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Bussandacht in der Fastenzeit
12. März 2010

Die Schnecke 
unauffällig - eigenartig - sonderbar - einzigartig

Zum Nachdenken 1 – Die Schnecke ist ein relativ unauffälliges Wesen, ein Teil der Schöpfung

·        Sehe ich die kleinen, unauffälligen Dinge in der Natur und in meiner Umgebung?

·        Kann ich noch über Naturerscheinungen staunen oder bin ich da schon abgebrüht?

·        Achte ich die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten?

·        Die Ressourcen unserer Erde sind begrenzt und sie gehören allen Geschöpfen. Denke und handle ich im Sinne der Nachhaltigkeit?

Zum Nachdenken 2 – Die Schnecke ist durch ihre Art der Fortbewegung ein Symbol für das Langsame – in unserer hektischen und schnelllebigen Zeit ist Langsamkeit verpönt – oder auch eine besondere Tugend.

·        Nehme ich mir Zeit für die anderen?

·        Nehme ich mir Zeit für mich selber oder finde ich das unwichtig?

·        Kann ich Dinge auch einmal sein lassen?

·        Versuche ich, gegen die Schnelllebigkeit der Zeit Widerstand zu leisten oder schwimme ich mit im Strom?

·        Nehme ich mir Zeit für wichtige Dinge, oder vertreibe ich mir meine Zeit mit Sinnlosigkeiten?

Zum Nachdenken 3 – Die Schnecke kann ihre Wege nicht verleugnen, denn sie hinterlässt Spuren. Wir möchten auch gerne Spuren hinterlassen. Wir möchten nicht vergessen werden. Aber was bleibt wirklich von uns zurück?

·        Welche Spur hinterlasse ich im Umgang mit den Mitmenschen? Eine Schleimspur?

·        Bin ich ein Radfahrer – nach oben buckeln und nach unten treten?

·        Welche Spuren werde ich hinterlassen, wenn ich einmal gestorben bin?

Wie wird man sich an mich erinnern – an mein Tun und Handeln, an meinen Glauben, an mein Reden?

Wir bauen ein Schneckenhaus aus Licht – Einladung, nach vorne zu kommen und ein Teelicht im Glas entgegenzunehmen. Im Altarraum entsteht daraus ein Lichtlabyrinth.

Gebet der Schnecke

 

Gott unser Schöpfer, wir rufen dich an!

Oft kriechen wir so mühselig wie eine Schnecke von Aufgabe zu Aufgabe, und unsere Augen sehen nur bis zum nächsten Grashalm. 
Nimm uns die Angst, wir kämen zu kurz oder zu spät, wenn wir das Tempo unserer Gesellschaft nicht immer mit gehen. 
Lass uns nicht zwei Schritte auf einmal tun wollen, damit unsere Seele endlich nach kommen kann. 
Geh bitte mit auf unserem Weg, Schritt für Schritt. 
Und lass uns, auch wenn wir nur langsam vorankommen, einmal ankommen bei dir.

An diesem Freitagabend haben 47 Gläubige versucht die Hektik des Alltags mit der Langsamkeit der Schnecke zu tauschen, die durch Beharrlichkeit ihr Ziel erreicht.

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