des Werkes in der Weiterführung historischer Traditionen.

Eine großartige Bereicherung der farbigen oö. Orgellandschaft des Innviertels.

 

 

Disposition:

 

Hauptwerk (HW): I. Manual

C-d’’’ chrom. 51 Tasten und Töne

 

Praestant         8’ (gehämmertes Blei)

Gedact                        8’

Octav              4’

Rohrfloit         4’

Qvint              3’

Super Octav    2’

Mixtur IV        1 1/3’

 

 

Brustwerk (BW): II. Manual (Fertigstellung erfolgt im Mai 2007)

C-d’’’ chrom. 51 Tasten und Töne

 

Gedact                        8’

Floit                4’

Waldfloit         2’

Regal               8’

 


Pedal:

C-d’ chrom. 27 Tasten und Töne

 

Subbass           16’

Posaun                        16’

 

 

Koppeln:

Pedalkoppel    (HW/Pedal) als Zug

 

Tremulant:      Bocktremulant auf das ganze Werk

 

Stimmsystem:  H. A. Kellner „Bachstimmung“

 

Tonhöhe:        a’ 440 Hz bei 15°C

 

Winddruck:     78 mm (WS)

 

Spieltraktur:    direkt aufgehängt, einarmige Tasten

 

Windladen:      Schleifladen

 

Fassung:          ebenholz-schwarz und gold

 

Disposition und Konzeption: Mag. Johannes Dandler

© Mag. Johannes Dandler 
(vgl. Singende Kirche 2006, Beitrag: Neue Orgeln und Orgelrestaurierungen)

 

Orgelweihe 21.10.06

 

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